Rede des Oberbürgermeisters geprägt von großen politischen Themen

Erstmalig zum Neujahrsempfang Inklusionspreis verliehen

Nach dem Auftakt mit einem Filmtrailer, der „Kamenzer Impressionen“ zeigte, spielte die freischaffende Musikerin und Lehrerin an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule, Jule Malischke, ein Stück auf Gitarre. Instrumental, aber auch mit Gesang begeisterte Jule Malischke die Besucher des Neujahrsempfangs.

Höhepunkt – wie immer – war die Neujahresrede des Oberbürgermeisters, die in diesem Jahre „nur“ 50 Minuten dauerte. Unter dem Titel „Denkanstöße – Zum Weiterdenken“ war sie von großen Themen geprägt. Damit korrespondierte ein in Heftform bereitliegender Rückblick auf das Jahr 2016, den jeder der geladenen Gäste mit nach Hause nehmen konnte. Bei Bedarf ist dieser zurzeit auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich. In seiner Rede, die für den Erfolg der Stadt Kamenz grundsätzlich auf das Verbindende und nicht auf das Trennende abstellte, bedankte er sich bei der scheidenden Bundestagsabgeordneten Maria Michalk für ihre Verbundenheit und Unterstützung der der Stadt Kamenz. Ebenfalls einen Blumenstrauß überreichte er Julia Standfuß, die mit ihrer Bereitschaft zur Abgabe einer Knochenmarkspende 2016 dafür gesorgt hat, dass einem vierjährigen italienischem Kind aus Rom das Leben gerettet wurde.

Ein zweiter Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Preises „Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth Preis 2017“, zu dem der Vizelandtagspräsident Horst Wehner und die Witwe des leider kürzlich verstorbenen Peter Barth, Veronika Barth eingeladen und gekommen waren. Gestiftet wurde der Preis von der Ergotherapie Schiewack. Michael Schiewack, Inhaber der Ergotherapie-Praxis, begründete in seine Rede die Bedeutung und welches Ziel er mit der Preisverleihung verfolgt. Außerdem verdeutlichte er, warum der Preis nach Peter Barth benannt wurde. In ihm sah er einen Visionär, der von einer Gesellschaft ausging, die auf Gerechtigkeit beruht. Dies habe er gelebt, so dass er die Benennung des Preises mit seinem Namen verdient hat. Erhalten haben den Preis als Team die 2. Oberschule Kamenz und die Johann-Gottfried-Bönisch-Förderschule Kamenz.

Nach einem erneuten Musikstück schloss sich die Ehrung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen an. Dank der erneuten Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden war es wieder möglich, dass auch in diesem Jahr, die Bürger und Bürgerinnen, die für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ erhielten. Eine Besonderheit gab es dieses Mal bei der Ehrung, da neben neunzehn Einzelpersonen auch eine Gruppe für die Würdigung mit der Medaille vorgeschlagen wurde (siehe nachfolgende Übersicht).

Dem Rede- und Ehrungsteil des Abends schlossen sich dann Gespräche und Dispute in lockerer Form an, die von dem von der KaBi ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. (Ein ausführlicherer Bericht vom Neujahrsempfang findet sich im redaktionellen Teil des Mitteilungsblattes auf Seite 11.)

 

Nachfolgend Bürgerinnen und Bürger, die ausgezeichnet wurden:

Dr. Erhard Ruhnau

Vorgeschlagen durch Oberbürgermeister Roland Dantz mit der Begründung, dass er sich in einem hohen Maße für das kulturelle Leben in unserer Stadt engagiert sowie die ethische Bildung im Geiste Lessings befördert, in dem er u.a. im Jahr 2014 und dann im Jahr 2016 die Finanzierung des Geschenks der Stadt Kamenz an die Absolventen der Gymnasien und der Oberschulen (einschließlich BSZ) für die nächsten Jahre in großzügiger Weise übernommen hat.

Almut Baumann

Vorgeschlagen durch Pfarrer Michael Gärtner der Ev.-luth. Kirchgemeinde mit der Begründung, dass sie seit der Kinderzeit eng mit der Kirche verbunden ist, seit vielen Jahren den Eltern-Kind-Kreis leitet und vor 3 Jahren den „lebendigen Adventskalender“ ins Leben gerufen hat.

Beate Gruhl

Vorgeschlagen durch Margita Pietsch vom Frauenchor Wiesa e.V. mit der Begründung der 50jährigen Mitgliedschaft im Frauenchor sowie der langjährigen Mitwirkung im Vorstandes des Chores.

