KAMENZ – THE PLACE TO [E]

Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität

Kamenz – Ein Technologiestandort mit Perspektive

Grundsteinlegung für Werk II der Deutschen ACCUMOTIVE am 22. Mai 2017

Wir freuen uns über den Besuch der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Angela Merkel, anlässlich der Grundsteinlegung für das Werk II der Deutschen ACCUMOTIVE.

Es ist für uns eine große Ehre und Freude, sie hier an diesem Tag gemeinsam mit dem Vorstandvorsitzenden der Daimler AG, Herrn Dr. Dieter Zetsche, sowie dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Herrn Stanislaw Tillich, in unserer Stadt zu begrüßen. Mit dem Besuch der Bundeskanzlerin und der Konzernspitze der Daimler AG wird deutlich, welche Bedeutung der Batteriefertigungsstandort für Deutschland und damit für Sachsen hat.

Viele sehen in der Grundsteinlegung ein Symbol und im gewissen Sinne auch eine volkswirtschaftliche „Blaupause“ für den Strukturwandel der Lausitz.

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Spatenstich einer zweiten Batteriefabrik bei der ACCUMOTIVE am Standort Kamenz
Daimler - Bau einer zweiten Batteriefabrik bei der ACCUMOTIVE am Standort Kamenz: Roland Dantz, Thomas Weber, Stanislaw Tillich, Markus Schäfer und Michael Harig beim Spatenstich auf der Baustelle des zukünftigen Werksgeländes in Kamenz. © Daimler AG

Karriere - Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG

Werden Sie Energiegeschichteschreiber!

Ob als Einsteiger oder Berufserfahrener, mittels eines Praktikums oder einer Führungsstelle – die ACCUMOTIVE bietet verschiedene Möglichkeiten, Teil des Unternehmens zu werden. Mitarbeitern wird die Perspektive geboten, in allen Funktionen unternehmerisch zu denken und handeln sowie aktiv an der Zukunft der Elektromobilität mitzuarbeiten.

Zu den aktuell offenen Stellen bei ACCUMOTIVE führt Sie folgender Link Offene Stellen.
Sie gelangen automatisch in das Portal „Einstieg & Karriere“ der Daimler AG, in dem Sie alle zu besetzenden Stellen bei ACCUMOTIVE finden: www.accumotive.de

Unternehmen am Standort

Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG
Mercedes-Benz Energy GmbH
Li-Tec Battery GmbH
TG Autohandels GmbH

Pressemeldungen Daimler AG / Meilensteine der Standortentwicklung

31.03.2017: Kamenz startet Standortkampagne als Batteriekompetenzzentrum

Auf der kreislichen Gewerbemesse „WIR“ startete am 31. März 2017 eine Standortkampagne der Stadt Kamenz mit Unterstützung der ACCUMOTIVE. Anlass sind die positiven Entwicklungen, die im Zusammenhang mit der 500 Mio. Euro umfassenden Investition der Daimler AG in ihre Tochter und dem damit verbundenen Bau der zweiten Batteriefabrik stehen und die auf den Standort, die Stadt, die gesamte Region sowie sachsen- und deutschlandweit ausstrahlen.

KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität

Kurz und prägnant ist der entwickelte und gestaltete Slogan. Er verdeutlicht unmissverständlich und ein wenig stolz, dass in Kamenz Großes passiert.

Die Schlüsseltechnologie und eigentliche Voraussetzung der Elektromobilität liegt in leistungsstarken und sicheren Batterien, die für die Fahrzeuge der Daimler AG in der Lessingstadt produziert werden.

Botschaft wird auf vielen Kanälen kommuniziert

Möglichst viele sollen davon erfahren. Deshalb hat die Stadtverwaltung z.B. einen neuen Hybrid-Mercedes-Pkw der TG Autohandels GmbH in den Fuhrpark aufgenommen, der nicht nur der praktischen Bewältigung städtischer Aufgaben dient, sondern auch als adäquater Werbeträger gestaltet für viel Aufmerksamkeit und Resonanz sorgen wird. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass der Slogan „KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität“ in Zusammenarbeit mit der Kamenzer Graphixer GmbH erfolgte, die auch für die optische Umsetzung auf dem Fahrzeug verantwortlich war.

Auf diesem und anderen zukünftige Werbemitteln wird auf die eigens gestaltete zentrale Website www.kamenz.de/e-mobility hingewiesen, welche parallel am 31.03.2017 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Auf ihr lässt sich Aktuelles und Wissenswertes zum Technologiestandort finden.

Zudem ist darauf ein Verweis auf das Fachkräfte-Recruiting der ACCUMOTIVE platziert, das sich bereits zur Messe „WIR“ am Stand der Stadt Kamenz wiederfinden ließ.

