Ältere Meldungen und Nachrichten der Stadtverwaltung Kamenz

25.07.2017: Verkehrsinformation zum Hutbergkonzert 29.07.17
Hutbergbühne

Die Besucher des Konzertes CCR/The Lords/The Rattles am 29.07.17 werden gebeten die geänderte Verkehrsführ- ung und die Parkplatz- hinweise zu beachten.

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VERKEHRSINFORMATIONEN ZUM HUTBERGKONZERT - CCR / The Lords / The Rattles - am 29.07.2017

Bereits seit Juni laufen die umfangreichen und angekündigten Straßenbaumaßnahmen auf der Königsbrücker Str. (S 100) in Kamenz auf einer Länge von ca. 700 Metern. Mit Beginn der Baumaßnahme ist diese in beide Richtungen im Bereich Hutberg voll gesperrt. Während der Bauphase stehen die Parkplätze an der Königsbrücker Straße daher nicht zur Verfügung.

Als Ausgleich werden auch für das Konzert „CCR / The Lords / The Rattles“ am 29.07.2017 offizielle Besucherparkplätze nur an bekannter Stelle im Ortsteil Lückerdorf bereitgestellt. Deren Kapazität ist angemessen. Es wird eine entsprechende Verkehrsumleitung bzw. Ausschilderung geben.  

Für Menschen mit erheblicher Gehbehinderung bzw. Rollstuhlfahrer (Kennzeichnungen „G“ oder „aG“) gibt es die bewährte Verfahrensweise, dass diese sich im Vorfeld der Veranstaltungen bei den städtischen Veranstaltungsdiensten unter den Telefonnummern 03578/379-201 oder -204 melden und dort ihren Namen und das Kfz-Zeichen angeben. Sie erhalten damit die Möglichkeit, trotz Baustelle mit ihrem Fahrzeug über den Bönischplatz und den vorderen Teil der Königsbrücker Straße zur Hutbergbühne hochzufahren und dort die in Bühnennähe für sie vorgesehenen Parkplätze zu nutzen. Wichtig ist bei der Einfahrt neben den Schwerbeschädigten- auch den entsprechenden blauen oder orangenen Behindertenparkausweis bereitzuhalten, da dieser von den Sicherheitskräften mit den anderen Angaben kontrolliert werden.

Für alle anderen gehschwachen Besucher fährt ab ca. 2 Stunden vor Konzertbeginn wieder der von Winter Automobilpartner bereitgestellte Kleinbus-Shuttle, diesmal ab dem Parkplatz Lückersdorf außen herum über die Pulsnitzer Straße hinauf zur Bühne.

Weitere Informationen unter www.hutbergbuehne-kamenz.de

25.07.2017 - 31.07.2017

02.06.2017: Bürgerbeteiligungsportal gestartet

Im Amtsblatt der 21. Woche vom 27.05.2017 wurde die öffentliche Auslegung des Entwurfes zum Bebauungsplan „Verwaltungszentrum Kamenz, nördlicher Teil“ bekannt gemacht.

Die Stadt Kamenz verweist darauf, dass der Entwurf des Bebauungsplanes „Verwaltungszentrum Kamenz, nördlicher Teil“ mit Begründung, der nach § 3 Abs. 2 BauGB für die Dauer eines Monats (vom 06.06.2017 bis einschließlich 05.07.2017) ausliegen muss, ab sofort zusätzlich auf der Internetseite:  https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/kamenz/beteiligung/aktuelle-themen/1002084  für jedermann einsehbar ist. Stellungnahmen können im oben angegebenen Zeitraum in schriftlicher Form auch im Portal abgegeben werden.

 

Der direkte Zugriff auf das Beteiligungsportal ist auf der Startseite der Website der Stadt Kamenz links (siehe Abbildung unten) möglich.

02.06.2017 - 31.07.2017

10.07.2017: Ausstellung mit Werken von Egbert Kasper eröffnet

Ausstellung mit Werken von Egbert Kasper eröffnet

Viele nutzen die Gelegenheit, um sich den begleitenden Katalog signieren zu lassen

Der 22. Juni war ein heißer Tag.  Aber über 40 Besucher ließen es sich nicht nehmen, die Galerie des Sakralmuseums Klosterkirche St. Annen aufzusuchen. Anlass für diese Ausstellung war der 60. Geburtstag des Künstlers.

Eröffnet wurde die Ausstellung „Wucherungen I“ mit einer kurzen Rede von Thomas Käppler, Referent des Oberbürgermeisters. Er überbrachte dabei die Grüße des Oberbürgermeisters an den Künstler sowie die anwesenden Besucher der Ausstellungseröffnung. Er würdigte das Schaffen des Künstlers Egbert Kaspers, der für sich, trotz aller Schwierigkeiten, die damit verbunden waren, seinen Weg gefunden habe. Insofern sei es nur angemessen, dass sich der Landkreis Görlitz, die Stadt Kamenz sowie der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien – Kultursekretär Joachim Mühle weilte ebenfalls unter den Gästen –, gefördert durch Stiftung für Kunst und Kultur in der Oberlausitz, die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien sowie dem Heimatverein Königshain, zu dieser Würdigung des Künstlers, zusammengetan haben.

Die Kulturlandschaft des Görlitzer Raumes und seine jetzige Heimatstadt haben das Leben und künstlerische Schaffen geprägt oder waren zumindest Ausgangspunkte seines Schaffens. Dafür stehen zwei Ausstellungen, die eine in Kamenz und die andere, die am 1. Oktober im Schloss Königshain eröffnet wird und mehr retrospektiv angelegt ist, während die in Kamenz gezeigten Werke eher jüngeren Datums sind. Beide zeigen die eigenständige künstlerische Position, die sich Egbert Kasper in der Kunstlandschaft der Oberlausitz erarbeitet.

Begleitet werden diese beiden Ausstellungen durch einen Katalogband, der dem zeichnerischen Werk des Künstlers zwischen 1993 und 2017 gewidmet ist. Betreut durch Dr. Sören Fischer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator des Sakralmuseums St. Annen, gab es hier eine besondere Zusammenarbeit zwischen Vater und Sohn Gregor Kasper, der in Berlin als Künstler lebt. Herausgekommen ist ein gediegener Kunstband, der bibliophilen Ansprüchen gerecht wird und dabei auch noch preiswert ist. Egbert Kasper, so Käppler, ist ein Künstler der subtilen Formen und der „leisen Töne“, der es aber dem Betrachter nicht leicht mache. Wer also veristische oder scheinrealistische Darstellungen bei ihm erwarte, Darstellungen, die sich leicht mit der Wirklichkeit vergleichen lassen, muss enttäuscht werden. Aber wer sich seine Kunst einlässt, das Abenteuer wagt und sie genießt, der wird von der mitunter erbärmlichen Welt weg, aber letztendlich – vielleicht und hoffentlich verändert – wieder hingeführt.

Ehe Dr. Sören Fischer das Wort ergriff, sprach der Stadtarchivar Thomas Binder in Vertretung der Leiterin der Städtischen Sammlungen. Auch seine Worte verdeutlichten die Bedeutung von Egbert Kasper für das Kunstleben der Stadt Kamenz, aber auch darüber hinaus. Und er brachte seine Hoffnung darüber zum Ausdruck, dass noch weitere Ausstellungen in Kooperation mit dem Städtischen Sammlungen folgen mögen.

Dr. Fischer, der maßgeblich für diese Ausstellung verantwortlich zeichnet, strich heraus, dass das erreichte Resultat auch in der intensiven und langfristigen Zusammenarbeit zwischen dem Kurator und dem Künstler zu suchen sei. Inhaltlich zog er einen roten Faden von der urzeitlichen Höhlenmalerei – derzeit gibt es dazu eine Ausstellung im Museum der Westlausitz zu sehen – bis in die Gegenwart zu Egbert Kasper.

„Es war“, so Dr. Fischer, „das Medium des Bildes, über das und durch das die Menschen sich ihrer Welt annäherten. Das, was sie vor der Höhle in der Wildheit gesehen hatten, kehrte in der Höhle als Bild wieder. Eine interpretierte, veränderte Darstellung der Wirklichkeit.“ Hier sieht er universelle Parallelen zum Schaffen von Egbert Kasper, für dessen grafisches Schaffen die Linie eine herausragende Rolle spiele. Sein Werk, in dessen Mittelpunkt Kernfragen des irdischen Daseins sowie Abläufe und Dinge der Natur – auch als Mysterium – stehen, enthalte sich dem Zeitgeist und einer zunehmenden Politisierung bzw. Ideologisierung der Gegenwartskunst und sei damit eindrücklich zeitlos. Dieses Ringen um Kernfragen menschlichen Lebens, die religiöse Gedanken einschließt, sieht Dr. Fischer auch in der im Raum der Klosterkirche gezeigten Installation „Der einsame Weg“ (siehe nachfolgende Abbildung) gegeben.

Bevor dann die Ausstellung offiziell begangen werden konnte, sprach Egbert Kasper Worte des Dankes. Neben den anfangs benannten Institutionen war damit ausdrücklich die auch für ihn glückliche Zusammenarbeit mit dem Kurator Dr. Fischer und dessen Mitstreitern gemeint, deren Entgegenkommen bei seinen Gestaltungs- und Aufstellungswünschen er beeindruckend fand.

Er fühle sich als Künstler in seiner Heimatstadt ernst genommen. Denn ohne ein künstlerisches Verständnis in der Stadt bis hin zur Stadtspitze, wären solche Ausstellungen, wie die gegenwärtige, aber auch schon zurückliegende nicht möglich gewesen. Das Publikum quittierte diese Worte mit herzlichen Beifall. Danach war das Interesse groß, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen. Geduldig beantwortete er Fragen oder er kam – bis in den späten Abend – dem vielfachen Wunsch nach und setzte seinen Namenszug bzw. schrieb persönliche Widmungen in den Katalogband.

Die in Kamenz eröffnete Ausstellung ist noch bis zum 4. September zu den Öffnungszeiten der Klosterkirche und des Sakralmuseums St. Annen (Städtische Sammlungen) bzw. der Stadt-Information zu sehen – Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr. Bei der Stadtinformation kann auch der Katalogband „Zeichnungen“ erworben werden.

 

Die Ausstellung „Wucherungen II“ im Schloss Königshain (Landkreis Görlitz) wird am 1. Oktober, 14.30 Uhr eröffnet. 

 

10.07.2017 - 31.07.2017

10.07.2017: Abgerechnet wird zum Schluss

Studenten der Fachhochschule Dresden stellten ihre Ergebnisse zum Ladenprojekt vor.

Man sah ihnen, den Studentinnen und Studenten die Feierlaune förmlich an. Endlich war es geschafft. Am Mittwoch, dem 21. Juni – die ersten Töne der Fête de la Musique schwebten durch die Innenstadt – traf man sich in Bautzner Straße 17. Zwei Semester harter Arbeit waren nun vorüber und mit Spannung waren die Studenten an diesem Tag nach Kamenz gefahren, um das Abschlussevent zu zelebrieren.

Lange hatten sie auf diesen Termin hingearbeitet und nun war die Aufregung natürlich groß: Wie würden die Kamenzer reagieren? Was würden die Experten meinen? Mit Stolz präsentierten sie dann ihre Ergebnisse zum Projekt: Ein Lebensmittelgeschäft mit frischen und regionalen Produkten sowie die neue Aufmachung der Klosterbäckerei kamen sehr gut an.

So könnte die Arbeitsbekleidung in der Klosterbäckerei abgestimmt zur Atmosphäre der Bäckerei aussehen.

Das Lebensgeschäft solle den Namen „Erdgeschoss“ erhalten. Nicht nur weil es im Erdgeschoss liegt, was vielleicht etwas banal und zu wenig wäre, sondern weil die Assoziation an das Regionale, an das Erdige der angebotenen Lebensmittel angestrebt wird.

Für die gezeigte Präsentation gab es großen Applaus, die Resultate wurden sehr interessiert betrachtet. Abgerundet wurde das Ganze durch ein tolles Catering. Mit Recht kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Natürlich „mahnten“ die Studenten

Für die gezeigte Präsentation gab es großen Applaus, die Resultate wurden sehr interessiert betrachtet. Abgerundet wurde das Ganze durch ein tolles Catering. Mit Recht kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Natürlich „mahnten“ die Studenten, dass die Umsetzung des Projektes auf jeden Fall nicht aus den Augen gelassen werden darf. Sie würden sich freuen,  eines Tages durch die Stadt Kamenz zu laufen und ihr Konzept in einen der leerstehenden Läden wieder zu entdecken. Verbunden mit diesem Wunsch war ein großer Dank an die Stadt Kamenz und deren Mitstreiter sowie an die Fachhochschule Dresden für die Erfahrungen, die sie als Studenten in so einem großen Projekt sammeln durften. Diesen Dank kann die Stadt an die Studenten nur zurückgeben, welches durch die anwesende Wirtschaftsreferentin, Doreen-Charlotte Hantschke, kundgetan wurde.

Der Stadt wurde die Präsentation in elektronischer Form und in Papierform übergeben. Wenn sich nun noch jemand findet, der den Mut und die Ausdauer hat, sich dieses Konzepts hinsichtlich der Realisierung anzunehmen, dem kann eine aussagekräftige und umsetzungsfähige Grundlage übergeben werden …

Nach Informationen von Patricia Kühne & Romy Walter (Fachhochschule Dresden)

10.07.2017 - 25.07.2017

05.07.2017: Besondere Parksituation zum Bonnie Tyler-Konzert
Hutbergbühne

Wir bitten die Besucher des Bonnie Tyler Konzertes am 08.07.2017 die geänderte Verkehrsführung sowie die Parkplatzhinweise zu beachten.

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05.07.2017 - 10.07.2017

01.06.2017: Ab 12.06.2017 Vollsperrung der Königsbrücker Straße
Vollsperrung der Königsbrücker Straße (S 100) in Kamenz zwischen Am Hutberg und Schwosdorfer Str. /Zufahrt nach Lückersdorf ab 12. Juni 2017 bis voraussichtlich Ende Oktober 2017

Am Montag, den 12. Juni, beginnt die umfangreiche und bereits angekündigte Straßenbaumaßnahme auf der Königsbrücker Str. (S 100) in Kamenz auf einer Länge von ca. 700 Metern.