Mareen Hoch

Vorgeschlagen von dem Lehrerkollegium der GS Wiesa „Sophie Scholl“ mit der Begründung: Gründungsmitglied des Schulfördervereins „KiWi“. Des Weiteren arbeitet sie aktiv im Vorstand als Schatzmeisterin mit, organisiert den sogenannten „Apfeltag“ und die Weihnachtsbäckerei mit und wirkte bei der Einrichtung des Kräutergartens, dem Sammeln von Spenden für die Erweiterung der Ganztagsangebote, bei den Kindertagen und dem Abschlussfest mit.

Rudi Kühne

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzenden Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, Jens Planert, mit der Begründung, dass er seit 1980 Mitglied beim Blasorchester der Stadt Kamenz e.V. als Saxophonist ist, er lange Zeit gewissenhaft, pünktlich und sehr hilfsbereit seine Vorstandstätigkeit erfüllt und außerdem als Stimmführer der Saxophone tätig ist.

Gerhard Lilge

Vorgeschlagen von Verena Böhme mit der Begründung, dass er seit mehr als 20 Jahren im Freilichtmuseum Steinbruch Prelle arbeitet und seit 1998 zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins „Schauanlage und Museum der Granitindustrie“ gehört, der mit seinem Wirken gerade auch die für die Stadt Kamenz vorhandene Bedeutung der Granitindustrie verdeutlicht. Seit 2013 hat er den Vorsitz im Verein inne.

Matthias Olesky

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher von Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung, dass er seit vielen Jahren den Ortschaftsrat und die Vereine bei deren Arbeit zur Entwicklung des Ortsteiles Wiesa und bei vielen Aktivitäten (z.B. Maibaumstellen und beim Weihnachtstreff) unter Nutzung seines Fuhrparks unterstützt. Durch seinen Einsatz entstand die „Herbertgasse“.

Margarete Piesche

Vorgeschlagen vom Pfarrer Steffen Börner von der kath. Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Kamenz mit der Begründung, dass sie sich sehr als ehrenamtliche Organistin für die Kirche St. Maria Magdalena, das Malteserkrankenhaus St. Johannes sowie die Altenheime St. Georg und St. Monika engagiert. Sie gestaltet den monatlichen Caritaskreis mit und ist sehr aktiv bei der Vorbereitung von Seniorentagen, den religiösen Kinderwochen und der Vorbereitung von kirchlichen Hoffesten.

Kerstin Rayczyk

Vorgeschlagen vom Vorstandsmitglied Uwe Wolf des Freundeskreises für Suchtkrankenhilfe mit der Begründung, dass sie sich seit 25 Jahren für Suchtkranke einsetzt und sowohl Gründungsmitglied war, aber auch seit dieser Zeit als Vorsitzendes des Vereins „Suchtkrankenhilfe“ e.V.

Dr. Rudolf Reimann

Vorgeschlagen vom Stadtrat Jörg Bäuerle mit der Begründung, dass er seit 1990 Präsident der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft ist und in dieser Funktion für das Ansehen der Stadt Kamenz in der Region und darüber hinaus positive Akzente gesetzt hat. Er war auch der Ideengeber sowie Mitorganisator für die Würdigung verdienstvoller Kamenzerinnen und Kamenzer bzw. für Menschen, die sich für unsere Heimatstadt verdient gemacht haben, mit einer „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“.

Matthias Richter

Vorgeschlagen vom Vereinsvorsitzenden Olaf Tischer der SG Lückersdorf-Gelenau e.V. mit der Begründung, dass er seit 36 Jahren Mitglied der SG Lückersdorf-Gelenau ist, davon über 26 Jahren als Schatzmeister und verantwortlich für alle Buchungen zur Bewirtschaftung der Sportstätte Gelenau sowie der bekannten Sportveranstaltungen auf dem Sportplatz Gelenau.

Elvira Schirack

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher Andreas Rößler des Ortschaftsrates Jesau mit der Begründung, dass sie sehr aktiv am Leben im Ortteil Jesau teilnimmt und hier besonders zu einer Tradition beigetragen hat, so dass 2016 zum 12. Mal in Jesau das Weihnachtsmärktchen stattfand.

Johannes Schwede

Vorgeschlagen vom Vorsitzenden der DRK Kamenz-Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung der jahrelangen Mitgliedschaft im DRK, womit er dazu beiträgt, dass viele Veranstaltungen ordnungsgemäß abgesichert werden. Er ist verantwortlich für den Fuhrpark sowie in der Einsatzgruppe des Katastrophenschutzes tätig.

