Gewünscht und gefürchtet: "Die geilen E's" im Rathaus

Ein gewisser Hauch von Erotik war in der Luft zu spüren als die ""Die geilen E's"- sehr langsam - über die Treppe - oder doch recht schnell mit dem Aufzug das 1. OG des Rathauses, wo sich bekanntlicherweise das Büro des Oberbürgermeisters befindet, enterten. Erwartet wurden sie vom OB himself, dem unverwechselbaren ehrenamtlichen stellvertretenden OB, Jörg Bäuerle, und dem einzigartigen Referenten des OBs. Zu dritt waren sie in der Lage, dem Ansturm geballter, reifer Weiblichkeit, durchaus mit männlichen und diversen Akzenten durchmischt, standzuhalten. Darüber hinaus hatten die Drei ihre schönsten Krawatten umgetan, um sie im Sinne einer doch forcierten Kundenorientierung freimütig zu opfern, was auch mit vehementen Schnitten erfolgte. Doch wurden nicht nur Krawatten auf dem Altar der Männlichkeit geopfert. Nein, die E's hatten auch kleine Abschiedsgeschenke, die ja bekanntlich die Freunschaft erhalten, mitgebracht. Und hier gab es die schon angesprochene Wehmut, denn diesem OB war von den E's das letzte Mal die Krawatte "entfernt" worden. Im nächsten Jahr wird es ein anderer oder eine andere sein, die sich dieser närrischen Bewährungsprobe stellen muss.

Neben einem als Dank überreichten Stift aus Holz (Nachhaltigkeit!) erhielt der OB Erinnerungsfotos der wilden Weiber aus vielen Jahren des männlich-weiblichen Zusammentreffens. Der OB revanchierte sich mit Jägermeister (Was sonst!?) sowie Sekt und so nahm die Runde Fahrt auf. Es wurde gefrozzelt, gescherzt und ja auch gesungen: ganz kamenzpatriotisch "Ein Städtlein hängt am Berge" und dann auch das Kamenzer Karnevalslied. Durch diese vom Alkohol ablenkenden Aktivitäten kam es zum Glück nicht zur Erfüllung des mehrmals vorgetragenen Rufes "Stock - steif". Und unter dem Abspielen des Puhdys-Titels "Rockerrente" (Wen immer sie meinten ...) verließen dann die "Die geilen E's" zufrieden das Rathaus.

Na, und das Schunkeln darf natürlich nicht fehlen. Wikipedia weiß dazu Folgendes: "Schunkeln ist die Bezeichnung für eine rhythmische Bewegung im Takt eines dazu gesungenen Liedes oder zu Musik – meist im 3/4-Takt. Dabei haken die Teilnehmer sich mit den Armen unter und bewegen sich auf der Stelle seitwärts hin und her, oft wird auch nur im Sitzen der Oberkörper bewegt. Das Schunkeln ist überwiegend im deutschen Sprachraum verbreitet (in derSchweiz fast gar nicht) und hat sich hier als Brauch vor allem im Karneval und bei Veranstaltungen mit volkstümlicher etabliert. Etymologisch wird der Begriff im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm vom Verb schaukeln und dem SubstantivSchaukel abgeleitet, die regional früher auch als Schunkel bezeichnet wurde, vor allem im Dialekt Thüringens und im Obersächsischen." Was zu beweisen war!

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