Der Bauherr, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), unterzieht diesen Teil einem grundhaften Ausbau, einschließlich der Neuanlage eines Angebotsstreifens für Radfahrer. Gleichzeitig werden durch den Abwasserzweckverband Obere Schwarze Elster der Abwasserkanal und durch die Stadt Kamenz die öffentliche Beleuchtung sowie die Gehwege erneuert.

Mit Beginn der Baumaßnahme ist die S 100 in beide Richtungen zwischen der Kreuzung Königsbrücker Str./Am Hutberg (Höhe Einfahrt zum Seniorenzentrum „Herbstsonne Kamenz“) und dem Ortseingang Brauna der Gemeinde Schönteichen voll gesperrt. Der normale Zugang zum Hutberg und den dort vorhandenen Parkplätzen ist während der ganzen Bauphase gesichert, ebenso zum Bereich Seniorenzentrum „Herbstsonne Kamenz".

Die Umleitung erfolgt in beiden Richtungen über die B 97 Bernsdorf (Königsbrück – Bernsdorf – Kamenz bzw. Kamenz - Bernsdorf - Königsbrück). Bewohnern der Joliot-Curie-Siedlung ist die Zufahrt natürlich gestattet.

Die Bushaltestellen an den Scheunen auf der Königsbrücker Str. können in dieser Zeit leider nicht bedient werden. Beachten Sie hierzu bitte die dort angebrachten Informationen.

Da die Arbeiten bereits im Herbst 2017 abgeschlossen sein sollen, war eine Vollsperrung unumgänglich. Deshalb möchten wir heute schon alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis bitten. Bitte beachten Sie auch die jeweils tagesaktuelle Beschilderung!

Während der Bauphase stehen die Parkplätze an der Königsbrücker Straße nicht zur Verfügung. Dafür gibt zu den Hutbergveranstaltungen im Juli – Bonnie Tyler (8. Juli) und Oldie-Rocklegenden CCR, The Lords und The Rattles (29. Juli) – in Lückerdorf zwei Parkplätze. Von der Kapazität her sind diese Parkplätze mehr als ausreichend. Hierzu wird dann eine gesonderte Beschilderung erfolgen.
 
Für Rückfragen steht Ihnen Herr Seibt, Stadtverwaltung Kamenz, Untere Straßenverkehrsbehörde, unter der Telefonnummer 03578-379241 gern zur Verfügung.


Stefan Seibt
Untere Straßenverkehrsbehörde
01.06.2017 - 28.06.2017
18.05.2017: Nichts los - von wegen, im Mai ist viel los

Das 11. Frühlingsseniorenfest – ein gelungener Nachmittag –

…war wieder schön! So konnte man es beim Nachhause gehen und sogar noch am Donnerstag zum Markttag auf dem Kamenzer Markt von den Senioren hören.

Ca. 350 Senioren und Gäste sind der Einladung des Oberbürgermeisters Roland Dantz und der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Soziales Elvira Schirack zum 11. Frühlingsseniorenfest ins Hotel „Stadt Dresden“ gefolgt. In bewährter Weise moderierte Herr Pastor i. R. Wilfried Krause mit der kecken Schülerin Lili Hanßke, unter dem Motto „Alt und Jung - wir brauchen einander“ den Nachmittag. Dieses Mal erhielten sie Unterstützung von der Schülerin Klara Scholz, Schülerin der 3. Klasse der Grundschule Gickelsberg. Immer wieder gelang es ihm, mit kleinen Überraschungen und Gags die älteren Herrschaften zu begeistern.

Die Senioren und Gäste erlebten einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen (Bäckerei Dominik Selnack) und erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Programm. Auch die gebastelte Tischdekoration von Kindern aus den Einrichtungen der Stadt war ein echter Hingucker.  

Die Senioren und Gäste erlebten einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen (Bäckerei Dominik Selnack) und erfreuten sich an dem abwechslungsreichen Programm. Auch die gebastelte Tischdekoration von Kindern aus den Einrichtungen der Stadt war ein echter Hingucker.  

Für gute Stimmung sorgte das Männergesangsquartett aus Görlitz.

Der Auftritt der Opernsängerin Steffi Lehmann, vom Deutschen Nationaltheater aus Weimar, war ein ganz besonderer Höhepunkt. Eine tolle Überraschung hatte Steffi Lehmann für alle Gäste, als sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Martin Lattke im Duett sang. Steffi Lehmann wuchs in Biehla bei Kamenz auf und freute sich sehr, endlich wieder einmal vor einheimischen Publikum singen zu dürfen.

Zum ersten Mal war eine Seniorengruppe aus der Partnerstadt Luban eingeladen. Die polnische Seniorengruppe beteiligte sich auch am Programm und begeisterte mit ihren schwungvollen Liedern und regte zum Mitschunkeln an.

Der Bürgermeister aus Luban, Herr Mariusz Tomiczek, bedankte sich für die Einladung und freut sich auf eine weitere gute Partnerschaft mit Kamenz und lud die Senioren nach Luban ein.

 

Mit viel Spannung wurde, so wie jedes Jahr, die Bekanntgabe der Gewinner erwartet. Zehn Senioren freuen sich nun auf ein gemeinsames Kaffeetrinken mit dem Oberbürgermeister auf dem Hutberg am 23. Mai, zehn weitere Senioren konnten mit strahlenden Gesichtern einen Frühlingsblumenstrauß mit nach Hause nehmen. Die Blumen wurden von den Blumengeschäften Petasch, Merbitz, Scheffler und Anlauf gespendet. Am Ende gab es zufriedene Gesichter und viele dankbare Worte.

Zum Schluss noch ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen und so zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

Wir freuen uns bereits auf das 12. Frühlingsseniorenfest im nächsten Jahr!

18.05.2017 - 02.06.2017

Hilfe! Kulturpiraten im Rathaus

Wer oder was wurde geentert?

Am 11. Mai 2017 – dem Tag des Piraten (Nein, kleiner Scherz!) – suchte eine Gruppe von Kindergartenkindern (Kinderhaus „Langes Gässchen“) und Schulneulingen (Grundschule am Gickelsberg) – das Kamenzer Rathaus auf. Ziel ihres „stürmischen Enterns“ war das Arbeitszimmer des Oberbürgermeisters. Hier „zwangen“ sie den Oberbürgermeister Rede und Antwort zu stehen.

Der erklärte ihnen auf verständliche Weise, was ein Bürgermeister zu tun hat und womit sich Stadträte so beschäftigen. Aber auch die Kinder teilten mit, was sie im Rahmen des Projekts „Kulturpiraten … bringen alles in Fluss! – Kulturelle Bildung schafft nachhaltig gelungene Übergänge von der Kita zur Grundschule“, getragen auch maßgeblich vom Museum der Westlausitz, über die Stadt Kamenz erfahren haben. Insofern war es ein Dialog mit beiderseitigen Wissenszuwachs.

Natürlich war die Freude der Kinder ganz besonders groß, da sie bei dieser Gelegenheit den Markt vom Balkon des Oberbürgermeisters aus betrachten konnten.

Die Freude konnte noch gesteigert werden, da der Oberbürgermeister eine Schüssel mit Süßigkeiten bereithielt, die – als sie freigegeben war – sich, verständlicherweise rasch leerte.

Zum Abschluss überreichten die Kinder dem Oberbürgermeister als Erinnerung noch ein kleines Geschenk, über das er sich sehr gefreut hat und das in seinem Arbeitszimmer sicher einen würdigen Platz finden wird.

18.05.2017 - 02.06.2017

 

Die Entscheidung ist gefallen

Das neue Seniorenzentrum an der Hohen Straße hat einen Namen

Zurzeit entsteht in Kamenz, direkt auf dem Bautzner Berg, eine moderne und attraktive Einrichtung für pflegebedürftige Senioren. Die zukünftige Betreibergesellschaft, die AZURIT Rohr GmbH aus Eisenberg/Pfalz, hat hierzu in den vergangenen Wochen einen Namenswettbewerb ausgeschrieben, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger aus Kamenz und der Umgebung beteiligen konnten. Als Anreiz lockt die Verlosung eines Grillfestes für 10 Personen, ausgerichtet vom AZURIT Event Catering.

Hohe Beteiligung bei der Namensfindung

Zahlreiche Bürger aus Kamenz und Umgebung (u. a. Schönteichen, Elstra, Panschwitz-Kuckau, Bischofswerda und Wachau) hatten ihre Namensvorschläge bis zum 10. Mai auf den vorbereiteten Karten eingetragen und in den dafür vorgesehenen AZURIT Briefkasten im Rathaus Kamenz geworfen oder per E-Mail an die zukünftige Hausleiterin der AZURIT Senioreneinrichtung, Kathleen Hanschke, versendet.

Die sechsköpfige Jury, bestehend aus dem Oberbürgermeister der Stadt Kamenz Roland Dantz, Frank Kunze (stellvertr. Dezernent für Stadtentwicklung und Soziales), Margot Sarink (Vorsitzende der Seniorenvertretung Stadt Kamenz und Schönteichen), Ernst-Ferdinand Egel (Mitglied der Seniorenvertretung Stadt Kamenz und Schönteichen) sowie Monika Hoffmann (Mitglied der Arbeitsgruppe Soziales) und Kathleen Hanschke (zukünftige Hausleiterin der Senioreneinrichtung), tagte am Donnerstag letzter Woche. Sie sichteten die Vorschläge und trafen ihre Auswahl. „Es ist wirklich klasse, dass sich so viele Menschen an unserem Namenswettbewerb beteiligt haben“, resümiert Kathleen Hanschke. „Insgesamt 105 unterschiedliche Namensvorschläge haben wir erhalten – da fiel die Namenswahl ganz schön schwer.“

Die Entscheidung ist – einstimmig – gefallen

Noch wird sie aber nicht verraten, da die offizielle Namensverkündung durch die AZURIT Gruppe im Rahmen eines feierlichen „Tauffestes mit Tag der offenen Tür“ am Samstag, den 10. Juni 2017 ab 11.00 Uhr, auf der jetzigen Baustelle des neuen Seniorenzentrums an der Hohe Straße geplant ist. „Wir freuen uns schon auf die erste offizielle Veranstaltung in Kamenz“, so Kathleen Hanschke. „Interessierte, die mit uns die Taufe feiern wollen, sind herzlich dazu eingeladen.“

18.05.2017 - 02.06.2017

LGS-Gebäudeservice Lausitz umgezogen

Neuer Standort – Neue Möglichkeiten

Aus Anlass des Umzugs hatte der Firmeninhaber, Stefan Vetter, zu einer kleinen Feier geladen, der viele Geschäftsleute, Freunde und Bekannte aus Kamenz und Umgebung gefolgt waren. Auch der Oberbürgermeister Roland Dantz und die Wirtschaftsreferentin Doreen-Charlotte Hantschke ließen es sich nicht nehmen, um mit einer Rhododendron-Pflanze zum neuen Domizil zu gratulieren.

In seiner kleinen Rede skizzierte Stefan Vetter kurz den Werdegang des Unternehmens, dass seit 2004 existiert. Es ist seitdem gewachsen und wird heute von 25 fleißigen Mitarbeitern getragen. Insofern war auch ein Umzug aus dem bisherigen Quartier „An der Mönchsmauer“ erforderlich geworden. Als überzeugter Kamenzer Unternehmer kam nur ein Firmensitz in Kamenz in Frage. Diesen hat das Unternehmen nun auf dem Firmengelände der Schuster Elektrotechnik Nebelschütz GmbH im Jesauer Feldweg 16 gefunden. Er dankte der Geschäftsleitung für das Entgegenkommen und die Bereitschaft auf die räumlichen Wünsche seiner Firma einzugehen. Der neue Firmensitz wird dem erreichten Geschäftsumfang gerecht und bietet darüber hinaus außerdem weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Wir wünschen der LGS-Gebäudeservice Lausitz weiterhin viel Erfolg und zufriedene Kunden!

 

Die ehemaligen Geschäftsräume im alten Postgebäude können natürlich jederzeit durch interessierte Unternehmer angemietet werden. Informationen hierzu sind unter folgenden Links zu finden: http://kamenz.de/gewerbeflächenbörse.html oder http://wachstumsregion-dresden.de/de/unternehmen/index.php?id=6.

18.05.2017 - 02.06.2017

Das war der 24. Tag der offenen Tür der FF Kamenz-Stadt

Die FF Kamenz-Stadt bedankt sich noch einmal recht herzlich für den zahlreichen Besuch zum Tag der offenen Tür am 1. Mai 2017. Der Tag der offenen Tür war wieder eine tolle Möglichkeit, das Tun der Feuerwehr in der Öffentlichkeit zu präsentieren! Dies geschieht nun schon seit einigen Jahren gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Bautzen, welcher ebenfalls an diesem Tag seine Tore öffnet.

Gedankt sei auch für die direkte und indirekte Unterstützung lokalen Firmen, ohne die, so die FF Kamenz-Stadt, dieser Tag nur schwer durchführbar wäre Also vielen Dank noch einmal!

Die Mitglieder FF Kamenz-Stadt hoffen natürlich auch für das nächste Jahr wieder viele Kamenzerinnen und Kamenzer, besonders Eltern mit ihren Kindern, begrüßen zu dürfen. Vielleicht entdeckt das ein oder andere Kind eine interessante Freizeitbeschäftigung, denn die Jugendfeuerwehr ist immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern! Natürlich gilt das ebenso für die „Erwachsenen-Feuerwehr“.

Ach so: Nicht vergessen die Gewinne der der diesjährigen Tombola können in der Zeit von 18 – 20 Uhr in der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kamenz-Stadt, Güterbahnhofstr. 17b in Kamenz abgeholt werden. Nach dem 26.05.2017 erlischt jeder Gewinnanspruch!

Die Losnummern, für die noch Gewinne für die diesjährige Tombola abgeholt werden können, finden sich unter dem Link: https://feuerwehrkamenz.de/aktuelles/9-aktuelles/314-tombola-zum-24-tag-der-offenen-tuer-der-ff-kamenz-stadt.

