Botanische Kostbarkeiten finden

"Öffne Auge und Herz und vernimm dankbar des Schöpfers gewaltige Sprache, die in Natur und Pflanzenleben zu dir redet."
Sein Lebensmotto wollte der Kamenzer Gärtnermeister und königlich-sächsische Hoflieferant Wilhelm Weiße seinen Mitmenschen nahebringen. Auf dem Hutberg legte er dazu einen einmaligen Park aus heimischen und exotischen Pflanzen an, so auch den ersten "Blauen Wald" Deutschlands. Besonders im Wonnemonat Mai faszinieren tausende blühende Rhododendren und Azaleen Augen und Herzen der Besucher. Die weitläufige Grünanlage verspricht entspannende Spaziergänge und vom Lessing-Turm genießen Sie einen fantastischen Blick auf die Dächer von Kamenz.
Auch der Innenstadt drückte Weiße seinen grünen Daumen auf. Der zunächst zu Züchtungszwecken kultivierte Wilhelm-Weiße-Garten sowie der Volkspark stehen Besuchern heute jederzeit offen. In seine großen Fußstapfen folgte Ernst Hilscher, dem wir die Vollendung des wertvollen Vermächtnisses verdanken.
 
Informationen zu unseren "Botanischen Kostbarkeiten" finden Sie übrigens in der gleichnamigen Broschüre.
 

Hutberg

Wissenswertes

Allgemeine Informationen

  • Höhe: 294 m ü.NN
  • Gesteinsart: Grauwacke
  • Größe der Parkanlage: ca. 18,8 ha
  • Temperatur im Jahresmittel: 7,5 - 8,6 ° C
  • Niederschlag pro Jahr: 760 - 800 mm

Förderverein Hutberg Kamenz e. V.

Bei der Erhaltung und Pflege der Grünanlegen wie auch der Denkmäler hat sich der Förderverein Hutberg Kamenz e.V. in den letzten Jahren bereits sehr verdient gemacht.

Geschichte

Die Anfänge der Parkanlage des Hutberges liegen ungefähr in der Zeit um 1890, wobei die Ursprünge des Namens "Hutberg" bis in das Mittelalter zurückgehen und im Zusammenhang  mit der Hohen Straße (Via Regia) stehen.
Der Lessingturm wurde 1864 errichtet und 1895 folgte das Hutberghotel mit Gaststätte, Saal, Fremdenzimmern und Veranda.
Wilhelm Weiße (1846 - 1916), königlicher Hof-lieferant, Kamenzer Stadtgärtner und Ehrenbürger wirkte bei der Entstehung und Gestaltung der einmaligen Grünanlagen auf dem Hutberg ab ca. 1893 wesentlich mit. Ein Teil seiner privaten Gärtnerei befand sich linksseits der Hutbergstraße unterhalb der heutigen Freilichtbühne. Diese Fläche diente ihm vor allem als forstbotanische Versuchsstation und hier pflanzte er mit Blaufichten den ersten "blauen Wald" in Deutschland an. Schrittweise wurden durch die Stadt Kamenz Flächen von privaten Eigentümern angekauft und die Grünanlagen unterhalb des Hotels unter der Leitung des Stadtgartenmeisters Ernst Hilscher (1878 - 1949) erweitert.
Neben der Vielfalt an Pflanzen sind aber auch interessante historische Gedenksteine auf dem Hutberg vorzufinden. Im Laufe der Zeit wurden insgesamt 15 Gedenksteine und Denkmale in dem Areal aufgestellt. 

Besonderheiten

Mit seinen einzigartigen Grünanlagen zieht der Hutberg immer wieder die Kamenzer und ihre Gäste in seinen Bann. Besonders die Rhododendron- und Azaleenblüte lockt alljährlich um die Pfingstzeit viele Naturfreunde an. Auch zu jeder Jahreszeit ist ein Spaziergang über den Hutberg ein nachhaltiges Erlebnis. Denn der dendrologisch interessierte Besucher kann auf dem Berg mehr als 130 Gehölzarten entdecken.
Außerdem wird der Hutberg von einem umfangreichen Wegenetz erschlossen, das z.T. rollstuhlgerecht ausgebaut wurde. Von einzelnen Aussichtspunkten bieten sich Sichtbeziehungen bis weit in das Umland und wer sich nicht scheut die Stufen des Lessingturmes zu erklimmen, der wird mit einem phantastischen Blick von oben auf die Lessingstadt belohnt.
 