24.10.2016: Daimler baut globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien auf
  • Daimler-Tochter ACCUMOTIVE startet Bauarbeiten für zweite Batteriefabrik am Standort Kamenz – Vervierfachung der Produktions- und Logistikfläche auf insgesamt rund 80.000 m2
  • Ausbau der Produktionskapazitäten von Batterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart
  • Daimler plant Investition in globalen Batterie-Produktionsverbund von insgesamt über einer Milliarde Euro – davon rund 500 Millionen Euro in Kamenz
  • Standort Kamenz wird zum Kompetenzzentrum für die Batterieproduktion von Mercedes-Benz Cars
  • CO2-neutrale Produktion trägt zu positiver Energiebilanz von Elektrofahrzeugen bei

 

Stuttgart/Kamenz - Daimler startet die Bauphase für eine zweite Batteriefabrik bei der hundertprozentigen Tochter ACCUMOTIVE am Standort Kamenz und geht damit einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung Elektromobilität. Mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro entsteht in Kamenz eine der modernsten und größten Batteriefabriken Europas. Zum offiziellen Spatenstich trafen sich Prof. Dr. Thomas Weber (Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung), Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain Management) und Frank Blome (Geschäftsführer Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG) mit Stanislaw Tillich (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Präsident des Bundesrates) und weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft.

„Bis 2025 werden wir allein im Pkw-Segment mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge im Portfolio haben. Parallel treiben wir unsere Plug-in-Hybrid Offensive und die Einführung von 48-Volt-Systemen konsequent voran. Hocheffiziente Batterien sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Sie sind integraler Teil der Fahrzeugarchitektur und kein Produkt von der Stange. Die Entwicklung, Fertigung und Integration dieser komplexen Systeme in unsere Fahrzeuge zählt zu unseren Kernkompetenzen“, so Weber. Schon heute hat das Unternehmen eine Vielzahl elektrifizierter Fahrzeuge auf dem Markt und das Produktportfolio wird weiter wachsen. Auf dem diesjährigen Autosalon in Paris präsentierte Mercedes-Benz seine neue Produktmarke für Elektromobilität, EQ. Diese bietet ein umfassendes elektromobiles Ökosystem aus Produkten, Services, Technologien und Innovationen. Vorbote der neuen Marke ist das seriennahe „EQ“-Showcar, das in Paris Weltpremiere feierte. Noch in dieser Dekade startet das erste EQ Serienmodell im SUV-Segment mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometern. Es folgt eine Modelloffensive, die sukzessive das Portfolio von Mercedes-Benz Cars mit elektrifizierten Modellen ergänzen wird. Für die Produktion des ersten EQ Serienfahrzeugs liefert die ACCUMOTIVE die Batterien.

Ministerpräsident Tillich betonte: „Die Investition ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in den sächsischen Standort hier in der Oberlausitz. Das Vorhaben bringt uns dem Ziel, dass die traditionsreiche sächsische Automobilindustrie fit für das Zeitalter der Elektromobilität wird, ein ganzes Stück näher. Ob Elektromobilität oder stationäre Energiespeicher – in beiden Geschäftsfeldern steckt eine Menge Zukunft drin.“ Er verwies zugleich auf bereits vorhandene Kompetenzen im Freistaat. So seien in der Batterieforschungs-Allianz der Fraunhofer-Gesellschaft vier Institute aus Sachsen mit dabei.

Insgesamt investiert Daimler rund eine Milliarde Euro in die weltweite Produktion von Batteriesystemen. „Wir bauen einen globalen Produktionsverbund für Lithium-Ionen-Batterien auf. Kamenz wird das Kompetenzzentrum in diesem Verbund. Das flexible und effiziente Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars vertieft mit der neuen Batteriefabrik entscheidendes Knowhow für die Fertigung zukunftsträchtiger Technologien. Damit stärken wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und sind für die Mobilität der Zukunft sehr gut aufgestellt“, so Schäfer.

Das neue Produktionswerk soll Mitte 2018 in Betrieb genommen werden. Das Grundstück von rund 20 Hektar liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden Batteriefabrik im rund 50 Kilometer von Dresden gelegenen Kamenz. Die bisherige Produktions- und Logistikfläche wird sich durch den Aufbau der zweiten Fabrik auf insgesamt rund 80.000 Quadratmeter vervierfachen. Die ACCUMOTIVE wird die Anzahl der Mitarbeiter in den nächsten Jahren schrittweise erhöhen. Bis Ende der Dekade wird die Mitarbeiterzahl am Standort mehr als verdoppelt. „Wir haben bereits 2012 in Kamenz mit der Batterieproduktion für Fahrzeuge von Mercedes-Benz und smart begonnen. Seit rund einem Jahr produzieren wir darüber hinaus stationäre Batteriespeicher für industrielle Anwendungen und Privathaushalte. Mit dem Know-how und der Motivation unserer Mitarbeiter haben wir uns für einen weiteren Entwicklungsschritt qualifiziert und entwickeln uns zum Kompetenzzentrum der weltweiten Batterieproduktion“, so Blome, der künftig auch verantwortlich für den globalen Batterie-Produktionsverbund ist. „In unserer neuen Fabrik in Kamenz denken wir im Sinne der Elektromobilität ganzheitlich und setzen bereits in der Produktion auf Nachhaltigkeit.“

Das neue Werk soll als CO2-neutrale Fabrik errichtet werden. Ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage werden in Verbindung mit stationären Batteriespeichern die Produktionsanlagen mit Energie versorgen. Hierfür werden auf dem Dach der neuen Fertigungshalle Solarmodule auf einer Fläche mit der Größe von zwei Fußballfeldern installiert. Das entspricht einer Leistung von 2 Megawatt. Die neue Batteriefabrik wird außerdem mit modernsten Anlagen und Technologien Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0 setzen.