Abschließend sei im Zusammenhang mit der Tombola im Namen des Wehrleiters der Feuerwehr Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, und des Vorsitzenden des Fördervereins Feuerwehr-Kamenz Stadt e.V., Stefan Lindner, allen Sponsoren, Helfern und Familienangehörigen der Vereinsmitglieder für die gewährte Unterstützung recht herzlich gedankt.

18.05.2017 - 02.06.2017

18.05.2017: Städtepartnerschaft Kamenz und Kolin

Der erste Schwimmwettkampf – Ein gelungener Auftakt

Eine neue Seite in der Städtepartnerschaft zwischen Kolin und Kamenz wurde aufgeschlagen

Schon vor geraumer Zeit hatte der Sportschwimmclub Kolin (SOPKo) zum Partnerschaftsstadtschwimmen Kolin - Kamenz  in das Hallenschwimmbad Kolin eingeladen. Gut war, dass sich der Ostsächsische Schwimmverein Kamenz e.V. (OSSV) nicht lange bitten ließ und – unterstützt von der Stadt Kamenz – die Organisation auf Kamenzer Seite übernahm. So konnte sich dann das Schwimmteam des OSSV am Sonnabend, dem 13. Mai auf den Weg nach Kolin machen.

Eine herzliche Begrüßung im Koliner Rathaus

In Kolin am Rathaus eingetroffen, erwartete uns bereits Vera Dolezalova, die unsere Mannschaft herzlich begrüßte, uns in bewährter Art und Weise als Übersetzerin zur Seite stand und für uns zwei Tage bei allen Problemen half. Da es der erste Schwimmwettkampf zwischen dem SOPKo und dem OSSV im Rahmen der Städtepartnerschaft war, hatte er sicher einen besonderen Stellenwert, aber die große Herzlichkeit der Tschechen beeindruckt immer wieder. Die Kinder wurden in den festlichen Ratssaal geladen und vom stellvertretenden Bürgermeister und dem Kulturbürgermeister begrüßt. Sicher war das, was dann in den offiziellen Reden gesagt wurde, für sie vielleicht nicht besonders interessant, aber sie saßen wie die Mäuschen und lauschten einer recht langen Begrüßungszeremonie. Zum Schluss gab es dann auch noch für sie Gastgeschenke. Sie waren mächtig beeindruckt!

Sportliche Freizeit mit Koliner Schülern

Im Anschluss an die Begrüßung ging es zur Jednicka-Grundschule, wo unsere Kinder von der Direktorin, zwei Lehrerinnen und sieben Grundschülern wieder sehr herzlich und unverkrampft begrüßt wurden. Nach einer Schulbesichtigung, der Erfrischung mit Getränken und Obst wurden gemeinsam Ratespiele und dann Zweifelderball mit gemischten Mannschaften gespielt. Erstaunlich war dabei, wie schnell Kinder die durchaus vorhandenen Sprachbarrieren abbauten. Und zum Schluss gab es dann für unsere Kinder wieder kleine Gastgeschenke. Im Übrigen sucht die Schule in Kamenz eine Partnerschule. Vielleicht ist das auch noch eine Möglichkeit, die Städtepartnerschaft auszuweiten.

Der Wettkampftag und eine große Überraschung

Am Sonntag war es dann soweit – der Wettkampftag: Nicht nur die Stadtverwaltung Kolin war bestens auf das erste Schwimmfest der Partnerstädte vorbereitet, auch der Schwimmverein von Kolin hatte voll mitgezogen. Der Verein hat in einer sehr schönen, nicht nur funktionell-, sondern auch freizeitorientierten Schwimmhalle seine Heimstatt. Dort erwarteten uns 55 Schwimmer(innen), Betreuer, Trainer – alle in einheitlicher Kleidung, was ein sehr schöner Anblick war. Wieder war es die herzliche Begrüßung mit dem Austausch von Gastgeschenken, die beeindruckte. Und dann eine nicht geahnte Überraschung: Zur Eröffnung des Wettkampfes wurden die Nationalhymnen beider Staaten gespielt. Auf den Gedanken muss man erst mal kommen. Soviel Ehre für Kinder! Wunderbar! Das ist angekommen!

Die Ergebnisse

Es gab 20 Wettkämpfe, an denen 55 Kinder bzw. Jugendliche aus Kolin und 7 aus Kamenz teilnahmen. Jeder der Kamenzer Schwimmer(innen) stellte sich in 5 Wettkämpfen. Die erreichten Ergebnisse können sich aus Kamenzer Sicht sehen lassen: Neben guten 4. und 5. Plätzen einmal Platz 1, fünfmal Platz 2 und zweimal Platz 3. So erreichte Marek Hirschberg (JG 04) den ersten Platz in der Disziplin „100m Brust“ in 1:36,51min, den zweiten Platz in den Disziplinen „100m Rücken“ in 1:23,9min, „100m Freistil“ in 1:14,23min, „100m Schmetterling“ in 1:26,40min sowie „200m Lagen“ in 3:02,26min. Paul Hetmank (JG 06) erreichte bemerkenswerte dritte Plätze in „50m Freistil“ in 42,24s und in „100m Lagen“ in 1:48,59min. Und auch der durch Annalena Hanke (JG 06) zweite Platz in „50m Brust“ mit 52,11s sei an dieser Stelle erwähnt.

Der Ausblick

Aber nicht nur die Ergebnisse zählen. Viel schwerer wiegt sicherlich, dass sich die Menschen beider Städte nähergekommen sind. Hier erfüllte sich ganz konkret und praktisch die oftmals als Phrase gebrauchte Völkerverständigung des Sports. Auf jeden Fall wird es wieder einen Vergleichskampf zwischen dem OSSV und dem SOPKo geben, dann aber in Kamenz. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem OSSV – und hier gilt der Dank besonders Edeltraud und Theo Schnappauf –  konnte der Wettkampf in Kolin und wird er dann – voraussichtlich im nächsten Jahr – in Kamenz stattfinden.

Knihovna heißt Bibliothek -Erfahrungsaustausch der Bibliotheken Kamenz und Kolin

Dass die Stadtbibliothek“ G. E. Lessing“ an einem Öffnungstag geschlossen bleibt, ist für ihre Nutzer ungewöhnlich. Am 12. Mai 2017 hatten sie aber großes Verständnis dafür. Das Bibliotheksteam startete an diesem Freitagmorgen nicht wie gewohnt die Computer in der Bibliothek, sondern das Dienstauto der Stadt Kamenz und los ging die Reise in die tschechische Partnerstadt Kolin. Grund war eine Einladung zum tschechisch-deutschen Kulturfrühling. Das Navi war programmiert mit Ziel „MESTSKA KNIHOVNA KOLIN“. Nach einer herzlichen Begrüßung gab es viele anregende Begegnungen mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen. Bei der Besichtigungstour durch die Bibliothek staunten die Kamenzer über mehrere kleine Ausstellungen, die ideenreich und kreativ über die Lessingstadt informierten. Die Verständigung war durch die hervorragenden und humorvollen Übersetzungen von Frau Vera Dolezalova zum Glück kein Problem. Sie kennt Kamenz bereits durch viele Städtepartnerschaftsbesuche.

Der Koliner Bibliotheksleiter Herr Karnik sowie seine Stellvertreterin Frau Vodizkova (li.) boten den Kamenzer Gästen einen umfassenden Einblick in ihre Arbeit. Dank der hervorragenden Übersetzungen von Frau Dolezalova (re.) konnte gefachsimpelt werden.

Nach einem gemeinsamen typisch tschechischen Mittagessen gab es eine kleine Stadtführung rund um den Karlsplatz im mittelalterlichen Stadtzentrum. In Kolin existierte seit dem 14. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Historische Zeitzeugen sind ein gut erhaltenes jüdisches Viertel mit der Synagoge aus dem 15. Jahrhundert. Im klassizistischen Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule befindet sich heute die Stadtinformation. Das Bibliotheksteam übernachtete im ehemaligen Rabbiner-Haus. Die jüdische Gemeinde zerfiel im Jahr 1953. In der Synagoge, die heute kulturellen Zwecken dient, erlebten die Kamenzer am Abend einen Festakt mit klassischem Konzert des international prämierten Zemlinsky-Streichquartetts. Im Anschluss wurde eine Publikation deutsch-tschechischer Lyrik von Literaten des Koliner Elbegebietes präsentiert. Der Koliner Bürgermeister Vit Rakusan, der die Veranstaltung moderierte, kam bei einem kleinen Bankett und leichtem Swing im Innenhof der Synagoge dann mit den deutschen Gästen ins Gespräch. Er gab ihnen die herzlichsten Grüße an alle Kamenzer Bürger mit auf den Weg der Heimreise. Die Koliner waren tolle Gastgeber, so dass nicht nur neue Kontakte geknüpft wurden, sondern die tschechischen Bibliothekare im nächsten Jahr zum Gegenbesuch in Kamenz erwartet werden.

18.05.2017 - 01.06.2017

27.04.2017: Wie kann der gymnasiale Schulstandort entwickelt werden?

 

Wer mit dem Paddel auf den Teich schlägt,

bringt die Fische in Bewegung.

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer,

wenn im wahrsten Sinne des o.g. Zitates die unterschiedlichsten Leute mit den unterschiedlichsten Gedanken in Bewegung kommen, dann ist das gut, denn natürlich ist die Frage sehr wichtig, wie der gymnasiale Campus durch den Aufgabenträger, den Landkreis Bautzen, – und natürlich unter der Mitwirkung der Stadt Kamenz – letztendlich gestaltet wird. Und so kursiert ein offener Brief zur Bürgerbeteiligung in unserer Stadt.

Am Freitagabend hatte der Kamenzer Klub „Gotthold Ephraim Lessing“ unter der Frage „Kamenz wohin gehst Du?“ zu einem interessanten Gespräch über Stadtentwicklungsfragen eingeladen. Der fast zwei Stunden andauernde Gedankenaustausch brachte die unterschiedlichsten Themen zur Entwicklung der Altstadt, zur Gesamtentwicklung der Stadt u.a. der Wirtschaftsentwicklung und vieles mehr auf den Tisch. Natürlich wurde beinahe erwartungsgemäß auch die Frage, welche Nutzung in einem Bereich unterhalb der Lessingschule denkbar, vielleicht auch machbar ist, nicht ausgespart.

Höchstwahrscheinlich ist es bisher nicht so deutlich geworden, aber natürlich bedingt eine Umsetzung eines Gesamtprojektes auf dem gesamten Areal die Antwort auf die Frage, wie groß muss unter Berücksichtigung auch einer wachsenden Stadt die Fläche für den Bereich der Lessingschule – wenn man so will für den Campus – an dieser Stelle sein.

Was hat der Kamenzer Stadtrat dazu entschieden?

Er hat schon im vergangenen Jahr klargestellt, dass die notwendigen Flächen, die der Landkreis benötigt, auch bereitgestellt werden, und damit ist auch klar und sichtbar, dass die Betrachtung des gymnasialen Bildungsstandortes einen zentralen Platz einnimmt.

In der Diskussion am Freitagabend war dafür eine gute Basis vorhanden. Die Menschen wussten, dass der Landkreis als Schulträger die Aufgabe für die Trägerschaft des Lessing-Gymnasiums ausfüllt und natürlich ist der Schulträger gut beraten, zu klären, ob eine Investition auf der Grundlage einer angenommenen 3-Zügigkeit zukunftsfähig ist, oder ob nicht – bedingt durch die Entwicklung der letzten Jahre – aber vielleicht auch mit dem Blick in die Zukunft schon jetzt eine 4-Zügigkeit notwendig ist. Und aus dieser Sicht ist es nur allzu verständlich, dass aus den unterschiedlichsten Richtungen diese Fragen aufgeworfen werden. Wir stehen dabei nicht abseits, sondern sind da schon im besten Sinne des Wortes mittendrin.

Was kann man machen?

Die Frage lässt sich von der Struktur vernünftigerweise einfach beantworten: Bleibt der Landkreis bei seiner Ansicht, dass das Ausbauprogramm mit der Grundlage einer 3-zügigen gymnasialen Lösung erfolgt, dann sollte er die Lösung der möglichen Erweiterung des gegenwärtigen Standortes im Ergebnis eines Stadtwachstums schon jetzt mit strukturell vorsehen. Dass betrifft die strukturelle Anordnung des Anbaus genauso wie den Standort der Sporthalle u.v.m. auszuschreiben.

Bei diesem Ansatz muss also genügend Grundstücksfläche zur Verfügung stehen, um eine solche Umsetzung zu ermöglichen. Es kann aber auch sein, dass aufgrund der eingetretenen Situation der Schulträger zu der Einsicht gelangt, dass schon jetzt eine 4-zügige Lösung die eigentlich zukunftsweisende ist und natürlich hat dies dann die entsprechenden Planungskonsequenzen. Das sieht man an der Konzeption des erforderlichen Anbaus, an der klaren Planung der Freiflächenangebote.

Der Schulstandort steht im Mittelpunkt

Inwieweit Teile dieser Fläche, die nicht für den anders als für den gymnasialen Standort benötigt werden, anders genutzt werden, muss natürlich erörtert werden.

Für die Etablierung des Gymnasiums in der Innenstadt gibt es Beschlüsse des Stadtrates und Verträge mit dem Landkreis.

Ich kann mir vorstellen, dass diese selbstverständliche Vorgehensweise nicht ganz offensichtlich war. Insofern ist das auch eine Gelegenheit, dies klar und deutlich festzustellen und ich denke, dass ich beinahe für eine Mehrheit des Stadtrats sprechen kann.

