Verkehrsfreigabe des neugestalteten Marktplatzes in Kamenz

Am  11. Dezember erfolgte die Verkehrsfreigabe des Marktplatzes. Dazu hatten sich zahlreiche Gäste und spontane Besucher auf dem Markt eingefunden. Und im Gegensatz zum vergangenen Wochenende meinte es das Wetter gut mit Kamenz.

v.l.n.r.: Hans-Rüdiger Klein – Mitglied des Vorstandes der ewag kamenz, Wolfgang Hausdorf von Wolfgang Hausdorf e.K. , Steinsetz- und Straßenbaubetrieb, Oberbürgermeister Roland Dantz, Sandro Gebler von der Galand-GEBLER Meisterbetrieb für Garten- und Landschaftsbau sowie Vertreter des KKC und - und vor allem - Peter Linke vom CommunalConcept Ingenieurbüro Peter Linke.

 

Die Verkehrsfreigabe wurde mit dem symbolischen Durchschneiden eines roten Bandes vorgenommen. Das Besondere bei dieser Freigabe war, dass mit dem Durchschneiden des Bandes die die zuvor ausgefahrenen elektrischen Poller – wie von Geisterhand –  in den Boden versenkt wurden. Erst danach war der Marktbereich an dieser Stelle befahrbar.

 

 

Umgestaltung des Marktes war Wunsch vieler Kamenzer

Mit der Neugestaltung des Kamenzer Marktplatzes wurde dem Wunsch vieler Kamenzer nach einer Belebung ihres Platzes entsprochen. Dies machte auch der Oberbürgermeister in seiner kleinen Ansprache deutlich, in der er alle Beteiligten im Vorfeld der Planung erwähnte. Zahlreiche Beratungen und Abstimmungen, u.a. mit Einwohnern, mit den Gewerbetreibenden am Markt, der City-Initiative, dem städtischen City-Management, dem Forstfestkomitee, dem Landesamt für Denkmalpflege und in den Fraktionen und Ausschüssen haben zu einem Resultat geführt, dass sich sehen lassen kann. Gleichfalls dankte er den beteiligten Firmen, die überwiegend aus Kamenz und dem Umland kamen. Der Marktplatz der seine neue Schönheit im Frühjahr mit dem Blühen der Bäume noch stärker entfalten wird, steht damit für mehrere Innovationen.

Erhöhung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität

Ziel der Neugestaltung ist die funktionale Aufwertung des Marktplatzes mit der Optimierung der Verkehrssituation und Erhöhung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer und städtebaulicher Aspekte.

Mit behutsamen Eingriffen wurde eine bessere Gliederung der einzelnen Nutzungsbereiche geschaffen, wobei prinzipiell das Erscheinungsbild des Marktplatzes erhalten bleibt. Die Verkehrs- und Ruhebereiche wurden optische durch die Verlegung von Leitsteinen voneinander getrennt. Im Bereich der geplanten Querungen wurden die Gehwegeinfassungen abgesenkt und für sehbehinderte und blinde Menschen ein Leitsystem eingebaut. Zur Verbesserung der Aufenthaltsfunktion wurden und werden neue Bänke – 13 Bänke und 5 sogenannte Einzelsitzer – aufgestellt, ganz im Sinne des Sprichwortes: „Auf dem Markte lernt man die Leute besser kennen als im Tempel.“

E-MOBILITÄT wird großgeschrieben

Die vorhandene Beleuchtung wurde mit Ausnahme der Leuchtenkörper erneuert und durch Bodenstrahler in den Pflanzgruben ergänzt. Die historischen Altstadtleuchten wurden aufgearbeitet und auf LED-Leuchtmittel umgerüstet. In den neuen Beleuchtungsmasten sind die Anschlüsse für die Elektroversorgung der Verkaufsstände integriert.

 

 

Marktplatz wurde umfassend begrünt

Für die Begrünung des Platzes wurden zwischen der Bautzner Straße 1 und Markt 13 insgesamt 7 Bäume (Blasenesche) gepflanzt, ebenso 2 Bäume (Kupferfelsenbirne) am Andreasbrunnen. Weitere 3 Bäume (Kupferfelsenbirne) werden in Pflanzkübel gegenüber der Apotheke im Frühjahr aufgestellt.

 

 

Weiterhin wurde die gesamte Pumpentechnik am Andreasbrunnen erneuert und durch drei Sprudel in der neuen Wasserrinne ergänzt.

 

 

Zur Durchführung des Wochenmarktes und Abtrennung der Verkehrs- und Aufenthaltsbereiche wurden herausnehmbare und versenkbare Poller (siehe erstes Bild) eingebaut. Das heißt auch, dass der Wochenmarkt am Donnerstag wieder auf den Marktplatz zurückkehrt.

 

Mit der Errichtung von Ladestationen für E-Bikes (acht Lademöglichkeiten) und für Elektroautos (zwei Ladestationen in einer Säule) wurden im Hinblick auf die Elektromobilität auf dem Marktplatz Akzente gesetzt.

 

 

Die Funktionsweise der Ladestation für E-Bikes erklärte ein Mitarbeiter des Bikehouses. Ebenso fachkundig wurden die Besucher durch Hans-Rüdiger Klein, Mitglied des Vorstandes der ewag kamenz, über die einfache Bedienung E-Car-Ladestelle informiert.

 

 

Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme wurden im Haushalt insgesamt 430.000 € bereitgestellt. Die Baumaßnahme liegt im Fördergebiet SOP Aktive Stadt- und Ortsteilzentren Kamenz „Markt – Bautzner Straße“ und wurde über dieses SOP-Programm mit einem Fördersatz von 2/3 gefördert.

Blumenstrauß für verdiente Mitarbeiterin der Stadtverwaltung

Ein besonderer Höhepunkt war die Überreichung eines Blumenstraußes an die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Gudrun Richter verbunden mit den Dankesworten des Oberbürgermeisters. Gudrun Richter arbeitet seit über 25 Jahren in der Stadtverwaltung. Ende des Jahres geht sie in den verdienten Ruhestand. Als Projektleiterin hat sie das Vorhaben Marktplatzumgestaltung von an Anfang begleitet und damit zum Abschluss ihres Berufsleben ein weiteres Meisterstück vollbracht.

 

 

Offizielle Übergabe des Marktplatzes an die Öffentlichkeit im 1. Quartal 2018

Nach Erledigung kleinerer Restarbeiten, die bis Ende dieser Woche realisiert werden, wird die offizielle Übergabe im Rahmen eines Einkaufssonntages im 1. Quartal 2018 – voraussichtlich am 25. März – erfolgen.