Künftig werden in Kamenz Lithium-Ionen-Batterien für alle elektrifizierten Fahrzeuge von Mercedes-Benz und smart gefertigt – vom Plug-in Hybrid bis zu den reinen Elektromodellen. Außerdem werden dort Batterien für die stationären Mercedes-Benz Energiespeicher sowie für 48-Volt-Systeme produziert. Sukzessive wird das 48-Volt-Bordnetz in verschiedenen Baureihen Einzug halten.

Über die ACCUMOTIVE

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart. Außerdem verantwortet das Unternehmen die Produktion von stationären Batterien der Mercedes-Benz Energy GmbH. Die ACCUMOTIVE hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo Forschung und Entwicklung angesiedelt sind. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt insgesamt rund 490 Mitarbeiter – davon circa 350 in Kamenz und rund 140 in Nabern. Die ACCUMOTIVE verbindet eine enge Zusammenarbeit mit ihrem Schwesterunternehmen Mercedes-Benz Energy GmbH, die am Standort Kamenz für die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb der Mercedes-Benz Energiespeicher für private und industrielle Anwendungen zuständig ist.

02.06.2016: Daimler gründet Mercedes-Benz Energy GmbH für stationäre Energiespeicher

Stuttgart/Kamenz – Die Daimler AG baut ihr Kompetenznetzwerk im Bereich der Lithium-Ionen-Batterieanwendungen konsequent aus: Innerhalb des innovativen Geschäftsfeldes übernimmt die neue Mercedes-Benz Energy GmbH ab sofort die Entwicklung und den weltweiten Vertrieb von stationären Energiespeichern der Marke Mercedes-Benz. Damit agiert Daimler noch fokussierter im wachsenden Markt für stationäre Batterien. Die Produktion der Systeme bleibt die Kernkompetenz der ebenfalls hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG. „So können wir jetzt noch flexibler auf die Kundenanforderungen reagieren“, sagt Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und E-Drive bei der Daimler AG.

Mit der zunehmenden automobilen Elektrifizierung steigt die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien kontinuierlich an. Durch die Erweiterung dieses Geschäftsfeldes um stationäre Batteriespeicher für private und industrielle Anwendungen hat sich die Daimler AG mit ihrer hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG bereits im vergangenen Jahr zusätzliche Wachstumschancen erschlossen. Im April begann die Auslieferung der Heimspeicherlösungen für den deutschen Markt. Der Aufbau erster industrieller Großprojekte im Bereich der Primärregelenergie ist ebenfalls gestartet. Mit der Gründung der Mercedes-Benz Energy GmbH mit Sitz in Kamenz/Sachsen geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt zum Ausbau des stationären Speichergeschäfts. Besonders die internationale Ausweitung und die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern stehen dabei auf der Agenda.

Mehr Flexibilität durch Fokussierung

Die Mercedes-Benz Energy stützt sich auf eine enge Zusammenarbeit mit ihrem Schwesterunternehmen. Die Produktion sowohl der stationären als auch der automobilen Speichersysteme wird durch die ACCUMOTIVE erfolgen. Die Entwicklung, der Vertrieb und die Installation stationärer Anwendungen liegen in der Verantwortung der Mercedes-Benz Energy. Die Partnerschaft verspricht schnelleres Wachstum für beide Geschäftszweige.

Für das stationäre Speichergeschäft bedeutet die Selbständigkeit einen Zugewinn an Flexibilität. Insbesondere hinsichtlich der Kundenansprache entstehen klare Vorteile, denn im Vergleich zur Automobilsparte ist die Kundengruppe für Mercedes-Benz Energiespeicher sehr breit gefächert: Sie reicht von Privathaushalten bis hin zur Großindustrie. „Mit der neuen Fokussierung können wir jetzt noch flexibler auf die Kundenanforderungen reagieren und unser Produktportfolio bedarfsgerecht ausbauen“, so Harald Kröger.

Die ACCUMOTIVE kann sich damit künftig auf die Weiterentwicklung automobiler Anwendungen konzentrieren. „Wir haben mit der ACCUMOTIVE eine herausragende Kompetenz im Bereich hocheffizienter Batteriesysteme aufgebaut. Bereits heute kommen deren Produkte in einer Vielzahl unserer Fahrzeugmodelle zum Einsatz. Ab 2017 wird die ACCUMOTIVE sukzessive alle Baureihen beliefern“, so Harald Kröger.

