Hutberg Kamenz

Die botanische Erschließung des Hutberges erfolgte durch Wilhelm Weiße, Handelsgärtner, und Ernst Hilscher Stadtgartenmeister. Nachdem im Jahr 1864 der Lessingturm und im Jahr 1895 das Hutberghotel gebaut worden sind, wurden hier auf dem einst kahlen Hutberg Nadel- und Laubholzbestände, Gruppen von Rhododendren, Azaleen und andere Ziergehölze gepflanzt. 1925 wurden weitere Flächen dazugekauft und es konnten weitere Anpflanzungen erfolgen. Ab dem Jahr 2007 wurden Quartiere auf dem Hutberg umgestaltet, da durch das ungehinderte Wachstum der Bäume die einst vorhandene Rundumsicht stark eingeschränkt wurde und aus dem einstigen Park ein Wald zu entstehen drohte. Bis zum Jahr 2012 wurden sechs solcher Maßnahmen durchgeführt. Im Jahr 2010 wurde der Lessingturm im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme um 6 Meter erhöht, um wieder den herrlichen Blick auf die Oberlausitz zu haben.

Der Stadtwald von Kamenz

Die Stadt Kamenz  ist seit  dem Jahre 1451 (562 Jahre)  Eigentümerin von Waldflächen.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfasste das alte Kamenzer Stammrevier zusammen mit den Forstorten Zschornauer Forst, Wahlberg, Katzenbusch, Kuhbart und Ohle ca. 200 ha Fläche, die unter sächsischer Verwaltung standen. Im Jahre 1863 wurde der unter preußischer Verwaltung stehende Waldteil Wersk (127 ha) in den Gemeinden Wiednitz und Bernsdorf angekauft.

Bis zum Jahre 1932 vergrößerte sich der Stadtwald um weitere 609 Hektar. So wurde der Spittelforst vom Kloster St. Marienstern, der Straßgräbchener Rittergutswald und der Reichenauer Forst mit 327 ha erworben. Mithin  umfasste  der Kamenzer Stadtwald  im Jahr 1932 eine Flächengröße von 1263 ha.

Durch Waldumwandlungen, Abgänge (durch Bodenreform) umfasst der städtische Waldbesitz derzeit 924 ha. Mithin ist die Stadt Kamenz einer der größten kommunalen Waldbesitzer im Freistaat Sachsen.

Der Stadtwald Kamenz ist in zwei Reviere - Revier Kamenz und Revier Bernsdorf –  gegliedert.

Die forsttechnische Betriebsleitung und der forstliche Revierdienst  erfolgt auf der Grundlage von § 37 Abs. 1 SächsWaldG  durch den Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Oberlausitz.

In der Stadtverwaltung Kamenz wird der Forstbetrieb durch das Sachgebiet Liegenschaften betreut.

Die Wirtschaftsziele für den Körperschaftswald leiten sich aus dem Waldgesetz (§§ 1, 24, 46 SächsWaldG) für den Freistaat Sachsen ab. Als oberste Maxime steht die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes mit dem Ziel der Schaffung ökologisch stabiler und ökonomisch leistungsfähiger Wälder in ihrer Einheit von Nutz, Schutz- und Erholungsfunktion.

Die Wirtschaftsziele für den Körperschaftswald leiten sich aus dem Waldgesetz (§§ 1, 24, 46 SächsWaldG) für den Freistaat Sachsen ab. Als oberste Maxime steht die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes mit dem Ziel der Schaffung ökologisch stabiler und ökonomisch leistungsfähiger Wälder in ihrer Einheit von Nutz, Schutz- und Erholungsfunktion.

Tiergehege Feigstraße und Tuchmacherteich in Kamenz

Die Stadt Kamenz unterhält 2 Tiergehege, den Ziegenpark an der Feigstraße und das Tiergehege am  Tuchmacherteich an der Bautzner Straße. Ziegenpark können Zwergziegen, Kamerunschafe, Jakobschafe, Burenziegen, Hühner, Fasane und Tauben beobachtet werden. Für unsere kleinen Besucher gibt es einen Spielplatz im vorderen Bereich der Anlage.