Hutberggastätte
Auf dem Gipfel des Hutbergs erwartet den Besucher eine gepflegte Ausflugsgastronomie. Neben dem Gaststättenbetrieb können auch Familienfeiern und andere Veranstaltungen organisiert werden. Ein Biergarten ergänzt das Angebot.
Kontakt: Inh. Frank Fuhrmeister
Am Hutberg 25, 01917 Kamenz
Tel.: 03578 3737733
E-Mail: info@hutberggaststaette-kamenz.de

Bönischpark

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Unser Weg führt nun vom Hutberg hinab in Richtung Stadt. Hier begegnet uns ein Park, dessen Geschichte als "Stiftsgärtlein" begann: Dr. Johann Gottfried Bönisch (1777 bis 1831) veröffentlichte im Jahre 1823 Aufrufe, um  Unterstützung für den Bau eines Krankenhauses zu erhalten. Noch im gleichen Jahr konnte er ein Gartengrundstück für 2.000 Taler erwerben und 1824 dort den Grundstein legen. Der fertige Bau wurde am 3. Januar 1826 eingeweiht und war nach Dresden, Leipzig und Zwickau das vierte Stadtkrankenhaus in Sachsen.
Allerdings war lediglich ein "Mittelbau" errichtet. Die beiden Seitenflügel folgten 1828, so dass zum 100. Geburtstag von Gotthold Ephraim Lessing im Jahre 1829 das Krankenhaus in angemessener Größe fertig gestellt war.
Hinter dem Stift befand sich immer schon ein hauseigener Garten mit Birkenwäldchen und Ruheplatz für die Kranken, in dem auch Obst und Gemüse angebaut wurden. 1831 fand Bönisch in diesem seine letzte Ruhestätte und  über seiner Grabstätte wurde ein Mausoleum im Stil eines griechischen Antentempels errichtet, das heute noch zu betrachten ist.
Das städtische Krankenhaus erhiehlt Anbauten und Modernisierungen. Seit der Verlagerung des medizinischen Betriebes im Jahr 2000 steht es leer. Barmherzigkeitsstift und Bönischpark warten seitdem geduldig auf Ideen und Pflege.
 

Schillerpromenade

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Lassen Sie uns weiter zum Kamenzer Stadtkern wandern. Nur wenige Schritte, und wir befinden uns längsseitig der Bahnverbindung Dresden–Kamenz in der Schillerpromenade.
Früher befanden sich da, wo wir heute munter ausschreiten oder uns schon mal am Springbrunnen entspannen, drei Teiche. Sie hießen Dammteiche und waren im Winter ein beliebter Tummelplatz für Schlittschuhläufer.
Nach abgeschlossener Aufschüttung der Teiche wurden im Jahre 1904 Wege angelegt und Anpflanzungen vorgenommen. Und am 9. Mai 1905 beschloss der Stadtrat von Kamenz zum ehrenden Gedenken an den 100-jährigen Todestag Friedrich Schillers (1759 bis 1805) die Umbenennung des Areals von "Dammpromenade" in "Schillerpromenade".
Eine schöne Geste war die Stiftung des "Wasserbassins nebst Fontaine" durch den Kamenzer Stadtrat Oskar Müller im Jahr 1904. Sie bildet das erfrischende Zentrum des kleinen Parkes und ist bis heute – besonders an warmen Sommertagen – ein beliebter Treffpunkt, um sich im umgebenden Grün geborgen zu fühlen.
 