Zentrum für hocheffiziente Batteriesysteme

Nach der kürzlich angekündigten Verdoppelung der Produktionsfläche mit einer Investition von 500 Millionen Euro wird der Batteriestandort der Daimler AG in Kamenz jetzt weiter gestärkt. Neben der Fertigung der ACCUMOTIVE wird nun auch die Mercedes-Benz Energy auf dem 2010 eröffneten Areal in Sachsen angesiedelt sein. Insgesamt 330 Mitarbeiter sind heute am Standort Kamenz beschäftigt. Die Mercedes-Benz Energy startet mit 50 Mitarbeitern und will diese Zahl bis Ende 2016 bereits auf 100 Personen erhöhen. Bis Ende 2017 ist eine weitere Verdoppelung der Belegschaft auf 200 Mitarbeiter geplant. Die Geschäftsführung soll zum 1. Juli 2016 Marcus Thomas übernehmen, der langjährige Erfahrung im Bereich konventioneller und alternativer Antriebe innerhalb der Daimler AG hat.

Kompetenznetzwerk durch Kooperationen stärken

Neben dem kontinuierlichen Ausbau des Standortes Kamenz setzt die Daimler AG auf starke Kooperationen. Gemeinsam mit Business Innovation, dem Daimler Think Tank für neue Geschäftsideen, wurde ein Geschäftsmodell entwickelt, dass interne und externe Kompetenzen optimal bündelt. Für den Vertrieb der Heimspeichersysteme in Deutschland arbeitet das Unternehmen unter anderem mit dem Energiedienstleister Energie Baden-Württemberg (EnBW), dem Solarspezialisten SMA sowie einigen Großhändlern zusammen. Auch im Bereich der industriellen Anwendungen besteht heute schon ein starkes Netzwerk. Ein Joint-Venture der Partner Daimler AG, The Mobility House AG und GETEC wird in Kürze den weltweit größten 2nd-Use-Batteriespeicher betreiben und an der deutschen Primärregelenergiebörse vermarkten. Unterstützt werden die Partner dabei auch vom Recyclingspezialisten Remondis GmbH. Mit dem Energieversorgungsunternehmen enercity (Stadtwerke Hannover AG) verbindet die Daimler AG ebenfalls eine projektbasierte Kooperation.

Die Mercedes-Benz Energy GmbH wird im nächsten Schritt auch den internationalen Vertrieb ihrer Batteriespeicherprodukte beginnen. Hinsichtlich Entwicklung und Vertrieb der Speichersysteme setzt das Unternehmen dabei auf eine starke Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz Standorten im Ausland, unter anderem mit der Innovationsschmiede Mercedes-Benz Research & Development North America im kalifornischen Silicon Valley.

Aus dem Auto ans Netz: Batterien haben sich tausendfach bewährt

Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil, erfüllen die Mercedes-Benz Energiespeicher höchste Sicherheits- und Qualitätsanforderungen. Sie basieren auf der Technologie, die Daimler seit 2012 bereits rund 75.000 Mal in Elektro- und Hybridfahrzeugen eingesetzt hat. „Mit der Gründung der Mercedes-Benz Energy GmbH unterstreichen wir unseren Anspruch, Technologie- und Marktführer für hocheffiziente Speichersysteme zu sein“, erklärt Harald Kröger. „Mit unserer einzigartigen Kombination aus hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards und positiven Skaleneffekten unterstützen wir das Gelingen der Energiewende und tragen dazu bei, Elektromobilität bezahlbar zu machen.“

Bis zu acht Batteriemodule mit einem Energieinhalt von jeweils 2,5 kWh können zu einem Energiespeicher mit bis zu 20 kWh kombiniert werden. Im Bereich der industriellen Anwendungen ist die Skalierbarkeit um ein vielfaches höher.

Mercedes-Benz Energy präsentiert sich auf der ees Europe

Die Mercedes-Benz Energy GmbH und die Deutsche ACCUMOTIVE GmbH & Co. KG präsentieren ihre Produkte vom 22. bis zum 24. Juni 2016 auf der electrical energy storage (ees) Europe in München. Auf Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme haben die Tochterfirmen einen gemeinsamen Stand in Halle B1.530.