Walter Siegemund

Vorgeschlagen vom amt. Ortswehrleiter der FFw Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, mit der Begründung der jahrzehntelangen Mitgliedschaft (51 Jahre) in der FFw Kamenz-Stadt. Er ist bis zum heutigen Tag aktiv im Einsatzdienst, hat große Erfahrungen sowie ein hohes Fachwissen und besuchte eine Vielzahl an Sonderlehrgängen. Mit Erreichen seines 65. Lebensjahres stellte er den Antrag auch weiterhin aktiv Dienst in der FFw Kamenz-Stadt zu tun.

Mario Steinmetz

Vorgeschlagen von der Stadträtin und Landtagsabgeordneten Marion Junge mit der Begründung, dass er seit 2007 Ideengeber und Projektleiter für das Tanz-Theaterprojekt „Kamenz Can Dance“ ist, er mit seinem Theater-Projekt mehrere große Auftritte u.a. beim MDR und zum Tag der Sachsen absolvierte und mit „Kamenz Can Dance“ mehrfach Gewinner von regionalen und überregionalen Hip-Hop Tanzwettbewerben war. Darüber hinaus ging er neue Wege, um tänzerische Sprache und Ausdruckweisen zur Integration zu nutzen. In diesem Zusammenhang startete im Mai 2016 das interkulturelle Tanzprojekt mit „Kamenz Can Dance“ sowie mit Kindern und Jugendlichen aus den Flüchtlingsunterkünften.

Horst Stoklas

Vorgeschlagen vom Kassenwart Wolfgang Wersig der SV Lokomotive Kamenz mit der Begründung, dass er von 2000 – 2016 Vorsitzender des Sportvereins war und mit seinem Engagement den Verein zu einem regional und überregional anerkannten Sportverein weiterentwickelte. Sein Schwerpunkt war die Kinder- und Jugendarbeit (Badminton und Tischtennis) und er achtete auf eine faire Finanzordnung, die der Region entspricht.

Günter Thus

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzender des Autorenkreises „Lausitzer Almanach“ e.V., Dr. phil. Dieter Rostowski, mit Begründung, dass er seit fast 10 Jahren im Autorenkreis aktiv ist, wovon er vier Jahre im Vorstand mitwirkte und außerdem seit drei Jahren als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Er verfasste vielfältige und interessante Beiträge im Lausitzer Almanach und hat sich damit bei den Lesern bleibende Erinnerung verschafft, indem er seine Gedanken und Lebenserinnerungen kundtat.

Manfred Vogel

Vorgeschlagen von der Vorstandsvorsitzenden Diana Karbe des OSSV Kamenz e.V. mit der Begründung, dass er seit über 20 Jahren zuverlässig als Kassenwart beim OSSV arbeitet, die jährlichen Veranstaltungen, wie das Sprintmeeting, das Swim & Run, den Kindertriathlon und das Neujahrsschwimmen organisiert und aktiv bei der Organisation des Blütenlaufes mitwirkt.

René Wagner

Vorgeschlagen vom Vorstand des SV Einheit Kamenz über Frau Maria Schneider (Mitarbeiterin der Geschäftsstelle) mit der Begründung, dass er seit 1999 Mitglied in der Abteilung Kegeln ist, sich um die Unterhaltung und Pflege der Kegelbahn kümmert und dafür im großen Umfang für die Erbringung von Eigenleistungen seine Freizeit und sogar seinen Urlaub zur Verfügung stellt. So hat er außerordentlich aktiv beim Umbau der Kegelhalle mitgewirkt.

als Gruppe: Alexander Käppler im Zusammenwirken mit Manfred Delitzscher und Peter Müller

Vorgeschlagen von der Vorsitzenden des Kamenzer Geschichtsvereins e.V., Marion Kutter, mit der Begründung, dass unter Federführung von Alexander Käppler gemeinsam dafür gesorgt wurde, dass viele Objekte und Anlagen zur Wasserversorgung um und in Kamenz erhalten und restauriert werden konnten. Des Weiteren wurde das „Wanderheft Wasser“ entwickelt und damit das touristische Angebot der Stadt erweitert. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderes Vorhaben 2016 realisiert der „Wanderweg Wasser“. Hinzu kam umfangsreiche Aktivitäten anlässlich 550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz 2016 (u.a. Ausstellung/Festveranstaltung).

09.02.2017