Es ist selbstverständlich, dass der Landkreis zu der Frage, an welcher Stelle er den Schulsportplatz errichten oder sanieren will, noch seine Position finden muss. Mir ist bekannt, dass man offensichtlich im Landkreis über eine Zusammenführung des gymnasialen Standortes mit dem Sportplatz nachdenkt. Ein Ergebnis oder eine offizielle Mitteilung liegt uns hierzu noch nicht vor. Eine solche würde eine neue Situation bedeuten, auf die reagiert werden müsste bzw. die neue Überlegungen erfordern würde. Um es also zusammengefasst auf den Punkt zu bringen, die Bildungsinhalte für den gymnasialen Standort, für den gymnasialen Campus werden ermittelt und sicher auch in die Diskussion gebracht werden. Der gymnasiale Bildungsstandort bestimmt das Areal und alles andere sollte sich nach diesen Bedürfnissen ausrichten. Das kann Handel sein oder Wohnen und Gewerbe. Diese Aufgabenstellung ist die eigentlich vollständige. Nur war dies eben auch in dieser Form nicht der Gegenstand der Betrachtung in der Beratung des Stadtrates am 29. März 2017, sondern die mehrheitlich getroffene Entscheidung baute auf diesem Grundkonsens und dieser Aufgabenstellung auf. Allerdings ist dies eben etwas anderes als der sehr breit angelegte Antrag von Teilen der CDU-Fraktion, so dass neben der angesprochenen Schwerpunktnutzung noch alternativ rechtlich geprüft werden sollte, „ob eine alternative Nutzung für Wohn- und Gewerbezwecke, für Bildung, für Sport- und Freizeitzwecke, oder für andere zulässig Zwecke (z.B. Läden, Gaststätten; nicht störende Handwerksbetriebe; Hotels, Pensionen usw.) vorab planungsrechtlich zu klären ist.“

Der Einreicher hatte dann auch selbst gesehen, dass ein solcher „Nutzungseintopf“ – oder wenn man es seriöser ausdrücken will – solch ein breit angelegter Nutzungskatalog kaum zu einem Erfolg führen kann und sichtbar war, dass man beinahe jede denkbar andere Nutzung angeführt hat, nur um möglicherweise vom Kern her, sich gegen eine Einzelhandelsnutzung auszusprechen, obwohl man bei der Antragsbegründung beteuerte, dass der Änderungsantrag nichts anderes beinhalten würde, als der im Ältestenrat besprochene und letztendlich mehrheitlich vorgeschlagene Beschlussantrag. Nach der sehr anstrengenden Debatte wirkte dann der teilweise Rückzug und der damit verbundene Vorschlag etwas hilflos, wenigstens den Begriff „Bildung“ in den Beschlusstext mit einzufügen. Keiner der am Antrag Beteiligten war offensichtlich in der Lage, dem Stadtrat zu erklären, was er denn genau damit meinte. Mir persönlich war klar, dass der Raum für den gymnasialen Bildungsbedarf ohnehin geklärt werden muss. Das war immer das eigentliche Kernziel des Kamenzer Stadtrates. Und so habe ich mich in dem Falle – was ich sonst selten tue – bei diesem Antrag der Stimme enthalten.

Fazit

Der Landkreis als Schulträger wird sich und muss sich entscheiden, welche Entwicklung er für richtig und angemessen hält. Wir werden uns mit Sicherheit dazu auch positionieren und auf den unterschiedlichen Ebenen darüber diskutieren. Die Stadt Kamenz ist – bei Klarheit durch den jetzigen Schulträger des Gymnasiums – gefordert, zum einen eine gegebenenfalls neue Situation zu bewerten, zum anderen den notwendigen Entwicklungsraum für das Gymnasium bereitzustellen oder auch unter Umständen vorzuhalten.

Umso schöner ist es und auch im besten Sinne gerade noch rechtzeitig, dass sich nun einige mehr Gedanken machen, wie die Zukunft der gymnasialen Bildung konkret in unserer Stadt gestaltet werden soll. Insofern ist das Bild der Fische im Teich zumindest interessant. Insofern hat der Kamenzer Stadtrat mit seiner klaren Überlegung, wie man die Flächen in diesem Bereich nutzen könnte mit dem Paddel auf den Teich geschlagen und die Fische im positiven Sinne in Bewegung gebracht.

 

Roland Dantz

Oberbürgermeister

 

Wie könnte eine Sportanlage unterhalb der Lessingschule aussehen?

Um dies etwas besser bildlich zu verdeutlichen, wurde die Sportanlage an der Macherstraße maßstäblich 1:1 in die in Frage stehende Fläche „eingespiegelt“.

Die Betrachtung des Areals unter Berücksichtigung des notwenigen Sportplatzes für die 1. Oberschule und den gymnasialen Standort zeigt auf den ersten Blick das obige Ergebnis.

Es kann sich im wahrsten Sinne des Wortes ein erstes Bild gemacht werden. Und sicher ist z. B. zu klären, wie die Abschirmung zur Oststraße aussieht. Es ist auch zu klären, welche Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft für die Gebäudestruktur des Schulstandortes bestehen oder wie ein ausreichendes Parkraumangebot realisiert werden kann. Diese Fragen und andere sind zu beantworten, wenn ein Lösung entstehen soll, die nachhaltig und zukunftsfähig sein soll.

Lageplan Vorplanungsstudie Umbau-/Erweiterungsbau mit möglicher Sporthalle des Lessing-Gymnasiums an der Henselstraße (Planungsgruppe Neumann GmbH)

Die Fläche für die Sporthalle war schon immer – also seit den Überlegungen für einen gymnasialen Bildungsstandort an dieser Stelle – für den möglichen Standort einer Sporthalle vorgesehen. Dafür hat die Stadt Kamenz die entsprechenden planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Des Weiteren stellt sie die erforderlichen Flächen dem Landkreis – als Schulträger des Gymnasiums – zur Verfügung.

 

 27.04.2017 - 17.05.2017

27.04.2017 Einkaufssonntag

Fast schon ein Sommertag in Kamenz

Der Ei(erei)nkaufssonntag am 9. April 2017

Die Sonne und die Temperatur hatten es an diesem Tag sehr gut gemeint. Vielleicht war es auch eine Belohnung für die Akteure und Beteiligten, die wieder viel Zeit und Kraft in die Vorbereitung und Durchführung dieses Einkaufssonntages oder, anders ausgedrückt, der „Eierei“ gesteckt hatten. Denn um das „Ei“ drehte sich an diesem Tag alles. Es gab so viele Aktivitäten, Angebote und Aufforderung zum Mitmachen, dass ein Benennen aller, diesen Rahmen sprengen würde. Deswegen nachfolgend ein paar optische Eindrücke, die stellvertretend für die gute Laune an diesem Tag stehen sollen, verbunden mit dem Dank an alle Beteiligten, die sich für das Gelingen dieses Tages eingebracht haben und die dafür sorgten, dass die Kamenzer und ihre Gäste einen vergnüglichen Nachmittag in „ihrer“ Stadt verbringen konnten. Die Innenstadt zeigte sich wieder einmal – belebt und trubelig – von ihrer schönsten Seite.

Solch ein Gewimmel möcht`ich sehn...
Alpakas auf dem Marktplatz - schon irgendwie merkwürdig, aber schön.
Nanu, ein geflochtenes Ei?
Aha, die waren das! Vielen Dank Birgit Nitsche (re.) von der Firma Naturnahe Gärten!
Mal eine ganz andere Art auf die Leseangebote der Stadtbibliothek aufmerksam zu machen.
Linus Becker machte es sich im "LeseEi" gemütlich.
Kaffee und Kuchen in Sachsen - Das muss sein.
Es gibt so viel zu sehen!
Schnell alles im Handy festhalten, ehe es eventuell vergessen ist.
"Green Eggs And Ham" - Ein zukünftiger Bob Dylan?
Von wegen leere Bautzner Straße - an diesem Tag nicht ...
Bemalte Flacheier
Beklebte Flacheier
Pelzige Eier
Gestaltete "Saurier" - Eier
Und die kleinen Wesen schleppen all die Eier zu Ostern an? Ist nicht wahr!
Die Herren der Kaninchen
Und wer die Eierei "satt" hatte, konnte sich durch die Gegend "kutschieren" lassen.
Zufrieden jauchzet groß und klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein! Olle Goethe kann sich ja nicht mehr wehren...
Osterbaum - Symbol des Erwachens neuen Lebens, des Neubeginns und des Frühlings
12.04.2017 Seniorenzentrum am Bautzner Berg

Seniorenzentrum am Bautzner Berg

Neben dem voraussichtlichen Eröffnungstermin am 1. September 2017 und weiteren Informationen zum Bau des Seniorenheims rief Kathleen Hanschke Kamenzerinnen und Kamenzer zu einem Namenswettbewerb auf, in dessen Rahmen – auf der Grundlage der eingesandten Namensvorschläge – eine Jury den Namen für das neue Seniorenzentrum bestimmt. Vom 27. März bis 10. Mai 2017 können Vorschläge für den neuen Namen der Einrichtung eingereicht werden. Gerne können auch Vorschläge per E-Mail an kamenz@azurit-gruppe.de eingereicht werden. Die Postkarten zur Teilnahme werden ab dem 22. März 2017 im Eingangsbereich des Rathauses zur Verfügung stehen. Unter allen Einsendungen verlost die AZURIT-Gruppe ein Grillfest für 10 Personen aus. Weitere Informationen zu diesem Pressegespräch finden Sie im Mitteilungsblatt - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung im Landkreis Bautzen - Ausgabe Kamenz, auf der Seite 11.

16.03.2017- 12.04.2017

31.03.2017: Einzelhandel an der Lessingschule auf den Weg gebracht?

Was wurde im Stadtrat am 29.03.2017 wirklich beschlossen?

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Einwohner,

aber vor allem auch sehr geehrte Gewerbetreibende, Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Stadt, bevor Sie sich den nachfolgenden Beschlusswortlaut durchlesen, können Sie sich mehrere Fragen stellen – z.B.:

  1. Weshalb sollte mit dem Beschluss des Stadtrates eine Bürgerbeteiligung nicht möglich sein?
  2. Hat der Stadtrat der Stadt Kamenz schon vollendete Tatsachen geschaffen, wenn er prüfen will, wie eine   Ausschreibung für Handelszwecke oder für eine Wohn- oder Gewerbenutzung erfolgt?
  3. Was spricht denn dagegen, neben der jetzt möglicherweise vorgesehenen Handelsnutzung die Alternative für Wohnen und Gewerbe mit abzuprüfen?
  4. Ist es nicht dann auch vernünftig, zum jetzigen Zeitpunkt zu entscheiden, ob man eine Ausschreibung für Wohn- und Gewerbezwecke für dieses Gebiet herbeiführen will?
  5. Was spricht denn dagegen, in einem Wettbewerb - im Ergebnis einer Ausschreibung - sich unterschiedliche Lösungskonzepte unterbreiten zu lassen, die nach zuvor gemeinsam entwickelten Kriterien bewertet werden?
  6. Ist es nicht sinnvoll, diejenigen zu befragen, die entweder Wohn- oder Gewerbenutzung anbieten, um auch herauszufinden, wie dieses für die Stadt wichtige Grundstück sinnvoll genutzt werden könnte, ohne dass wir selbst für aufwendige Wettbewerbe Geld ausgeben müssen?
  7. Ist denn der Stadtrat wirklich verpflichtet, ein Angebot anzunehmen, das vielleicht nicht die erwartete Lösung bringt? Oder ist er nicht frei, zu entscheiden, unter Umständen die Ausschreibung – wenn sie kein zutreffendes Ergebnis beinhaltet – aufzuheben?

 

Sicher können Sie sich die ein oder andere Frage stellen, aber vielleicht werden Sie auf der Suche nach eigenen Antworten zu einer anderen Schlussfolgerung bzw. zu einem anderen Ergebnis kommen, wenn Sie nun nachfolgend lesen, was wirklich im Stadtrat beschlossen wurde.

 

Was hat der Stadtrat der Stadt Kamenz am 29.03.2017 zum Gebiet unterhalb der Lessingschule entschieden?

 

Der Beschluss Nr. 2132/2017 lautet zusammengefasst wie folgt:                                                                             

  1. Der Beschluss Nr. 1980/2016 vom 04.05.2016 wird aufgehoben.
  1. Der Stadtrat beabsichtigt, die im Bebauungsplan „Stadterneuerung Kamenz Gründerzeitquartier“ ausgewiesene Fläche – derzeit Sondergebiet Handel – auszuschreiben und beauftragt den Oberbürgermeister, Kriterien für die Ausschreibung vorzubereiten und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen. Dabei ist rechtlich zu prüfen, ob eine alternative Nutzung für Wohn- und Gewerbezwecke vorab bauplanungsrechtlich zu klären ist oder ob eine Ausschreibung für Wohn- und Gewerbezwecke parallel zu einer Ausschreibung für Handelszwecke erfolgen kann.
  1. Der Beschluss zur Ausschreibung der unter Punkt 2 genannten Fläche wird durch den Stadtrat der Stadt Kamenz separat gefasst.“

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, liebe Einwohner,

vielleicht bemerken Sie jetzt, dass es hier bei der Meinungsbildung in der Öffentlichkeit offensichtlich Interessenlagen gibt, die mit wenig Mühe schnell zu durchschauen sind, weil sie auf einer unzutreffenden Berichterstattung und gegebenenfalls auf Nichtwissen der Beschlusslage beruhen.

In mehreren, ich kann beinahe sagen z.T. stundenlagen, Beratungen hat der Stadtrat darüber nachgedacht, wie er auf der Grundlage eines Angebotes, das der Stadt Kamenz unterbreitet wurde, reagieren kann.

 

Viele Stadträte standen vor der Frage: Wie weiter?

 

Der vorliegende Beschluss war dann nach reiflichen Überlegungen aus diesen Beratungen heraus entstanden und wurde vom Ältestenrat in dieser Weise, im Übrigen auch mit der Zustimmung der Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion, dem Stadtrat empfohlen. Selbst der dann in der Stadtratssitzung am 29.03.2017 gestellte Änderungsantrag der CDU-Fraktion beinhaltete ja ebenso die Vorbereitung einer Ausschreibung für Handel mit einer aber sehr weit gefassten Öffnung zur Betrachtung von Nutzungsalternativen. Dieser Änderungsantrag wurde dann im Verlauf der Debatte von den Einreichern zurückgezogen, so dass der u.a. im Ältestenrat empfohlene Beschlussvorschlag – und zwar zu den drei inhaltlichen Punkten extra – zur Abstimmung kam.

Meine Aufgabe als Oberbürgermeister sehe ich auch darin, den Stadtrat in diesen Fällen zu beraten, wie man in dieser Frage weiterkommt und vor allem, dass auch Entscheidungen getroffen werden, aus denen hervorgeht “was man will.“ Um herauszufinden, was für die Stadt Kamenz die beste Lösung ist, haben sich die Stadträte mit großer Mehrheit für eine sehr gestufte Herangehensweise ausgesprochen. Dies ist aus dem Beschluss heraus deutlich ersichtlich.

