Brücken in die Zukunft

Kultusministerin übergibt Fördermittelbescheid für den Schulhort - Ein großer Tag für alle

Kultusministerin Brunhild Kurth übergab am 27. Juli 2017 im Beisein der Bundestagsabgeordneten Maria Michalk, dem Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk und dem Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 926.000 Euro für den Neubau der Kindereinrichtung in Wiesa. Neben den Kindern und Erziehern der Einrichtung waren ebenfalls Stadträte, der Ortschaftsratsvorsitzende und die Elternvertreter sowie der 1. Beigeordnete des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, anwesend.

Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf ca. 3,87 Mio. Euro, wobei die Kosten für den Hort ca. 2,2 Mio. Euro betragen.  Der Eigenanteil der Stadt Kamenz am Hortneubau, der über das Bund-Länder-Programm VwV InvestKraft „Brücken in die Zukunft“ gefördert wird, umfasst ca. 1,2 Mio. Euro.

In der Stadtratssitzung im Juni hatten die Stadträte „grünes Licht“ für den Neubau der Einrichtung gegeben. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf in diesem wichtigen sozialen Bereich und schafft zusätzlich 90 Plätze für die Betreuung der Kinder. Die Hortkapazität wird von 80 auf 100 Plätze erweitert und im Kindergarten- und Krippenbereich entstehen darüber hinaus 70 Plätze (46 Kindergarten/24Krippe) zusätzlich.

Ziel ist es, dass im neuen Gebäude Krippenkinder/Kindergartenkinder sowie die Kinder des Schulhortes der Grundschule Wiesa „Sophie Scholl“ künftig gemeinsam ganz nah am Grundschulstandort spielen und lernen können. Durch die gemeinsame Gebäudeunterbringung ergeben sich auch Synergieeffekte hinsichtlich der wirtschaftlichen Betreibung der Einrichtungen bzw. Einrichtungen.

Die Ministerin beglückwünschte zu dieser richtungsweisenden Entscheidung, alle Kinder unter „einem Dach“ zu betreuen und nannte dies zukunftsweisend und weitsichtig. Hinzu kommt, dass der Neubau unmittelbar an der Grundschule errichtet wird und dadurch kurze und noch sicherer Wege für die Kinder entstehen. Dem pflichtete der Oberbürgermeister bei und erinnerte noch einmal daran, dass die Stadt Kamenz mit dem Beschluss des Stadtrates im Jahr 2005, den Grundschulstandort Wiesa zu erhalten, eine gute und richtige Entscheidung getroffen hat. Insofern sind die bisherigen Eigenmittel von ca. 1,1 Mill EUR, die bisher in den Grundschulstandort (Schule, Turnhalle und Außenanlagen) geflossen, gut angelegt.

Mit diesem Neubau kann der Grundschul- und Kindereinrichtungsstandort in Wiesa nicht nur quantitativ ausgeweitet werde, darüber hinaus er hält eine ganz neue Qualität. Dieser Schritt ordnet sich in den kontinuierlich verfolgten Ausbau einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Schullandschaft sowie der Schaffung auskömmlicher Betreuungsmöglichkeiten im Kinderkrippen und Kindergartenbereich ein. Für das Gebiet der Bildung hat es der ehemalige US-amerikanische Präsident, John F. Kennedy, einmal so formuliert: „Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung.“

31.07.2017