Das Gehege am Tuchmacherteich ist nicht nur ein Tiergehege mit Schafen, Gänsen, Schwänen, Schmuck-und Wildenten, sondern lädt auch zum Spazierengehen in einer kleinen Teichlandschaft ein. Auf der Fläche befinden sich 3 Teiche. Südlich wird das Erholungsgebiet  durch die Schwarze Elster begrenzt. Im Hauptteich, der für die Fischerei genutzt wird steht auf einer kleinen Insel das Schwanenhaus. Auf einem zweiten, kleineren Teich sind die Gänse Enten zu beobachten.

Volkspark Kamenz

Der Volkspark ist von seinem Ursprung her keine Parkanlage im herkömmlichen Sinne, sondern eine alte Baumschule der ehemaligen Kunst- und Handelsgärtnerei Wilhelm Weiße. Er liegt an der Peripherie des historischen Stadtzentrums von Kamenz.  Der Gärner Weiße war ein typischer Vertreter des Gärtnertums des 19. Jahrhunderts. Er war stets bemüht, durch gezielte Akklimatisation die Sortimente winterharter Gehölze zu erweitern, die heute noch im Volkspark anzufinden sind. Die Stadt Kamenz hat 1938 den weit  bekannten Baumschulbetrieb aus dem Nachlass der Weiße Witwe erworben, um ihn nach und nach in eine öffentliche städtische Grünanlage umzuwandeln.

Wilhelm-Weiße-Garten in Kamenz

Der Wilhelm-Weiße-Garten wurde im Jahr 1873 als Kunst-und Handelsgärtnerei  durch Wilhelm Weiße gegründet und befindet sich zwischen der Poststraße und der Bahnhofstraße gegenüber dem Volkspark.  Nachdem ein Großteil der Fläche der Parkanlage von der Stadt Kamenz erworben wurde, konnte von 1998 bis 1999 die grundhafte Rekonstruktion der Anlage erfolgen. Das historische Wegesystem wurde neu angelegt und notwendige Neupflanzungen von Sträuchern und Gehölzen erfolgten nach Fotos und Vorlagen von Wilhelm Weiße.  Entlang des Wegesystems entdeckt man  neben einem Brunnenhaus und einem Gartenpavillon zahlreiche Rhododendren, die auch in den anderen Parkanlagen der Stadt Kamenz  in vielfältigen Farben vorhanden sind.

Schillerpromenade in Kamenz

Die Schillerparkanlage liegt auf der Westseite der Kamenzer Altstadt auf dem Gelände der ehemaligen Stadtbefestigungsanlagen. Die Anlage zwischen der Schillerpromenade und dem ehemaligen Krankenhaus erhielt im Jahre 1905 zum 100. Todestag von Friedrich Schiller ihren Namen.  Ab 1913 erfolgt eine Umgestaltung er Parkanlage durch Ernst Hilscher, der auch an der Gestaltung des Rhododendrenparkes Hutberg beteiligt war. Geprägt wird diese Anlage durch eine Lindenallee entlang der Schillerpromenade, großen Einzelgehölzen und Heckenstrukturen.

Bönischhain in Kamenz

Der Bönischhain oder auch die Stiftparkanlage liegt am östlichsten Abhang des Hutberges in Kamenz West zwischen dem Gartenweg und der Straße „Am Damm“.  Er war ehemals über einen Mittelweg durch das Krankenhausgelände erreichbar, welcher heute nicht mehr vorhanden ist. Im Bönischhain befindet  sich ein Mausoleum mit der Grabstätte des Kamenzer Stadtarztes  Dr. Johann Gottfried Bönisch.  Der Arzt Bönisch war ständig mit Krankheit und Elend konfrontiert und versuchte über Spenden und Verfassen von Schriften Geld für den Bau eines Armenkrankenhauses aufzubringen. Durch seine Hartnäckigkeit konnte er diese Vorhaben umsetzen und es entstand in einer relativ frühen Phase in Kamenz ein öffentliches Armenkrankenhaus.