28.05.2015: Aus dem Auto ans Netz: Batterie-Technologie von Daimler beschleunigt Energiewende
  • Daimler Tochter Deutsche ACCUmotive erschließt neues Geschäftsfeld mit stationären Energiespeichern
  • Erster industrieller Großspeicher in Kooperation mit The Mobility House und GETEC bereits am Netz
  • Zusammenarbeit mit EnBW im Privatkundengeschäft beabsichtigt

 

Stuttgart/Kamenz – Daimler steigt mit der hundertprozentigen Tochter Deutsche ACCUmotive in das Geschäft mit stationären Energiespeichern ein. Der erste Lithium-Ionen-Speicher im industriellen Maßstab ist bereits am Netz und wird von den Partnerunternehmen The Mobility House AG und GETEC Energie AG betrieben. Für das Privatkundengeschäft im Bereich Speicherlösungen in Deutschland plant die Daimler AG eine Zusammenarbeit mit der EnBW AG. Sowohl in Deutschland als auch international strebt Daimler die Zusammenarbeit mit weiteren Vertriebspartnern an. „Mercedes-Benz Energiespeicher sind das beste Beispiel dafür, dass Lithium-Ionen Batterien Made in Germany ein Zukunftsmodell sind“, so Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik & E-Drive Mercedes-Benz Cars. „Mit unserem umfassenden Batterie Know-how bei der Deutschen ACCUmotive beschleunigen wir die Energiewende sowohl auf der Straße als auch bei der Stromversorgung von Unternehmen und Privathaushalten. Was sich auf Millionen zurückgelegten Kilometern unter widrigsten Bedingungen wie Hitze und Kälte bewährt hat, bringt auch für einen stationären Einsatz die besten Voraussetzungen mit. Auf diesem Gebiet haben wir bereits seit 2012 erste Erfahrungen gesammelt.“

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG, entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Mit dem Einstieg in das neue Geschäftsfeld der stationären Energiespeicher für Industriekunden und private Anwendungen eröffnen sich der Deutschen ACCUmotive neue Wachstumschancen. Gleichzeitig trägt die Daimler AG aktiv zur Energiewende bei und schreibt die Erfolgsgeschichte der Batterieproduktion am Standort Deutschland fort. Der erste industrielle Großspeicher von Daimler im deutschen Stromnetz wird von den Partnern The Mobility House und GETEC über das gemeinsame Joint Venture Coulomb betrieben und an der deutschen Strombörse vermarktet. Coulomb setzt den Energiespeicher aus dem sächsischen Kamenz zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen ein. Eine Aufgabe die üblicherweise von Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken übernommen wird. 96 Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von mehr als 500 kWh des Mercedes-Benz Energiespeichers sind bereits am Netz, der weitere Ausbau auf 3000 kWh erfolgt Schritt für Schritt in den kommenden Wochen mit den Partnern The Mobility House und GETEC.

Vom industriellen Einsatz bis zur Privatnutzung

Das von Daimler Business Innovation entwickelte Konzept geht weit über den industriellen Einsatz hinaus. Der Betrieb im mittelständischen Gewerbe, wie beispielsweise Supermärkten, gehört ebenfalls zum Geschäftsmodell. Auch dort können die stationären Energiespeicher Verbrauchsspitzen, etwa an heißen Tagen, abpuffern.

Zudem eignen sich Mercedes-Benz Energiespeicher auch für die private Nutzung. So lässt sich in Haushalten, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, der überschüssige Solarstrom nahezu verlustfrei zwischenspeichern. Erste Anlagen laufen bereits erfolgreich im Testbetrieb.

Die EnBW bietet interessierten Privatkunden auf Wunsch Komplettlösungen zur dezentralen Energieversorgung an.

High-Tech Batteriemodule Made in Germany

Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz im Automobil, erfüllen die Mercedes-Benz Energiespeicher höchste Sicherheits- und  Qualitätsanforderungen. Die Batteriemodule mit einem Energieinhalt von jeweils 2,5 kWh (privat) bzw. 5,9 kWh (industriell) werden bei der Deutschen ACCUmotive im sächsischen Kamenz mit modernsten Fertigungsmethoden produziert. Für den Einsatz im privaten Bereich lassen sich bis zu acht Batteriemodule zu einem Energiespeicher mit 20 kWh kombinieren. Für die gewerbliche und industrielle Nutzung sind die Systeme beliebig skalierbar.

Die Mercedes-Benz Energiespeicher sind ab Juni bestellbar und werden ab Herbst dieses Jahres ausgeliefert.

Über die Deutsche ACCUmotive

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Die Unternehmenszentrale der Deutschen ACCUmotive hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo auch die Forschung und Entwicklung angesiedelt ist. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt über 250 Mitarbeiter – davon rund 170 in Kamenz und zirka 80 in Nabern. In Kamenz wird die Produktion derzeit ausgebaut und die Zahl der Mitarbeiter bis 2016 nahezu verdoppelt. Die Daimler AG investiert in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die Deutsche ACCUmotive. Mit der Fertigstellung einer dritten Produktionshalle in diesem Jahr verfügt das Unternehmen in Kamenz über fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen - das bedeutet eine Vervierfachung der Flächen seit dem Produktionsstart im Jahr 2011. Bis heute hat die Deutsche ACCUmotive mehr als 60.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert. Das Unternehmen rechnet mit steigenden Produktionszahlen von Batteriesystemen für automobile Anwendungen sowie im neuen Geschäftsfeld der stationären Batteriespeicher.