Lessing-Gedenkstätte

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Wir folgen dem Gartenkulturpfad weiter. Der prächtige Turm der Hauptkirche Sankt-Marien kann uns dabei gut als ›Wegweiser‹ dienen. Denn direkt vor diesem markanten Bauwerk erwartet uns eine kleine aber feine Grünanlage, die mit einem großen Sohn der Stadt zu tun hat: die Lessing-Gedenkstätte.
Es ist wieder an der Zeit, ein bisschen historisch‹ zu werden: In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaute die Stadt Kamenz an dieser Stelle ein Schulhaus. Nachdem das Franziskanerkloster aufgelöst wurde und in das neben der Klosterkirche befindliche Konventgebäude um 1570 die Ratslateinschule einzog, stand das Gebäude zwischen Anger und ehemaliger Pfarrgasse verwaist. Um 1580 fand die Umnutzung dieses Hauses zur Wohnung für die Kamenzer Geistlichkeit statt – zum Archidiakonat. Seit dem Antritt seines Amtes als Prediger und Katechet in Kamenz im Jahre 1718 wohnte bis zu seiner 1733 erfolgten Ernennung zum Pastor Primarius an dieser Stelle Johann Gottfried Lessing. Er heiratete 1725 Justina Salome Feller, die hier 1729 Gotthold Ephraim Lessing zur Welt brachte, und wo er bis zum fünften Lebensjahr lebte.
Lessings Geburtshaus brannte beim Stadtbrand von 1842 nieder. Seit 1863 befindet sich an dieser Stelle die Lessing-Gedenkstätte. Sie wurde im Jahr 2000 neu gestaltet; unmittelbar dahinter (Am Anger 2) kann ein Ausstellungsraum zu Lessing besucht werden.
 

Herrental

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Dieses Areal gilt als ursprünglicher Besiedlungsort der Stadt Kamenz. Im Grund des Herrentals, am "Langen Wasser", arbeiteten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Wassermühlen. Später erfolgte hier Tuchfabrikation. Doch auch dies ist inzwischen im wahrsten Sinn des Wortes "Geschichte".
Das Herrental ist nun in einer Phase der Renaturierung. Industriebrachen wurden beseitigt. Landschaftliche Gestaltung gewinnt wieder mehr an Bedeutung. In den nächsten Jahren wird sich das Herrental immer mehr begrünen. Wege, Brücken, spannende Ausblicke und Kunst in der Landschaft – das Tal wird immer eine Entdeckungstour wert sein.
 

Lessingplatz

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Nachdem wir, aus dem Herrental kommend, munter wieder in Richtung Stadt ausgeschritten sind, gelangen wir zum Lessingplatz. Durch seine zentrale Lage gehört er zweifellos zum "grünen Herzen" von Kamenz. Ein Teil des Areals ist Spielplatz. Wundern Sie sich also nicht über turbulente junge Gäste, die sich ausgelassen tummeln.
Seine Pflanzungen stehen übrigens unter Denkmalschutz. Das heißt, die Wege und das ursprüngliche Gestaltungskonzept müssen erhalten bleiben.
Kaum zu glauben: noch vor rund 100 Jahren hieß der Lessingplatz Albertplatz. Hier war schon damals jede Menge los. So gab es regelmäßig Jahrmärkte und Zirkusveranstaltungen, ja sogar Stutenmusterungen und Fohlenschauen. 1921 beschloss der Kamenzer Stadtrat, eine Umgestaltung des damaligen Albertplatzes zu genehmigen, mit Planungen zu beginnen und die Ausführung anzugehen. In dieser Zeit konnte durch  eine Art "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme" und Zuschüssen aus Mitteln der "produktiven Erwerbslosenfürsorge" mit der Umgestaltung begonnen werden.
 

Volkspark

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Der Volkspark liegt im Randbereich des historischen Stadtzentrums und wird als Grün- und Erholungsraum von den Einwohnern und Gästen gern besucht. Er geht harmonisch in die Außenanlagen des Lessing-Museums mit den Sandsteinplastiken und der Bepflanzung über. 
Die Parkanlage umfasst 1, 6 ha und ist aus einer Erweiterung der ehemaligen Kunst- und Handelsgärtnerei von Wilhelm Weiße (1846 - 1916), die sich auf der gegenüberliegenden Seite der jetzigen Poststraße befand, hervorgegangen. Die Anlage ist demzufolge vom Ursprung her nicht als Grünanlage sondern als Baumschule mit Sichtungsgarten angelegt worden. Das rasterförmige Wegenetz und die rechteckige Quartiergestaltung erinnern noch heute an die ehemaligen Anzuchtbeete, in denen die Gehölze in Reihen gepflanzt, geschult und speziell die ausländischen Gehölze in ihrem Entwicklungsverhalten beobachtet wurden.
Nach dem Tod Wilhelm Weißes wurde die Gärtnerei noch viele Jahre von seiner Witwe weitergeführt. 1938 ging die Anlage dann in das Eigentum der Stadt Kamenz über und konnte 1954 für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Eine umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahme wurde von 1987 bis 1988 durchgeführt. Weitere Pflege- und Umgestaltungsmaßnahmen sind im Herbst 2007 vorgesehen. Als dendrologische Besonderheiten sind zwei Schlangenfichten, deren Äste mit ihrem bizarren Wuchs an Schlangen erinnern, zwei alte Nusseiben und ein Trompetenbaum hervorzuheben.
 