 

Ob ausgeschrieben wird, wird später entschieden

Am Rande sei auch erwähnt, dass sich der Stadtrat fast einstimmig – mit nur einer Gegenstimme – dafür ausgesprochen hat, dass der Beschluss zur Ausschreibung der unter Punkt 2 genannten Fläche (unterhalb der Lessingschule) separat gefasst wird. Damit ist klar, dass es einfach nicht stimmen kann, dass am vergangenen Mittwoch ein Einzelhandelsstandort auf den Weg gebracht wurde.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass in der interessanten Debatte und in der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung das Thema Einzelhandel an der Oststraße von der Bürgerschaft selbst thematisiert wurde und bei der abschließenden Schwerpunktsetzung einen sehr hohen Stellenwert bekam.

Was bitte soll denn der Kamenzer Stadtrat machen, wenn nicht in dieser Form dann auch dieser Fragestellung nachgegangen wird, ohne dass schon Entscheidungen getroffen werden, wie etwas geschieht? Und ist es nicht richtig, wenn darüber hinaus sogar noch in einer sehr ernsthaften Tiefe die Nutzungsalternativen Wohnen und Gewerbe untersucht werden?

Vielleicht ist jetzt erkennbar, warum die zuvor angeregten Fragen im Sinne der Selbstbefragung wichtig sind, um zu einem fundierten Urteil zu gelangen.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister der Lessingstadt
31.03.2017 - 17.05.2017
31.03.2017: Kamenz startet Standortkampagne als Batteriekompetenzzentrum

Auf der kreislichen Gewerbemesse „WIR“ startet am 31. März 2017 eine Standortkampagne der Stadt Kamenz mit Unterstützung der ACCUMOTIVE. Anlass sind die positiven Entwicklungen, die im Zusammenhang mit der 500 Mio. Euro umfassenden Investition der Daimler AG in ihre Tochter und dem damit verbundenen Bau der zweiten Batteriefabrik stehen und die auf den Standort, die Stadt, die gesamte Region sowie sachsen- und deutschlandweit ausstrahlen.

KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität

Kurz und prägnant ist der entwickelte und gestaltete Slogan. Er verdeutlicht unmissverständlich und ein wenig stolz, dass in Kamenz Großes passiert.

Die Schlüsseltechnologie und eigentliche Voraussetzung der Elektromobilität liegt in leistungsstarken und sicheren Batterien, die für die Fahrzeuge der Daimler AG in der Lessingstadt produziert werden.

Botschaft wird auf vielen Kanälen kommuniziert

Möglichst viele sollen davon erfahren. Deshalb hat die Stadtverwaltung z. B. einen neuen Hybrid-Mercedes-Pkw der TG Autohandels GmbH in den Fuhrpark aufgenommen, der nicht nur der praktischen Bewältigung städtischer Aufgaben dient, sondern auch als adäquater Werbeträger gestaltet für viel Aufmerksamkeit und Resonanz sorgen wird. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass der Slogan „KAMENZ – THE PLACE TO [E] / Batterie-Kompetenz-Zentrum [E]lektromobilität“ in Zusammenarbeit mit der Kamenzer Graphixer GmbH erfolgte, die auch für die optische Umsetzung auf dem Fahrzeug verantwortlich war.

Auf diesem und anderen zukünftigen Werbemitteln wird auf die eigens gestaltete zentrale Website www.kamenz.de/e-mobility hingewiesen, auf der man Aktuelles und Wissenswertes zum Technologiestandort erfährt.

Auch ist hier der Verweis auf das Fachkräfte-Recruiting der ACCUMOTIVE platziert, das sich übrigens auch zur Messe „WIR“ am Stand der Stadt Kamenz wiederfinden wird.

Online und damit öffentlich zugänglich wird diese Website ab dem 31. März 2017 sein.

Ein Besuch der Website und des städtischen Messestandes zur „WIR“ lohnt sich!

31.03.2017 - 07.04.2017

27.02.2017: Einladung Einwohnerversammlung Leitbilddebatte am 02.03.2017

Am Donnerstag, dem 02.03.2017 um 19.00 Uhr findet im Ratssaal die Auftaktveranstaltung zur Leitbilddebatte statt. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

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10.02.2017: Rede des OBs zum Neujahrsempfang 2017

Rede des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang 2017

 

Rede des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

Denkanstöße – Zum Weiterdenken

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie heute hier zum diesjährigen Neujahrsempfang in unserem Kamenzer Rathaus ganz herzlich begrüßen.

Wir freuen uns, dass unter uns

  • das Mitglied des Bundestages Maria Michalk
  • die Vertreter des Sächsischen Landtages, Aloysius Mikwauschk, aber der Vizepräsident des Sächsischen Landtages, Horst Wehner

weilen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich bitte kurz aus dem Begrüßungsreigen aussteigen und Ihnen von einem Wunder berichten.

Ja, manchmal geschehen eben auch noch Wunder.

Ja, alle wissen es, die Lessingschule wird erhalten werden und an ihrem alten Standort ihre eigene Geschichte weiterführen. Aus dem Gebäude der 2. Oberschule an der Saarstraße wird ein modernes zeitgemäßes Schulgebäude mit allen Dingen, die dazu gehören.

Der Freistaat wird ab 2022 mit über 200 Beschäftigten den Behördenstandort Kamenz stärken. Und wenn alles geschafft ist, natürlich mit Sporthalle und Sportplatz, werden bis 2022 ca. 50 Mio. EUR in unsere Stadt Kamenz investiert sein.

In diesem Zusammenhang möchte ich dem Landrat Michael Harig danken und insbesondere auch Udo Witschas, der heute in seiner Eigenschaft als 1. Beigeordneter Vertretung des Landrates unter uns weilt.

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns über den Besuch des Präsidenten der Sächsischen Handwerkskammer Dr. Jörg Dittrich und des Geschäftsführers Dr. Andreas Brzezinski. Ebenso begrüße ich die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Sabine Gotscha-Schock.

Herzlich willkommen heiße ich die Vertreter der Wirtschaft, ich begrüße besonders Sie, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Vertreter des Handwerks, die in so großer Zahl in unserem schönen Ratssaal erschienen sind.

Es ist im gewissen Sinne heute wieder versammelte Wirtschaftskraft in diesem schönen Raum.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der diesjährige Neujahrsempfang steht in besonderer Weise für die Würdigung des Ehrenamtes.

Sie, die sich in Sport und Kulturvereinen, im sozialen Bereich oder auch im Brand- und Katastrophenschutz engagieren, bestimmen mit vielen anderen das Leben und das Bild unserer Lessingstadt. Die Bürger, aber auch die vielen Unternehmen sind es, die anpacken und die Dinge bewegen. Sie sollen am heutigen Abend im Mittelpunkt stehen. Besonders jene, die aus der Bürgerschaft heraus vorgeschlagen wurden, um ihnen besonders zu danken.

Auch Ihnen ein herzliches Willkommen!

Ich begrüße weiterhin am heutigen Tag die Vertreter des Kamenzer Stadtrates sowie die Ortsvorsteher unserer Stadt. Sie alle haben im vergangenen Jahr fleißig gearbeitet.

Ich begrüße darüber hinaus, für die Gemeinde Schönteichen, mit der uns eine Verwaltungsgemeinschaft verbindet, Kollegen Weise, die Vertreter der Kirchen, der City-Initiative, die Leiterinnen und -leiter der Kamenzer Schulen und Kindereinrichtungen, den Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaften, Herrn Schomber und das Vorstandsmitglied der ewag kamenz, Herrn Klein.

Gegrüßt seien auch die anwesenden Vertreter der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, der Volksbank Bautzen und der Deutschen Bank.

Und wir freuen uns ebenso, dass die Vertreter der Medien unserer Einladung gefolgt sind. 

In diesem Jahr hat ein Ereignis Premiere. Zum ersten Mal wird der Preis mit dem Titel „Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth-Preis 2017“ verliehen. Dies ist der besondere Punkt am heutigen Abend, den Sie, sehr geehrter Herr Schiewack, als eine Herzensangelegenheit „vollziehen“ werden. Deshalb ein herzliches Willkommen an den Stifter des Preises, Michael Schiewack, von der gleichnamigen Ergotherapie-Praxis. Doch dazu Näheres später.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben wieder einen ambitionierten Neujahrsempfang-Parcours aufgebaut, der natürlich kulturell und kulinarisch umrahmt wird. 

Da kann ich mich für den ersten Abschnitt des kulturellen Teils schon jetzt bei der freischaffenden Musikerin und Lehrerin an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule Bautzen, Frau Jule Malischke bedanken. Jule Malischke begann im Herbst 2013 ihren Masterstudiengang „Jazz /Rock/Pop akustische Gitarre Weltmusik“ an der Carl Maria von Weber Musikhochschule in Dresden bei Prof. Thomas Fellow. Sie produzierte im Herbst 2014 ihr Debütalbum “WHATEVER MAY HAPPEN” (Was auch immer passiert). Freuen wir uns als auf eine sowohl anspruchsvolle wie auch musikalische Begleitung an diesem Abend.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist einfach schön, von hier aus in den vollen Ratssaal zu blicken. Schon jetzt ein großes Dankeschön, dass alle, die unserer Einladung gefolgt sind. Was wir hier sehen, sind in keiner Weise alternative Fakten, denn Sie sind wirklich da.

„Neujahrsempfangserprobte“ werden jetzt vielleicht im inneren stöhnen, denn mehr als elf Mal habe ich Sie mit durchaus langen Rückschauen – lassen Sie mich das so sagen – bereichert oder gequält.

Das Jahr hat 365 Tage und ich habe mich immer nach Kräften bemüht, sichtbar unterstützt von meinem Referenten, Herrn Käppler, Bilanz zu ziehen.

Heute wird alles anders. Versprochen!

Dafür gibt es zwei Gründe:

Als ich in unserer Stadt unterwegs war, entdeckte ich dieses Werbeplakat: „Deine Bilanz ist zum Heulen? Dann wird es Zeit für Plakate!“ Daraus kann man – mit Augenzwinkern – den Schluss ziehen: Wenn du nichts zu bieten hast, dann mache Marketing. Bezogen auf die letzten Jahre, besonders 2016 können wir dies – so glaube ich – jedoch locker anders sehen.

Der zweite Grund ist damit verbunden, dass sie wichtige Ereignisse, die uns im letzten Jahr begleiteten, in Ruhe nachlesen können. Dafür hat Herr Käppler mit einer kleinen in eine Broschüre gefassten „Rückschau“ gesorgt. Und so kann ich heute gerade in der Rückbesinnung auf 2016 und das, was uns aktuell bewegt, etwas anders – lassen Sie es mich so sagen – zupacken.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie sind – da ich das Bilanzieren gewissermaßen verabschiedet habe –vielleicht gespannt, unter welchem Leitmotiv meine Worte an diesem Abend stehen werden.

Ich halte es – und das ist vielleicht nicht verwunderlich im Jahr der Lessing-Preis-Verleihung – mit Lessing. Er schrieb 1768 im 95. Stück der „Hamburgische Dramaturgie“:

„Ich erinnere hier meine Leser, daß diese Blätter nichts weniger als ein dramatisches System enthalten sollen. Ich bin also nicht verpflichtet, alle die Schwierigkeiten aufzulösen, die ich mache. Meine Gedanken mögen immer sich weniger zu verbinden, ja wohl gar sich zu widersprechen scheinen: wenn es denn nur Gedanken sind, bei welchen sie Stoff finden, selbst zu denken. Hier will ich nichts als Fermenta cognitionis ausstreuen.“

Ersetzen Sie, sehr geehrte Damen und Herren, „Leser“ durch „Zuhörer“, „Blätter“ durch „Rede“, „dramatisches System“ durch „Ansichten“ und sie haben das Motto des heutigen Abends – das Austreuen von Fermenta cognitionis, also das Ausstreuen von Gedanken, die zum Selbst- und Weiterdenken bewegen. Lessing muss sein – in Kamenz ist dies so!

Es geht auch einfacher: Jeder hat einen Kopf zum Denken und der ist rund, so dass die Gedanken kreisen können. Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer Stadt ist viel geschehen, manches wiederholt sich Jahr für Jahr – so unser Forstfest.

Manches kommt aber auch neu hinzu, so zum Advents-Spektakulum 2016, als mehr als 32 im Lessing-Look kostümierte Lehrerinnen und Lehrer ein Weihnachtslied singend dazu beitrugen, dass 50 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren von Kamenz vom MDR-Sachsen mit einer Fahrt in den Weihnachtszirkus belohnt wurden.

Ich will nun versuchen, gerade aus den Geschehnissen, den so klaren Impulsen aus dem letzten Jahr, einige Gedanken, wie Sie es vielleicht nicht gewohnt sind, an Sie heranzutragen.

Was hat uns im letzten Jahr bewegt?

Worauf hoffen wir in der kommenden Zeit?

Gegenwärtig beherrscht uns – und nicht nur unter dem Handeln des neugewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump – die Frage nach der Sicherheit in unserem Land.

Die Ereignisse am Anfang des letzten Jahres und im Dezember haben dies mit unglaublicher Härte gezeigt. Die ganze Schärfe auch der Unterlassungen, der Illusionen schlug uns am Neujahrsmorgen ins Gesicht.

Meine –  in einem Interview öffentlich geäußerte – Kritik aus dem Jahr 2015 fand im vergangenen Jahr leider ihr Bestätigung. Heute wird darüber diskutiert, dass die Verantwortung zur Verhinderung terroristischer Anschläge in die Hand des Bundes in vollem Umfang gehört; und meiner Meinung auch nach wie vor die Fragen des Asyl- und Aufenthaltsrechts. Offensichtlich ist man in der Rückschau – wie so oft – klüger. Es ist doch eine allgemeine Erkenntnis, dass – je mehr in einem Topf herumrühren – die Gefahr der mangelnden Übersicht immer größer wird. Das weiß der Handwerksmeister genauso wie ein Bürgermeister. Aber offenbar tut sich der große Politikbetrieb damit schwer. Hier scheint es mitunter mehr um Abgrenzungen und Kompetenzrangeleien zu gehen als um das mit aller Kraft und mit allem Einsatz zu lösende Problem.