Über Business Innovation

Daimler Business Innovation befasst sich als zukunftsweisende Ideenwerkstatt mit aktuellen Trends, beobachtet soziale, kulturelle und technologische Entwicklungen und bereichert mit kreativen Lösungen und Geschäftsideen das Kerngeschäft der Automobilherstellung. So haben sich aus zahlreichen Pilotvorhaben in den vergangenen Jahren neue Unternehmens­­bereiche erfolgreich etabliert, wie zum Beispiel die
Mercedes-Benz Driving Academy. Die Teams von Business Innovation sind auf der ganzen Welt ansässig. Neben dem Headquarter in Stuttgart befinden sie sich in Istanbul, São Paulo, Buenos Aires, in Beijing und im kalifornischen Sunnyvale.

14.04.2015: Deutsche ACCUmotive stellt 140 Mitarbeiter ein
  • Batteriehersteller der Daimler AG weiter auf Wachstumskurs
  • Frank Blome, Geschäftsführer Deutsche ACCUmotive: „Wir werden im Rahmen unserer Wachstumsstrategie den bereits im vergangenen Jahr begonnenen Personalaufbau fortsetzen und die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen ACCUmotive bis 2016 nahezu verdoppeln.“
  • Steigende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für automobile und industrielle Anwendungen


Kamenz – Die Deutsche ACCUmotive baut an ihrem Produktionsstandort im sächsischen Kamenz die Fertigungskapazitäten aus und stellt 140 Mitarbeiter ein. „Wir werden im Rahmen unserer Wachstumsstrategie den bereits im vergangenen Jahr begonnenen Personalaufbau fortsetzen und die Zahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen ACCUmotive bis 2016 nahezu verdoppeln“, so Frank Blome, Geschäfts-führer Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG. Die hundertprozentige Tochter der Daimler AG rechnet mit steigenden Produktionszahlen von Batteriesystemen auf Lithium-Ionen-Basis für automobile Anwendungen sowie im neuen Geschäftsfeld der stationären Batteriespeicher. Die Daimler AG investiert in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die Deutsche ACCUmotive. Mit der Fertigstellung einer dritten Produktionshalle in diesem Jahr verfügt das Unternehmen in Kamenz über fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen - das bedeutet eine Vervierfachung der Flächen seit dem Produktionsstart im Jahr 2011.

Die meisten der neuen Mitarbeiter werden voraussichtlich vom benachbarten Schwesterunternehmen Li-Tec Battery (Li-Tec) zur Deutschen ACCUmotive wechseln. Das sieht ein kürzlich mit dem Betriebsrat der Li-Tec vereinbarter Sozialplan vor. „Wir können 140 Mitarbeitern der Li-Tec bei der Deutschen ACCUmotive eine Perspektive bieten. Das sichert dem Großteil der Li-Tec-Belegschaft eine Weiterbeschäftigung am Standort Kamenz“, so Blome, der zugleich Geschäftsführer des Zellenherstellers Li-Tec ist. Li-Tec ist ebenfalls eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen stellt Lithium-Ionen-Zellen her, die bisher in den Batterien der Deutschen ACCUmotive verwendet werden. Zum Jahresende 2015 lässt
Li-Tec die Zellenproduktion auslaufen. Obwohl die Lithium-Ionen-Zellen der Li-Tec, was die Leistungsfähigkeit und Qualität angeht, absolut wettbewerbsfähig sind, ist eine Zellenproduktion derzeit nicht wirtschaftlich darstellbar: Dazu sind die erreichbaren Volumina bei gleichzeitigen Überkapazitäten am Weltmarkt zu gering. Die Li-Tec GmbH wird als Forschungsgesellschaft mit 27 Mitarbeitern weitergeführt. „Als Betriebsrat haben wir keinen Einfluss auf die unternehmerische Entscheidung, die Produktion einzustellen. Wir konnten jedoch in harten, aber konstruktiven Verhandlungsrunden mit dem Unternehmen vereinbaren, dass deutlich mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als ursprünglich geplant zur Deutschen ACCUmotive wechseln können. Für die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter konnten wir sehr gute und faire Konditionen aushandeln. Dazu gehört unter anderem eine Transfergesellschaft, in der die frei werdenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für zwölf Monate aufgefangen werden“, so Heidi Schneider, Betriebsratsvorsitzende der
Li-Tec.

Zusätzliche Wachstumschancen jenseits der Automobilbranche bieten sich für die Deutsche ACCUmotive durch den Einstieg in das Geschäft mit stationären Anwendungen. Dabei bilden die Autobatterien die techno-logische Basis für die Entwicklung stationärer Batteriespeicher. Durch die Skalierbarkeit der Systeme können die Lithium-Ionen-Batterien sowohl in der Großindustrie zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen (Peakshaving) etwa bei Energieerzeugern als auch in Haushalten zum Beispiel in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen eingesetzt werden. Die Deutsche ACCUmotive kann schon heute von Skaleneffekten durch die Serienfertigung von Fahrzeugbatterien profitieren und mit hohen Sicherheitsstandards aus der Automobilindustrie punkten. So ist das Unternehmen nach ISO TS 16949 zertifiziert. „Wir haben bereits erste Kundenverträge geschlossen. Mit unseren Systemen können wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten und nachhaltig Beschäftigung sichern“, so Blome.