Wilhelm-Weiße-Garten

Wissenswertes

Geschichte

Die Parkanlage wurde im Jahr 1873 als Kunst- und Handelsgärtnerei durch Wilhelm Weiße gegründet. Durch das Wirken Wilhelm Weißes wurde Kamenz zu einer Stadt der Parks und Grünanlagen, wobei der Wilhelm-Weiße-Garten als der Ursprungsort von vielen in den öffentlichen Grünanlagen gepflanzten Gehölzen gilt.
Der Stadtgartenmeister Ernst Hilscher (1878-1949) führte die Gestaltung und Entwicklung der Kamenzer Grünanlagen weiter. Nachdem sich die Gärtnerei lange in privatem Eigentum befunden hatte, gingen Teile davon schrittweise in das Eigentum der Stadt Kamenz ein.
Kurz nachdem die Stadt Kamenz den Großteil der Fläche erworben hatte, wurde von 1998 bis 1999 eine grundhafte Rekonstruktion der Anlage vorgenommen. Begonnen wurde mit umfangreichen Fäll- und Rodungsarbeiten sowie Maßnahmen zur Gehölzpflege. Im Anschluss daran wurde das historische Wegesystem wiederhergestellt. Die Neupflanzungen wurden entsprechend dem durch Fotos und Relikten überlieferten Pflanzenbestand im Sinne Wilhelm Weißes ausgeführt. Die Sanierung des Brunnenhauses und des Gartenpavillons "Kleine Neugierde" sowie das Aufstellen von Bänken bildeten den Abschluss der Rekonstruktionsmaßnahmen.
Heute ist der 0,39 ha große Garten seiner Bedeutung entsprechend unter Denkmalschutz gestellt worden und bietet in der Kamenzer Innenstadt dem Besucher eine Oase der Ruhe und des Naturgenusses mit romantischen Blickbeziehungen und seltenen Gehölzen.
 