Warum lasse ich mich darauf ein?

Wenn die eigene Tochter nur durch Zufall den Ort des Münchner Anschlages früher verlässt als sonst, dann wird das Geschehen über Fernsehkanäle sehr persönlich und vor allem sehr direkt. Auf einem Weihnachtsmarkt können sich auch Sie selbst oder Ihre Kinder aufhalten.

Es ist unsere Aufgabe als Bürgerinnen und Bürger, diejenigen zu befördern, die vielleicht im Zweifel sind, ob die jetzigen Sicherheitsstrukturen den Anforderungen genügen. Die Reformbestrebungen des Bundesinnenministers sollten wir alle, eingedenk auch der Verantwortung, die wir gemeinsam haben, unterstützen. Es gibt auch dafür einen ganz einfachen und sehr verständlichen Grund: Weil es uns betrifft oder betreffen kann.

Wie können wir miteinander leben?

Zunächst: Wir leben hier in Kamenz gut miteinander, zunächst weitestgehend friedlich.

Aber ehrlich – leben wir vielleicht auch mehr nebeneinander?

Was ist immer noch nicht eingelöst?

Über ein Einwanderungsrecht, das Transparenz und Berechenbarkeit schafft, wird auf Bundesebene nicht – zumindest für uns nicht wahrnehmbar – gesprochen. Die einzig konkreten Antworten sind Verschärfungen des Asylrechts. Abschiebung ist die Antwort auf genährte Hoffnungen.

Lassen Sie mich kurz die Geschichte einer jüngeren Asylbewerberin erzählen:

Sie kam 2005 aus ihrer afrikanischen Heimat in unser Land. Ihr Asylantrag wurde damals abgelehnt. Fakt ist, sie ist heute noch hier, spricht sehr gut Deutsch, hat sich im besten Sinne des Wortes integriert. Sie kann hier als Pflegekraft arbeiten. Der Ausbildungsbetrieb will sie gern weiter ausbilden, aber er bräuchte Sicherheit. Mit dem Asylrecht und dem damit verbundenen Ausländerrecht kann man die Situation nicht auflösen. Mit einem Einwanderungsrecht, wie es viele andere Staaten haben, schon. Sie will hier leben und arbeiten. Sie hat ein Ausbildungs- und Jobangebot. Sie spricht Deutsch – und wir brauchen solche Menschen.

Was spricht eigentlich dagegen, wenn wir hier mit Behutsamkeit und Augenmaß unsere deutsche Gesellschaft ändern und über andere, aber verbindliche „Spielregeln“ nachdenken?

Wer vor Verfolgung geschützt werden muss, soll seinen Schutz bekommen. Wir können dies aber auch mit der Frage verbinden: Was bist du bereit zu geben? Oder genauer: Wir verlangen von dir, dass du gemeinnützig arbeitest, wenn du keinen Job in der Wirtschaft finden kannst. Und wer dies kann, aber vielleicht nicht will – kann gern entscheiden.

Für diejenigen, die jetzt gedanklich gleich „aufspringen“, wenn solch eine Überlegung geäußert wird, sei gesagt: Natürlich muss man differenzieren: Wer alt oder krank ist, kann dies nicht leisten, auch Schwangere nicht und Mütter, die sich um ihre Kinder kümmern müssen. Was ist aber mit jenen, die es könnten, die jünger sind und kräftig genug. Manchmal scheint mir, dass uns nicht klar ist, wie wir mit dieser Art der Flüchtlingspolitik, mit dieser leider gelebten Praxis die Menschen, die zu uns gekommen sind, würdelos machen. Wir verlangen nicht, dass der, der ausreichend essen und friedlich wohnen will, auch dafür arbeiten muss und scheren damit alle über einen Kamm.

Aber die vorhin erwähnte junge Frau aus Afrika, die hat sich nach Kräften bemüht, um sich hier ein neues Leben aufzubauen.

Was – sehr geehrte Damen und Herren – geschieht um uns herum in Europa?

Warum brach die Bevölkerung einer großen Wirtschaftsnation wie Großbritannien mit Europa?

Es war ein folgenschwerer Fehler der Bundesregierung im September 2015 – über Nacht und im Alleingang – die Entscheidung zur unkontrollierten Aufnahme von Asylbewerbern, und darunter auch viele Wirtschaftsflüchtlingen, zu treffen. Uns ist doch hoffentlich klargeworden, das Dublin II mit dem Schutz der EU-Außengrenzen vor allem einem nutzt, uns Deutschen, oder besser nutzen sollte. Zu dumm, auch die anderen haben dies erkannt. Sie glauben mir nicht? Das verstehe ich.

Was wissen wir über die Zustände in Italien – Sizilien, in Griechenland – auf Lesbos wirklich? Bekannt ist: Luxemburg ist einer der kleinsten Staaten in der EU mit ca. 550.000 Einwohnern, soviel wie unserer Landeshauptstadt wohnen. Dresden hat 2016 1.839 Asylbewerber aufgenommen. Luxemburg im Zeitraum September 20115 bis September 2016 ganze 195 Erstanträge (bei einer Gesamtzahl von 205 Asylbewerbern) registriert.

Deutschland ist Exportweltmeister! Führen dann Alleingänge, begleitet von wenig glaubwürdigen Unterstützern, wie dem dienstältesten Außenminister in der EU wirklich zum besseren Verstehen aus tschechischer, polnischer, ungarischer, französischer und österreichischer Sicht?

Warum ist mir dies am heutigen Abend wichtig?

Wenn wir kürzlich, wie jedes Jahr am 27. Januar – den Internationalen Holocaust-Gedenktag der Vereinten Nationen und das deutsche Pendant, den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, uns treffen, dann werden es immer weniger. Es verschwindet die Generation, die Krieg und das damit verbundene Elend, die Not selbst erlebt hat. Selbst bei den in der Kriegszeit Geborenen – die Nachkriegsgeneration – aufgewachsen mit den Erfahrungen von Flucht und Vertreibung verblasst die Erinnerung. Und auch sie werden, so ist nun einmal der Gang der Dinge, immer weniger. Jene, die ich nannte, haben es schätzen gelernt, dass wir mit unseren Nachbarn in Freundschaft leben.

Das Polen, Franzosen, Belgier, Russen, Tschechen, Holländer, alle Menschen, die uns nahe sind, gut miteinander leben. Dies alles kann aufs Spiel gesetzt werden, wenn die jetzige Entwicklung weiter forciert wird. Natürlich gibt es Interessenlagen. Dies kam auch auf einem Wirtschaftsforum in der Hutberggaststätte zum Ausdruck. Unser ehemaliger Ministerpräsident und hier auch in Kamenz gut vernetzte Professor Dr. Milbradt schilderte vor Unternehmern und Handwerkern die Situation in Russland aus seiner Sicht.

Und er meint, dass nicht die Sanktionen den Druck ausübten und ihr bisher behaupteten Wirkungen entfaltet haben, sondern vielmehr die gefallenen Erdöl-/Erdgaspreise der russischen Volkswirtschaft zu schaffen machen. Worauf sich ein hier ansässiger Unternehmer zu Wort meldete und wusste, dass allein die sächsische Wirtschaft im Maschinenbau mit einem sanktionsbedingten Umsatzrückgang von 20 % betroffen war: „Wenn die Sanktionen nichts bringen – warum schaffen wir sie dann nicht ab?“ Wir können kein Interesse daran haben, dass die Spannungen mit Russland zunehmen. Daran sollten wir weder wirtschaftlich noch auf Grund unserer eigenen Erfahrungen interessiert sein.

Vielmehr stellt sich auch hier die Frage: Wem nützt es wirklich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Was können wir erwarten?

Jetzt – in dem schon über einen Monat altem – neuen Jahr wirft der Bundestagswahlkampf seine Schatten voraus.

Liebe Frau Michalk,

Sie haben sich in all den Jahren als Bundestagsabgeordnete für die Region für Kamenz und damit für die Menschen hier eingesetzt. Sie haben geholfen aus eigenem Antrieb und aber auch dann, wenn Sie um Hilfe gebeten wurden. Sie haben dafür gesorgt, dass wir in unserem Lessing-Museum weiter vorangekommen sind, weil wir eine bauliche Situation schaffen konnten, die nachhaltig zum Vorteil der Besucher und Mitarbeiter des Museums ist.

Und gerade haben Sie uns jüngst geholfen, die Kulturstaatsministerin Professor Grütters dafür gewinnen können, dass unsere diesjährigen Lessingtage mit immerhin knapp 15.000 EUR unterstützt werden. Wenn Pfarrer Naumann es hätte noch erleben können, dass mehr als großzügig Bundesmittel bereitgestellt werden, um die wertvollen Fresken in der mittelalterlichen Just-Kirche zu sichern, er hätte sich mit uns gefreut.

Sie hinterlassen für einen möglichen Nachfolger oder auch eine mögliche Nachfolgerin, gleich aus welcher demokratischen Partei er oder sie kommen mögen, große Schuhe. Schuhe, die gekennzeichnet sind von Freundlichkeit und einer außerordentlichen Bereitschaft zu helfen. Ich durfte Sie kennenlernen als einen sehr offenen und dem Anderen zugewandten Menschen. Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mir einen Vertreter im Bund vorstellen würde, dann wäre meine Antwort: So wie Sie, Frau Michalk!

Dies kann ich ohne den Ansatz von Schmeichelei aussprechen, denn, wie die meisten wissen, Frau Michalk tritt nicht mehr an.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Volksvertreter zu sein, heißt zugleich dem Volke verbunden sein. Dies scheint in der Berliner Ebene dem Einen oder Anderen zu fehlen. Volksverbundenheit heißt auch, die wesentlichsten Fragen mit dem Wahlvolk, mit der Bürgerschaft zu besprechen. Und es bedeutet auch dies wahrnehmbar im Bundestag zu entscheiden. Das Bild eines leeren Plenarsaales verzerrt die Sicht auf unsere Demokratie bis ins Unerträgliche.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn in dem bekannten Magazin für politische Kultur „Cicero“ auf der Titelseite die Frage „Wozu noch wählen?“ aufgeworfen wird, dann spricht es Bände über den Zustand, in den wir uns derzeit begeben haben. Der belgische Autor David van Reybrouck bringt das aus der griechischen Antike bekannte Losverfahren ins Spiel – und alles könnte besser werden. Eine ziemlich absurde Vorstellung!

Sie kennen doch bestimmt den einen oder anderen mit hervorragenden Fähigkeiten. Wenn einen solchen das Los trifft, uns zu regieren – wie im alten Athen –, na ja, dann ist alles ganz gut. Was aber, wenn einer das Los zieht, von dem Sie wissen, dass er nichts oder wenig taugt und der eben auch nichts kann. Ja was dann?

Van Reybrouck ist davon überzeugt, dass die Demokratie nur bewahrt werden kann, wenn wir das jetzige Wahlverfahren durch ein solches Losverfahren ergänzen. Es wäre schon interessant, wie sich dies auf der kommunalen Ebene auswirken würde, wenn ein Bürger solch ein Los zieht.

Anmerkung am Rande: In Athen wurden die wichtigsten Verwaltungsorgane per Losentscheid besetzt. Jeder – Athener Bürger – der sich imstande fühlte, eine Verwaltungsaufgabe zu übernehmen, konnte für das Losverfahren kandidieren. Wobei man vielleicht mit Alltagsweisheit und Alltagserfahrungen sagen muss: Fühlen ist auch nicht gleich können!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Was brauchen wir für die kommende Zeit?

Nachdenken, vielleicht auch die Fähigkeit zu zweifeln, das jeder sich und sein Tun hinterfragt. Wir brauchen die Fähigkeit, einander zu zuhören. Besonders dann, wenn wir z.B. die Frage beantworten: Wollen wir uns mit den Menschen in Schönteichen und möglicherweise Oßling zusammenschließen?

Auf was können wir vertrauen? Auf was können wir hoffen?

Ich glaube, wir können vieles schaffen und gerade mit dem Ausblick aus dem vergangenen Jahr heraus, kann uns vieles gelingen. Dank einer engagierten Bürgerschaft, dank der Leistungen unserer Handwerker, der kleinen und großen Unternehmen haben wir eine gute Basis für das Schultern der Anforderungen der nächsten Jahre. Unternehmen wie Sachsen-Fahnen, Jägermeister, Optima, die ewag kamenz, die SWG, um nur einige zu nennen – es sind in Wirklichkeit viel mehr – behaupten sich im Wettbewerb.

Wir können mit Freude feststellen, dass demnächst ca. 1.200 – 1.300 Arbeitsplätze im Bereich der Produktion und Forschung durch eine in Deutschland/Europa einzigartige Investition der Daimler AG in Kamenz entsteht und wir merken, dass in zunehmendem Maße die Region, darunter die Wirtschaftsregion Lausitz, auf uns schaut.

Sehr geehrte Damen und Herren,

damit steht mit der Daimler AG ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von ca. 166 Milliarden EUR und weltweit 300. 000 Mitarbeitern der drittgrößte Automobilist der Welt hinter den Investitionen der Deutschen ACCUmotive in Kamenz.

Mit einem Jahresgewinn (2015) von mehr als 13 Milliarden EUR ist die Daimler AG eines der ertragsstärksten Unternehmen der Branche, die damit das notwendige Rückgrat für die Zukunft der Elektromobilität haben. Hier entsteht am Rande der Lausitz, mitten in der Metropolregion Dresden, das Kompetenzzentrum für Elektromobilität der Daimler AG. Jetzt entstehen mit diesem Riesenschritt ca. neue 1300 Arbeitsplätze.

Es sind nur noch Standorte für Asien in China und für den amerikanischen Markt in den Vereinigten Staaten geplant. Wir können davon ausgehen, dass nach den Prognosen der Anteil elektrisch angetriebener Fahrzeuge bis 2025 auf 15 % und 2030 auf 37 % ansteigen wird.

Warum können wir hier in Kamenz auf diese Entwicklung warten bzw. auf diese Entwicklung hoffen?