Über die Deutsche ACCUmotive

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Die Unternehmenszentrale der Deutschen ACCUmotive hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo auch die Forschung und Entwicklung angesiedelt ist. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt über 250 Mitarbeiter – davon rund 170 in Kamenz und zirka 80 in Nabern. Bis heute hat die Deutsche ACCUmotive mehr als 50.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert.

Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, Kamenz: Montage von Kühlschläuchen an Batteriemodulen. © Daimler AG
Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG, Kamenz: Montage von Kühlschläuchen an Batteriemodulen. © Daimler AG
01.12.2014: Daimler baut Fertigungskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien aus
  • Investition von rund 100 Millionen Euro in Deutsche ACCUmotive
  • Frank Blome, Geschäftsführer Deutsche ACCUmotive: „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einer hohen und stetig steigenden Nachfrage nach Batterien der Deutschen ACCUmotive.“
  • Einstieg in neues Geschäftsfeld „Stationäre Batteriespeicher“

 

 Kamenz – Die Daimler AG baut die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien aus und investiert in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die Tochter Deutsche ACCUmotive. Am Produktionsstandort im sächsischen Kamenz wird derzeit eine neue Fertigungshalle gebaut, die Mitte 2015 fertiggestellt sein soll. „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einer hohen und stetig steigenden Nachfrage nach Batterien der Deutschen ACCUmotive“, sagte Frank Blome, Geschäftsführer Deutsche ACCUmotive, am Montag während des Richtfests für die neue Produktionshalle, an dem neben dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zahlreiche weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft teilnahmen. Mit der Fertigstellung der dritten Baustufe wird die Deutsche ACCUmotive in Kamenz über fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen verfügen - das bedeutet eine Vervierfachung der Flächen seit dem Produktionsstart im Jahr 2011.

„Die Produktion von Batteriesystemen durch die Deutsche ACCUmotive GmbH in Kamenz trägt wesentlich dazu bei, die Kompetenzen des Autolandes Sachsen im Bereich der Elektromobilität und der Batterietechnologie auszubauen. Darum freut es mich, dass in Unternehmen wie die Deutsche ACCUmotive GmbH hier in Kamenz ein dreistelliger Millionenbetrag investiert wird“, sagte Tillich. „Der Ausbau des Unternehmens beweist einmal mehr, Sachsen hat als Innovationsstandort viel zu bieten. Mit einer exzellenten industrienahen Forschung an den Technischen Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen sowie mit sehr gut ausgebildeten Fachkräften. Das sind beste Voraussetzungen für Investitionen, hier in Kamenz und im ganzen Freistaat“, so der Ministerpräsident.

Die Deutsche ACCUmotive wurde 2009 gegründet, um Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Fahrzeuge zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Deutsche ACCUmotive sind in Nabern im Großraum Stuttgart, die Fertigung im sächsischen Kamenz. Die Serienfertigung startete im Jahr 2011. Die Daimler-Tochter liefert Lithium-Ionen-Batterien für den aktuellen smart fortwo electric drive sowie die Hybridvarianten der S-, E- und C-Klasse von Mercedes-Benz. Bis heute wurden mehr als 50.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert.

„Die Deutsche ACCUmotive wird die Lithium-Ionen-Batterien für die kommenden Elektroversionen des smart fortwo und forfour ab 2016 sowie für künftige Hybrid-Modelle von Mercedes-Benz fertigen“, kündigte Blome an. „Die Entwicklung und Fertigung unserer Lithium-Ionen-Batterien ist in jeder Hinsicht wettbewerbsfähig. Wir schreiben bei der Deutschen ACCUmotive schwarze Zahlen.“ Deshalb werde Kamenz zusammen mit dem Entwicklungsstandort Nabern als High-Tech-Standort im Daimler-Konzern weiter eine wesentliche Rolle bei Hochleistungsbatterien für alternative Antriebe spielen - von Hybrid-Modellen bis zum reinen Elektrofahrzeug.

Zusätzliche Wachstumschancen jenseits der Automobilbranche bieten sich für die Deutsche ACCUmotive durch den Einstieg in das Geschäft mit stationären Anwendungen. Dabei bilden die Autobatterien die technologische Basis für die Entwicklung stationärer Batteriespeicher. Durch die Skalierbarkeit der Systeme können die Lithium-Ionen-Batterien sowohl in der Großindustrie zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen (Peakshaving) etwa bei Energieerzeugern als auch in Haushalten zum Beispiel in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen eingesetzt werden. Die Deutsche ACCUmotive kann schon heute von Skaleneffekten durch die Serienfertigung von Fahrzeugbatterien profitieren und mit hohen Sicherheitsstandards aus der Automobilindustrie punkten. So ist das Unternehmen nach ISO TS 16949 zertifiziert. „Wir haben bereits erste Kundenverträge geschlossen. Mit unseren Systemen können wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten“, so Blome.