Leben und Wirken des Wilhelm Weiße

Wilhelm Weiße wurde am 25. August 1846 in Kamenz geboren. Nach dem Besuch der Bürgerschule in seiner Vaterstadt erlernte er aus Interesse  an der Natur die "Gartenkunst". Mit der Gründung der Gärtnerei an der heutigen Poststraße 17 errichtete er unweit seines Wohnhauses seine Gewächshäuser. Auf einem historischen Briefkopf ist die ursprüngliche Anlage erkennbar.
Weiße war ein einfacher, schlichter Mensch und ein großer Naturfreund. Im Wilhelm-Weiße-Garten befindet sich noch heute ein von ihm aufgestellter Stein mit folgendem Wortlaut: "Öffne Augen und Herz und vernimm dankbar die gewaltige Sprache, die Natur und Pflanzenleben zu Dir redet." In diesem Sinne hat er gelebt und gearbeitet.
Weiße wird als Künstler des Gartenbaus und als einer der bedeutendsten Koniferenzüchter Deutschlands bezeichnet. Besonders durch Klimaforschung, Züchtung- und Veredlungserfolge erwarb er sich einen wissenschaftlichen Ruf über die Grenzen Sachsens hinaus. Die Pflanzen  und Gehölze aus seiner Gärtnerei fanden Abnehmer in allen Teilen Deutschlands und waren für ihre Qualität bekannt.
Weiße hatte enge Kontakte mit vielen Pflanzenfreunden auch im Ausland, so dass er aus vielen Ländern keimfähige Samen geschickt bekam. Bei der Aussaat und Zucht hatte er eine glückliche Hand. Auf diese Art gelangten viele verschiedene Gehölze nach Kamenz, insbesondere Koniferen.
So ließ er sich z.B. aus Nordamerika Samen der bläulichen Picea pungens (Blaufichte) schicken. Durch intensive Zuchtarbeit in seiner Baumschule erzielte er bei diesen Pflanzen eine ausgesucht schöne Blaufärbung. Seine Baumschule an der Poststraße war ihm dabei Ausleseort, Musterschau und diente der Beobachtung des Entwicklungsverhaltens der Pflanzen. Später erweiterte er seine Baumschule und der heutige Volkspark und Teile des Hutberges kamen hinzu. Auf dem Hutberg errichtete er eine "Versuchsstation für Forstbotanik", die als der erste "blaue Wald" in Deutschland gilt.
Neben seinen Verdiensten auf dem Gebiet der praktischen Pflanzenzüchtung erwarb er sich auch Anerkennung auf wissenschaftlichem Gebiet. So soll durch ihn die Koniferenbenennung eingeführt worden sein, die 1890 in Berlin einheitlich beschlossen wurde: Abies für die Tanne, Picea für die Fichte und Pinus für die Kiefer.
Für seine Leistungen wurde Wilhelm Weiße mehrfach auch international ausgezeichnet, er wurde zum "Königlichen Hoflieferanten" ernannt und 1903 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Kamenz verliehen. Er starb am 09.Juli 1916 in Kamenz.
 

Robert-Koch-Platz

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Unsere vorletzte Station auf dem Gartenkulturpfad ist die im Jahr 1902 geschaffene historische Anlage des Robert-Koch- Platzes am Bahnhof. Sie bildet ein "grünes Eingangstor" zur Stadt.
Dendrologisch äußerst wertvolle Laubbäume prägen den Park, an dessen Gestaltung und Bepflanzung Wilhelm Weiße maßgeblich mitgewirkt hat.
Im Jahr 1906 wurde in einer Kamenzer Zeitung von drei wunderschönen Trompetenbäumen (Catalpa bignonioides), die als die Lieblingsbäume von König Friedrich August II (1797 bis 1854) galten.
Auch heute noch ist die Liste der botanischen Kostbarkeiten lang. So gibt es hier vier verschiedene Linden, drei verschiedene Ahorne und zwei Eichenarten. Entdeckungsfreudige Naturkundler werden die einzelnen Arten finden und zuordnen können. Gemütliche Genießer freuen sich über die bunte Vielfalt der Natur, die sich auf diesem relativ kleinen Platz so prächtig präsentiert.
 

Garten des Museums der Westlausitz

Wissenswertes

Geschichte und Besonderheiten

Wir sind nun am Schlusspunkt des Gartenkulturpfades angekommen.
Das Museum der Westlausitz/Elementarium ist ein Landschaftsmuseum, dessen sehr sehenswerte Ausstellung sich auf moderne und vielfältige Weise mit der Historie der Westlausitz beschäftigt.
Der ursprüngliche Garten des Hauses beherbergte vorrangig Gehölze aus dem asiatischen und nordamerikanischen Raum, die als Vergleichsmaterial zu paläobotanischen Funden in der Westlausitz dienten. Er war damit lebendige Ergänzung zu den Museumsaustellungen. Auslichtungsarbeiten und Ergänzung der Pflanzungen mit heimischen, zum Teil bedrohten Arten erfolgten 1993. Im Jahr 2002 entstand dann in Anlehnung an regionale Landschaften die Teichanlage mit Sumpfmoor- und Heidebereich. Ein Bauerngarten zwischen Hauptgebäude und Gartenhaus komplettiert inzwischen die lehrreiche und reizvolle Gartengestaltung des Museums.
 

Kamenz-/Tourist-Information

Kontakt: Schulplatz 5, 01917 Kamenz, Tel.: 03578/379-205, Fax: -299, E-Mail: kamenzinformation@kamenz.de Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa/So/Ft 10-13 & 14-18 Uhr (24.09.-31.03. Sa/So/Ft 11-16 Uhr)

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