Weil im Konzernverbund und vor allem hier vor Ort die Kompetenzen und der feste Wille, die ersten zu sein, fest vorhanden ist. Übrigens in einem Leitartikel im Spiegel wurde Dr. Zetsche wie folgt zitiert: „Dieter Zetsche bietet nämlich eine Wette darauf an, dass sein Unternehmen in zehn Jahren, den Wettbewerbern bei der E-Mobilität die Rücklichter zeigt.‘ Der Wetteinsatz sagt Zetsche „ist mein Schnurrbart.“ Eine Klasse für sich ist, dass die Antwort der Manager hier vor Ort war: „Wir tun alles, damit Dr. Zetsche seinen Schnurrbart behält.“

Anmerkung von mir: Er hat bei allen bisherigen Wetten – wie man sieht - gesiegt. Z.B. auch, dass die Daimler AG 2016 die 2,0 Millionen Marke an verkauften Mercedes Automobilen knackte. Dr. Zetsche hat gewonnen und er konnte dies zum Neujahrsempfang der Daimler AG Anfang 2017 stolz aussprechen. Das ist Kampfgeist, Sportsgeist, aus dem wir alle schöpfen können und der uns mitreißen kann.

Doch zurück zur Wirtschaftsregion Lausitz: Die Chance, die uns mit der Daimler-Investition gegeben wird, muss genutzt werden. Und daher ist auch richtig, dass wir originär und zielstrebig unsere Infrastruktur ausbauen. Wir alle, die Unternehmen der Region, die Kammern und Wirtschaftsverbände sind aufgefordert, die Bahnanbindung über Senftenberg, Berlin zu unterstützen. Wenn uns dies gelingt, kann es eigentlich nur Gewinner geben!

Über diesen kräftigen Impuls für die Weiterführung des Strukturwandels in der Lausitz sind wir mehr als erfreut. Wir können aus dieser Bedeutung heraus für den anstehenden Strukturwandel der Lausitzer Wirtschaftsregion nur gewinnen. Wir werden es aber auch nur schaffen, wenn wir gemeinsam zielstrebig und zusammen hart arbeiten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

lassen Sie mich abschließend sagen, was wir dazu brauchen (meiner Ansicht nach). Wir brauchen in der Gemeinschaft der Landkreise, der Städte wie Senftenberg und Cottbus und damit auch Länderübergreifend einen visionären Blick.

Es ist von der öffentlichen Hand zu erwarten und am Beispiel der Daimler AG auch deutlich, wie Unternehmen das schaffen. Dann sollten die öffentliche Hand, die Verantwortungsträger von Bund und Land und der Region dies auch tun und hier kann sich der Gedanke anschließen „Wir schaffen das!“

Wir benötigen die besten Tugenden unserer Menschen: Toleranz, Achtung der Jüngeren gegenüber Älteren, Empathie und die Fähigkeit das Miteinander zu pflegen, vor allem mit Respekt. Ich bin da sehr hoffnungsvoll.

Dies hat auch Gründe: Warum?

Im letzten Jahr in einer doch etwas zum Teil spannungsgeladenen Bürger-/Einwohnerversammlung stand ein etwas älterer Herr auf, der offensichtlich aus dem ehemaligen Westen Deutschlands zu uns gekommen war. Er meinte: „Er hätte in einer großen deutschen Tageszeitung gelesen, dass in einem Beitrag die Überlegung angestellt wurde, ein neues Schulfach einzuführen: Aufmüpfigkeit! Er hielt dies mit Blick auf unsere „Schuljugend“ für erstrebenswert. Im Publikum saßen Handwerker, Unternehmer, im Prinzip der Querschnitt unserer Menschen. Keiner rührte sich, keiner sagte etwas. Kein Gegenargument! Ich wurde wirklich unruhig, hielt mich aber auch zurück. Obwohl ich etwas dazu zu sagen gehabt hätte, sah ich die Gefahr, vielleicht in die Rolle des „Oberlehrers“ zu geraten – und dies wollte ich nicht.

Am Ende der Veranstaltung kam ein junger, aber doch schon „gestandener“ Mann zu mir und meinte: „Herr Dantz, wir brauchen kein neues Schulfach – Aufmüpfigkeit –, sondern, wenn überhaupt, ein neues, dann: Respekt! Noch ist also – vielleicht etwas pathetisch gesagt – nichts verloren, meine Damen und Herren! Es geschehen eben auch noch Wunder. Und damit verbunden (wenn auch etwas zeitversetzt) gibt es die richtigen Antworten

Sehr geehrte Damen und Herren,

was geben wir jeden Absolventen unserer Schulen in Kamenz mit, gleich, ob sie die Hauptschule, die Oberschule oder das Gymnasium verlassen. Es ist ein kleines Büchlein, in welchem aus meiner Sicht alles enthalten ist, was man zum Leben braucht und was man im Umgang miteinander wissen und beherzigen sollte.

Wir haben viel zu verteidigen, es geht um unsere, humanistische Werte, wie die Achtung der Menschenwürde, der Toleranz und unsere Meinungsfreiheit. In diesem kleinen Buch der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ ist für jeden verständlich beschrieben, nach welchen Werten und Zielen wir streben sollten. Wir können dies in unserer Lessingstadt tun, da Herr Dr. Erhard Ruhnau persönlich und das Unternehmen Optima Maschinenteile Fertigungstechnik GmbH die Neuherausgabe und Beschaffung mit einem vierstelligen Betrag unterstützt haben. Der Inhalt dieses Buches, die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ ist der geistige Rahmen, in dem ich versucht habe, heute Abend zu Ihnen zu sprechen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

so heißt es im Artikel 1 dieses für uns so wichtigen Textes: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“

Es ist vielleicht eine der größten Taten, die ein Mensch vollbringen kann, wenn er unter dem Einsatz des eigenen Lebens oder auch der eigenen Gesundheit einem anderen das Weiterleben ermöglicht und ihn somit rettet.

Dies ist ein Handeln – sehr geehrte Damen und Herren, größter Mit-Menschlichkeit!

Wir freuen uns, sehr geehrte Frau Julia Standfuß, dass Sie heute unser Gast sind.

Sie haben mit Ihrer Bereitschaft der Abgabe einer Knochenmarkspende (die Presse berichtete darüber im März letzten Jahres) dafür gesorgt, dass einem vierjährigen italienischem Kind aus Rom das Leben gerettet wurde.  Wir heben dies auch deswegen hervor, da wir andere ermutigen möchten, sich als Knochenmarksspender registrieren zu lassen. Deshalb Ihnen Frau Standfuß, auch stellvertretend für andere Spender recht herzlichen Dank und ein herzliches Willkommen!

Der vormalige anglikanische Bischof der Stadt Johannesburg, Desmond Tutu, hat es, bezogen auf unser Verständnis universaler Rechte und Pflichten, auf unsere Wertvorstellungen so ausgedrückt: „Auch, wenn überall auf der Welt viel Abscheuliches passiert, so streben die Menschen doch nach dem Guten. Nicht die militärisch Mächtigen sollten wir achten und auch nicht die wirtschaftlich Erfolgreichen, sondern jene, die versuchen, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen.“

Sehrt geehrte Damen und Herren,

es gibt auch in unserer Stadt Menschen, die versuchen unser Kamenz, unsere Region und auch unser Land zu einem besseren Ort zu machen. Viele sind heut Abend unter uns.

Lassen Sie uns in diesem Sinne gemeinsam an unserer Stadt, unserer Region und unserem Land und damit an einem geeinten Europa und einer friedlichen Welt weiterbauen.

Auf ein gutes Jahr 2017!

Ich danke Ihnen für Ihre Geduld, aber vor allem für Ihre Aufmerksamkeit!

Stifter des Inklusionspreises, Michael Schiewack, zum Neujahrsempfang

Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister

 

Rede von Michael Schiewack zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

 

Meine Sehr geehrten Damen und Herren,

sehr geehrte Herr Wehner,

sehr geehrter OB Herr Dantz,

sehr geehrte Stadträte und Stadträtinnen,

werte Ehrengäste und Preisträger,

ich bin heute natürlich aufgeregt, aber auch froh und stolz zu gleich, einen Preis zu einem Herzensthema von mir, nämlich der Inklusion, zu verleihen. Wie komme ich darauf, dies zu tun? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich einige im Saal.

In den letzten Jahren haben sich mein Team und ich besonders mit der Frage beschäftigt, wie können wir Menschen mit Behinderungen und Menschen ohne Behinderungen so stärken, dass sie an den Angeboten der Bildung, Arbeit und der Freizeit zufrieden und gleichberechtigt teilnehmen. Das machen wir zum einen, weil es unser berufliches ergotherapeutisches Selbstverständnis ist. Zum anderen tun wir dies, weil wir der Überzeugung sind, auch in den Bereichen von Schule, Arbeitsstätte und Freizeit für Gerechtigkeit zu sorgen.

Denn es ist nicht gerecht, wenn Menschen mit Behinderungen von vornherein keine Vision oder Perspektive entwickeln können, mit anderen ihre Zeit zu verbringen oder eigene Ziele zu verwirklichen.

Es ist nicht gerecht, wenn es Menschen ohne Behinderungen verwehrt wird, Menschen mit Behinderungen kennenzulernen, um ihre eigenen Perspektiven auf das Leben zu erweitern, anzupassen oder gar zu verändern.

Mit diesen Gedanken hat mein Team mit unseren vielfältigen Partnern Projekte entwickelt und realisiert. Da wäre zum einen der großartige Inklusionslauf im Rahmen des Lausitzer Blütenlaufes. Da wären die jahrelangen Kooperationen mit den Grundschulen und Weiterführenden Schulen in Kamenz und im Umland. Und da ist das sehr erfolgreiche, über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Projekt meiner Kollegin Julia Müller, die „Tanzende Inclusion“.

Um solche Projekte anzugehen und zu realisieren, braucht es Partner. Da bin ich mir sehr sicher, dass die Kamenzer und die Menschen aus dem Umland dazu offen und engagiert sind. Wenn ich im Bereich der Sportvereine mich umschaue, denke ich spontan an den OSSV, den SV St. Marienstern, aber auch Tomogara, in denen die unterschiedlichen Fähigkeiten der Sportler keine Rolle spielen.

Aber es braucht eben auch Menschen mit Visionen. Menschen, die Bilder von einer Gesellschaft zeichnen, die auf Gerechtigkeit beruht. Einer dieser Visionäre war Peter Barth. Um seine Auszeichnungen und sein Wirken aufzuzählen, bräuchte ich wahrscheinlich länger als die Rede des OB. Aber ich versuche es auf wenige Worte reduzieren. Peter Barth, hat mit den Projekten des Handicap e.V. und dem Zusammenführen des Vereins mit dem SV St. Marienstern sehr wertvolle Arbeit im Bereich der Inklusion im Bereich Freizeit und Sport geleistet. Wer auch immer sich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat, ist an der Person Peter Barth in dieser Region nicht vorbeigekommen. Leider war es mir nicht vergönnt, mit ihm etwas zusammen zu gestalten. Umso betrübter war ich, von seinem Tod zu erfahren. Umso mehr freut es mich, in Abstimmung mit der Witwe Veronika Barth, meinen Preis nach ihm zu benennen. Er hat diese Ehrung verdient.

Verdient haben es auch die beiden Preisträger: Die 2. Oberschule Kamenz und die Johann Gottfried Böhnisch Schule aus Kamenz. Beide Schulen haben sich zusammen als Team beworben. Beide Schulen waren meine ersten Ansprechpartner für den ersten Inklusionslauf in Kamenz.

Das Besondere daran: Die Schüler der 2. Oberschule, haben nach Vorschlag der Lehrer selbst und bestimmt entschieden, dieses Projekt anzugehen, um andere Schüler einer anderen Schule kennen zu lernen, mit ihnen zu trainieren und den Wettkampf erfolgreich zu gestalten. Beide Schulen trainieren und planen nun seit Jahren selbstständig und vor allem wie selbstverständlich für diesen Wettkampf. Darüber hinaus trafen sich in der Vergangenheit Schüler beiden Schulen zu unterschiedlichen Aktivitäten.

Für diese wichtigen Begegnungen bin ich den Schulen, Lehrern und Schülern sehr dankbar. Denn es zeigt, dass wir Inklusion als Vision durchaus vom Ende her denken müssen, aber die vielen kleinen Schritte dahin wesentlich und wichtig sind.

Sehr geehrte Preisträger, ich bitte sie nun nach vorn und bedanke mich für ihr Engagement.

Herzlichen Glückwunsch zum Preis: Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth Preis 2017!

Anlässlich der Verleihung des Kamenzer Inklusionspreises spricht der Vizepräsident des Sächsischen Landtages - Horst Wehner

 

Rede des Vizepräsidenten des Sächsischen Landtages zum Neujahrsempfang der Stadt Kamenz 2017 am 3. Februar 2017

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

werte Ehrengäste,

sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die Einladung zum heutigen Neujahrsempfang der Stadt Kamenz.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2017 Glück, Erfolge bei allem, was Sie tun, und, wenn es mal nicht so klappt, die nötige Gelassenheit, doch vor allem wünsche ich beste Gesundheit. Allen heute Geehrten gratuliere ich sehr herzlich.

In den letzten Jahren ist „Inklusion“ zu einem regelrechten Schlagwort geworden. „Inklusive Bildung“, „Inklusives Zusammenleben“, „Inklusive Gesellschaft“…

Doch wie sieht das aus? Ist es schon Inklusion, wenn sich die Politik feiert, weil es gelungen ist, dass ein Kind mit einer körperlichen Behinderung „ganz normal“ in einer Regelschule am Unterricht teilnehmen darf? Nein, das ist es nicht! Inklusion ist es erst dann, wenn „ganz normal“ und „Regelschule“ keiner Erwähnung mehr bedürfen. Erst wenn das in den Köpfen klar ist, können die Barrieren verschwinden.

„Wir müssen nicht integriert werden, wir sind schon da!“, hörte ich vor einiger Zeit jemanden auf einer Veranstaltung sagen. Recht hat er: wir sind da. Wir kommen aber leider längst noch nicht überall hin! Die hohe Bordsteinkante, der zu enge Parkplatz, das Schild mit der zu kleinen Schrift, die „tonlose“ Ampel, die umständlich geschriebene Broschüre…

All das sind Dinge, die unsere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben schwer einschränken – und von Gleichberechtigung kann da schon überhaupt gar keine Rede sein. Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, alle im Blick zu haben!

