Der hydraulische Widder bei Lückersdorf
800 Jahre Kamenz 120 Jahre Hydraulischer Widder 20 Jahre Technisches Denkmal
Eine Feierstunde
Der Hydraulische Widder in Aktion
800 Jahre Kamenz
Das Jubiläumsjahr 2025 hatte mit der Silvesterparty furios begonnen. Und bereits jetzt gab es viele Aktivitäten, die im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten stattfanden, so auch die kleine Feierstunde am Hydraulischen Widder in Kamenz (in unmittelbarer Nähe des Ortsteils Lückersdorf.
120 Jahre Hydraulischer Widder: Ein technisches Denkmal mit Geschichte
Rund 30 interessierte Gäste versammelten sich am 26. März 2025 anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Hydraulischen Widders in Kamenz zu einer Feierstunde. Organisiert von der ewag kamenz und eröffnet durch den Vorstandsvorsitzenden der ewag kamenz, Torsten Pfuhl, wurde dabei nicht nur die bewegte Geschichte dieses technischen Denkmals gewürdigt, sondern auch die Bedeutung einer nachhaltigen Wasserversorgung in den Mittelpunkt gerückt.
Der Wettergott meinte es mit seinem Beitrag in Form von Regen zu gut. Aber dank eines Zeltes konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unbenässt der Würdigung folgen.
Ein Stück Ingenieurskunst mit Tradition
Der Hydraulische Widder ist eine faszinierende Wasserhebetechnik, die ohne externe Energiequellen auskommt. Bereits seit 1905 sorgt diese clevere Erfindung in Kamenz für eine zuverlässige Wasserversorgung. Insbesondere für das ehemalige Garnisonsgebiet spielte diese Technik eine Schlüsselrolle, da sie eine bezahlbare und effektive Lösung darstellte.
Dass dieses technische Denkmal heute noch erhalten ist, verdankt Kamenz dem unermüdlichen Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger, und hier besonders Alexander Käppler, des Stadtarchivs sowie des Kamenzer Geschichtsvereins. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der ewag kamenz, die 2003 die Verantwortung für das Gebäude übernahm und zwei Jahre später die umfassende Sanierung initiierte.
(v.l.n.r.): Vorsitzender des Kamenzer Geschichtsvereins, Marion Kutter, Vorstandsvorsitzender der ewag Kamenz, Torsten Pfuhl, in Vertretung des Oberbürgermeisters der Referent Thomas Käppler und Alexander Käppler, Mitarbeiter der ewag Kamenz und Hauptinitiator des Projekts.
Engagement für die Stadtgeschichte
„Ohne die Unterstützung der ewag kamenz stünden wir heute nicht hier“, betonte Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters, in seiner Rede. Die Wasserversorgungsgesellschaft habe nicht nur in die Sanierung investiert, sondern sich auch aktiv in das städtische Leben eingebracht. So entstand unter anderem der ‚Wanderweg Wasser‘, der den Widder in den historischen Kontext der Wasserversorgung von Kamenz einordnet. Des Weiteren betonte, dass gerade technische Denkmale so wichtig sind, weil sie die Geschichtlichkeit zivilisatorischer Errungenschaften verdeutlichen und insofern genauso bedeutend sind wie Schlösser, Burgen oder Kirchen.
Die Vorsitzende des Kamenzer Geschichtsvereins, Marion Kutter, sprach von einer Besonderheit, die Kamenz mit dem Hydraulischen Widder aufweise und die touristisch noch viel mehr präsentiert werden müsste.
Lebendige Geschichte erleben – 20 Jahre Technisches Denkmal
Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt: Technikgeschichte fasziniert. Wer den Hydraulischen Widder noch nicht gesehen hat, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen – sei es am Tag des Wassers am 22. März oder auf einer Wanderung entlang des „Wanderwegs Wasser“.
Mit dem Jubiläum wurde nicht nur die Leistung früherer Ingenieure gewürdigt, sondern auch die Bedeutung von langfristigem Engagement für den Erhalt historischer Technik unterstrichen. Dank der ewag kamenz bleibt der Hydraulische Widder nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein lebendiges Zeugnis sächsischer Ingenieurskunst.
Man merkte ihm – Alexander Käppler – seinen Enthusiasmus für das Thema “Wasser” an als er Interessierten die Wirkungsweise des Widders erklärte
“Wanderweg Wasser” – Blaupause für “Wanderweg Garnison”
Ein weiteres Projekt, das auf dieser Initiative aufbaut, ist der ‚Wanderweg Garnison‘, der am 1. April 2025 offiziell eröffnet wird. Auch hier zeigt sich der nachhaltige Ansatz der ewag kamenz, Stadtgeschichte greifbar zu machen und historisches Wissen für kommende Generationen zu bewahren. Der besondere Dank für dieses Projekt, welches die ewag kamenz im Rahmen der 800 Jahre Jubiläums umsetzte gilt den Mitarbeitern der ewag kamenz – Alexander Käppler und Nico Morawa.
Weitere Informationen unter: https://www.ewagkamenz.de/120-jahre-hydraulischer-widder-ein-technisches-denkmal-mit-geschichte.
(Beitrag wurde auf der Grundlage der Pressemitteilung der ewag kamenz erstellt.)