Über die Deutsche ACCUmotive

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie. Die Unternehmenszentrale der Deutschen ACCUmotive hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo auch die Forschung und Entwicklung angesiedelt ist. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt über 250 Mitarbeiter – davon rund 180 in Kamenz und zirka 80 in Nabern. Bis heute hat die Deutsche ACCUmotive mehr als 50.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert.

Derzeit besteht das Produktportfolio der Deutschen ACCUmotive aus drei Lithium-Ionen-Batteriesystemen für verschiedene Modelle. Dazu gehören der aktuelle smart fortwo electric drive sowie die Mercedes-Benz Modelle S 300 BlueTEC HYBRID, S 400 HYBRID, E 300 BlueTEC HYBRID, E 400 HYBRID sowie der C 300 BlueTEC HYBRID. Die konsequente Hybridisierung ist fester Bestandteil der Daimler-Antriebsstrategie. In diesem Jahr hat Mercedes-Benz bisher mehr Hybrid-betriebene Automobile verkauft als alle anderen deutschen Hersteller zusammen.

01.04.2014: Daimler und Evonik ordnen Lithium-Ionen-Aktivitäten neu
  • Daimler übernimmt von Evonik 50,1-prozentigen Anteil an
    Li-Tec und 10-prozentigen Anteil an der Deutsche ACCUmotive
  • Daimler damit Alleineigentümer beider Unternehmen

 

Stuttgart / Essen - Die Daimler AG und die Evonik Industries AG ordnen ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität in Kamenz und Kirchheim/Teck neu und tragen damit gemeinsam den veränderten Marktbedingungen Rechnung. Daimler übernimmt die bisher von Evonik gehaltenen Anteile an der Li-Tec Battery GmbH (50,1 Prozent) und Deutsche ACCUmotive GmbH & Co. KG (10 Prozent). Daimler wird damit Alleineigentümer der beiden Unternehmen. Über die Einzelheiten der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.

In den vergangenen Jahren haben Daimler und Evonik gemeinsam die industrielle Serienproduktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen für Elektrofahrzeuge in Kamenz aufgebaut. Im Zuge der konsequenten Ausrichtung auf die Spezialchemie hatte Evonik neue Perspektiven für sein Lithium-Ionen-Geschäft gesucht.

„Die Lösung wahrt für den Industriestandort Deutschland wichtige Chancen in einem anspruchsvollen internationalen Wettbewerbs­umfeld bei der Verwirklichung der Elektromobilität als Antrieb der Zukunft. Evonik und Daimler haben damit gemeinsam einen guten Weg gefunden“, sagte Thomas Hermann, Leiter Konzernentwicklung von Evonik Industries.

Harald Kröger, Leiter Entwicklung Mercedes-Benz Cars Elektrik/ Elektronik, erklärte: „Wir verfügen nun entlang der Wertschöpfungs­kette für Antriebsbatterien mit Lithium-Ionen-Technologie über die zwei wichtigsten Bausteine: die Herstellung von Batteriezellen und die daran anschließende Entwicklung und Produktion von hochkomplexen Antriebsbatterien als Verbund von Zellen und Batterieelektronik. Wir sichern uns so nicht nur die Kompetenz in Sachen Elektromobilität, sondern auch die Standorte Kamenz und Kirchheim/Teck.“

Die Li-Tec Battery GmbH entwickelt, produziert und vertreibt in Kamenz bei Dresden mit rund 380 Mitarbeitern großformatige Lithium-Ionen-Batteriezellen. Sie werden im aktuellen Modell des smart fortwo electric drive verbaut. Die Elektro-Variante des zweisitzigen Stadtflitzers war 2013 mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent der Marktführer unter allen neu zugelassenen Elektro-Pkw in Deutschland.

Die Deutsche ACCUmotive war im April 2009 als Gemeinschafts­unternehmen zur Sicherung der Vorreiterrolle der Daimler AG auf dem Gebiet der Elektromobilität gegründet worden. Durch den Start des Unternehmens wurde Daimler einer der wenigen Automobil­hersteller, der Batterien für automobile Anwendungen entwickelt und seit 2012 in Deutschland auch produziert. Die Deutsche ACCUmotive hat zum Jahresende 2013 insgesamt rund 230 Mitarbeiter. Der Gesellschaftssitz sowie der Forschungs- und Entwicklungsstandort befindet sich unweit von Stuttgart in Kirchheim unter Teck/Nabern. Produktionsstandort der Deutschen ACCUmotive ist seit 2010 Kamenz, wo im Juli 2013 eine zweite Produktionshalle in Betrieb genommen wurde.