Von ebenerdigen Zugängen, Schrägen (ich denke nur an den Lieferanten mit seiner Sackkarre), klaren und deutlichen Ausschilderungen und einfach formulierten Texten und Schreiben profitieren alle.

Die Menschen lieben es nun mal bequem! Warum sollte das nicht ein Ansatz sein? … die Idee der Inklusion, das ist zentraler Leitgedanke der UN-Behindertenrechtskonvention, und es liegt auf der Hand, diese Idee wird unsere Alltagskultur verändern.

Klasse! Genau um diese Frage des Umgangs untereinander, miteinander geht es, und hier ist auch unser Beitrag gefordert! Denn genau genommen bedeutet inklusive Gesellschaft für uns nicht nur, dass wir – im Idealfall – unser Leben selbstbestimmt und ganz nach unserem Gusto gestalten können.

Wir sind dann genauso „normal“ oder „unnormal“ wie jeder andere auch. Ich finde, hier sollten wir uns selbst mal prüfen, inwieweit wir uns als Teil der Gesellschaft begreifen, wie mitten drin oder außen vor wir uns sehen und bewegen.

Natürlich weiß ich: „Die Forderung an andere ist leicht. Schwerer ist die Forderung an sich selbst.“

Deshalb ist es in meinen Augen wichtig, dass jeder von uns ganz still für sich einmal darüber nachdenkt, wie er die Menschen in seiner Umgebung wahrnimmt und wie er mit ihnen umgeht.

Denn Inklusion lebt vom Kennenlernen, vor allem aber von gegenseitigem Respekt.

Gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: Kein Wunschtraum (in Anlehnung an Brecht), sondern das Einfache, was schwer zu machen ist.

„Gut Ding will Weile haben“, heißt ein Sprichwort. „Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt“, ein anderes. Ein drittes heißt: „Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.“ Ich fürchte, das wird das schwerste: den Blickwinkel ändern, Dinge völlig neu denken, sich frei machen von den alten Bahnen, in denen bisher alles lief.

Was Kamenz betrifft bin ich optimistisch.

Insofern gratuliere ich Ihnen, Herr Oberbürgermeister, und ich danke Ihnen zugleich, dass Sie sich vor geraumer Zeit mit mir (und anderen aus dieser schönen Stadt) auf die Spuren der Barrierefreiheit begeben haben…

Im Besonderen danke ich Ihnen, lieber Herr Schiewack, für Ihr Engagement in Sachen Inklusion und zur Stiftung dieses Inklusionspreises. Mit diesem ehren und würdigen Sie Initiativen, Projekte, in denen sehr großer Wert auf ein gutes Miteinander und Füreinander gelegt wird, in denen Vielfalt Normalität ist.

Das war auch ein Grundsatz des großartigen Volleyballers und Leichtathleten Peter Barth, der mitreißen konnte und gewissermaßen Initiator der Integrationssportfeste in Panschwitz-Kuckau gewesen ist.

Folgerichtig nennen Sie den Inklusionspreis „Peter-Barth-Preis“. Vielen Dank für diese Initiative. Und nun verkünden Sie bitte, wem dieser warum verliehen wird.

10.02.2017 - 16.03.2017

09.02.2017: Neujahrsempfang 2017 - Ehrenamt gewürdigt

Rede des Oberbürgermeisters geprägt von großen politischen Themen

Erstmalig zum Neujahrsempfang Inklusionspreis verliehen

Nach dem Auftakt mit einem Filmtrailer, der „Kamenzer Impressionen“ zeigte, spielte die freischaffende Musikerin und Lehrerin an der Regionalstelle Kamenz der Kreismusikschule, Jule Malischke, ein Stück auf Gitarre. Instrumental, aber auch mit Gesang begeisterte Jule Malischke die Besucher des Neujahrsempfangs.

Höhepunkt – wie immer – war die Neujahresrede des Oberbürgermeisters, die in diesem Jahre „nur“ 50 Minuten dauerte. Unter dem Titel „Denkanstöße – Zum Weiterdenken“ war sie von großen Themen geprägt. Damit korrespondierte ein in Heftform bereitliegender Rückblick auf das Jahr 2016, den jeder der geladenen Gäste mit nach Hause nehmen konnte. Bei Bedarf ist dieser zurzeit auch noch kostenlos im Bürgerservice des Rathauses erhältlich. In seiner Rede, die für den Erfolg der Stadt Kamenz grundsätzlich auf das Verbindende und nicht auf das Trennende abstellte, bedankte er sich bei der scheidenden Bundestagsabgeordneten Maria Michalk für ihre Verbundenheit und Unterstützung der der Stadt Kamenz. Ebenfalls einen Blumenstrauß überreichte er Julia Standfuß, die mit ihrer Bereitschaft zur Abgabe einer Knochenmarkspende 2016 dafür gesorgt hat, dass einem vierjährigen italienischem Kind aus Rom das Leben gerettet wurde.

Ein zweiter Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Preises „Kamenz schafft Inklusion – Peter Barth Preis 2017“, zu dem der Vizelandtagspräsident Horst Wehner und die Witwe des leider kürzlich verstorbenen Peter Barth, Veronika Barth eingeladen und gekommen waren. Gestiftet wurde der Preis von der Ergotherapie Schiewack. Michael Schiewack, Inhaber der Ergotherapie-Praxis, begründete in seine Rede die Bedeutung und welches Ziel er mit der Preisverleihung verfolgt. Außerdem verdeutlichte er, warum der Preis nach Peter Barth benannt wurde. In ihm sah er einen Visionär, der von einer Gesellschaft ausging, die auf Gerechtigkeit beruht. Dies habe er gelebt, so dass er die Benennung des Preises mit seinem Namen verdient hat. Erhalten haben den Preis als Team die 2. Oberschule Kamenz und die Johann-Gottfried-Bönisch-Förderschule Kamenz.

Nach einem erneuten Musikstück schloss sich die Ehrung von ehrenamtlich für die Stadt tätigen Personen an. Dank der erneuten Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden war es wieder möglich, dass auch in diesem Jahr, die Bürger und Bürgerinnen, die für eine Auszeichnung vorgeschlagen worden waren, die „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“ erhielten. Eine Besonderheit gab es dieses Mal bei der Ehrung, da neben neunzehn Einzelpersonen auch eine Gruppe für die Würdigung mit der Medaille vorgeschlagen wurde (siehe nachfolgende Übersicht).

Dem Rede- und Ehrungsteil des Abends schlossen sich dann Gespräche und Dispute in lockerer Form an, die von dem von der KaBi ausgerichteten Büffet kulinarisch begleitet wurden. (Ein ausführlicherer Bericht vom Neujahrsempfang findet sich im redaktionellen Teil des Mitteilungsblattes auf Seite 11.)

 

Nachfolgend Bürgerinnen und Bürger, die ausgezeichnet wurden:

Dr. Erhard Ruhnau

Vorgeschlagen durch Oberbürgermeister Roland Dantz mit der Begründung, dass er sich in einem hohen Maße für das kulturelle Leben in unserer Stadt engagiert sowie die ethische Bildung im Geiste Lessings befördert, in dem er u.a. im Jahr 2014 und dann im Jahr 2016 die Finanzierung des Geschenks der Stadt Kamenz an die Absolventen der Gymnasien und der Oberschulen (einschließlich BSZ) für die nächsten Jahre in großzügiger Weise übernommen hat.

Almut Baumann

Vorgeschlagen durch Pfarrer Michael Gärtner der Ev.-luth. Kirchgemeinde mit der Begründung, dass sie seit der Kinderzeit eng mit der Kirche verbunden ist, seit vielen Jahren den Eltern-Kind-Kreis leitet und vor 3 Jahren den „lebendigen Adventskalender“ ins Leben gerufen hat.

Beate Gruhl

Vorgeschlagen durch Margita Pietsch vom Frauenchor Wiesa e.V. mit der Begründung der 50jährigen Mitgliedschaft im Frauenchor sowie der langjährigen Mitwirkung im Vorstandes des Chores.

Mareen Hoch

Vorgeschlagen von dem Lehrerkollegium der GS Wiesa „Sophie Scholl“ mit der Begründung: Gründungsmitglied des Schulfördervereins „KiWi“. Des Weiteren arbeitet sie aktiv im Vorstand als Schatzmeisterin mit, organisiert den sogenannten „Apfeltag“ und die Weihnachtsbäckerei mit und wirkte bei der Einrichtung des Kräutergartens, dem Sammeln von Spenden für die Erweiterung der Ganztagsangebote, bei den Kindertagen und dem Abschlussfest mit.

Rudi Kühne

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzenden Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, Jens Planert, mit der Begründung, dass er seit 1980 Mitglied beim Blasorchester der Stadt Kamenz e.V. als Saxophonist ist, er lange Zeit gewissenhaft, pünktlich und sehr hilfsbereit seine Vorstandstätigkeit erfüllt und außerdem als Stimmführer der Saxophone tätig ist.

Gerhard Lilge

Vorgeschlagen von Verena Böhme mit der Begründung, dass er seit mehr als 20 Jahren im Freilichtmuseum Steinbruch Prelle arbeitet und seit 1998 zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins „Schauanlage und Museum der Granitindustrie“ gehört, der mit seinem Wirken gerade auch die für die Stadt Kamenz vorhandene Bedeutung der Granitindustrie verdeutlicht. Seit 2013 hat er den Vorsitz im Verein inne.

Matthias Olesky

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher von Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung, dass er seit vielen Jahren den Ortschaftsrat und die Vereine bei deren Arbeit zur Entwicklung des Ortsteiles Wiesa und bei vielen Aktivitäten (z.B. Maibaumstellen und beim Weihnachtstreff) unter Nutzung seines Fuhrparks unterstützt. Durch seinen Einsatz entstand die „Herbertgasse“.

Margarete Piesche

Vorgeschlagen vom Pfarrer Steffen Börner von der kath. Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Kamenz mit der Begründung, dass sie sich sehr als ehrenamtliche Organistin für die Kirche St. Maria Magdalena, das Malteserkrankenhaus St. Johannes sowie die Altenheime St. Georg und St. Monika engagiert. Sie gestaltet den monatlichen Caritaskreis mit und ist sehr aktiv bei der Vorbereitung von Seniorentagen, den religiösen Kinderwochen und der Vorbereitung von kirchlichen Hoffesten.

Kerstin Rayczyk

Vorgeschlagen vom Vorstandsmitglied Uwe Wolf des Freundeskreises für Suchtkrankenhilfe mit der Begründung, dass sie sich seit 25 Jahren für Suchtkranke einsetzt und sowohl Gründungsmitglied war, aber auch seit dieser Zeit als Vorsitzendes des Vereins „Suchtkrankenhilfe“ e.V.

Dr. Rudolf Reimann

Vorgeschlagen vom Stadtrat Jörg Bäuerle mit der Begründung, dass er seit 1990 Präsident der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft ist und in dieser Funktion für das Ansehen der Stadt Kamenz in der Region und darüber hinaus positive Akzente gesetzt hat. Er war auch der Ideengeber sowie Mitorganisator für die Würdigung verdienstvoller Kamenzerinnen und Kamenzer bzw. für Menschen, die sich für unsere Heimatstadt verdient gemacht haben, mit einer „Ehrenmedaille der Stadt Kamenz“.

Matthias Richter

Vorgeschlagen vom Vereinsvorsitzenden Olaf Tischer der SG Lückersdorf-Gelenau e.V. mit der Begründung, dass er seit 36 Jahren Mitglied der SG Lückersdorf-Gelenau ist, davon über 26 Jahren als Schatzmeister und verantwortlich für alle Buchungen zur Bewirtschaftung der Sportstätte Gelenau sowie der bekannten Sportveranstaltungen auf dem Sportplatz Gelenau.

Elvira Schirack

Vorgeschlagen vom Ortsvorsteher Andreas Rößler des Ortschaftsrates Jesau mit der Begründung, dass sie sehr aktiv am Leben im Ortteil Jesau teilnimmt und hier besonders zu einer Tradition beigetragen hat, so dass 2016 zum 12. Mal in Jesau das Weihnachtsmärktchen stattfand.

Johannes Schwede

Vorgeschlagen vom Vorsitzenden der DRK Kamenz-Wiesa, Wolfgang Thomas, mit der Begründung der jahrelangen Mitgliedschaft im DRK, womit er dazu beiträgt, dass viele Veranstaltungen ordnungsgemäß abgesichert werden. Er ist verantwortlich für den Fuhrpark sowie in der Einsatzgruppe des Katastrophenschutzes tätig.

Walter Siegemund

Vorgeschlagen vom amt. Ortswehrleiter der FFw Kamenz-Stadt, Steffen Geisendorf, mit der Begründung der jahrzehntelangen Mitgliedschaft (51 Jahre) in der FFw Kamenz-Stadt. Er ist bis zum heutigen Tag aktiv im Einsatzdienst, hat große Erfahrungen sowie ein hohes Fachwissen und besuchte eine Vielzahl an Sonderlehrgängen. Mit Erreichen seines 65. Lebensjahres stellte er den Antrag auch weiterhin aktiv Dienst in der FFw Kamenz-Stadt zu tun.

Mario Steinmetz

Vorgeschlagen von der Stadträtin und Landtagsabgeordneten Marion Junge mit der Begründung, dass er seit 2007 Ideengeber und Projektleiter für das Tanz-Theaterprojekt „Kamenz Can Dance“ ist, er mit seinem Theater-Projekt mehrere große Auftritte u.a. beim MDR und zum Tag der Sachsen absolvierte und mit „Kamenz Can Dance“ mehrfach Gewinner von regionalen und überregionalen Hip-Hop Tanzwettbewerben war. Darüber hinaus ging er neue Wege, um tänzerische Sprache und Ausdruckweisen zur Integration zu nutzen. In diesem Zusammenhang startete im Mai 2016 das interkulturelle Tanzprojekt mit „Kamenz Can Dance“ sowie mit Kindern und Jugendlichen aus den Flüchtlingsunterkünften.

Horst Stoklas

Vorgeschlagen vom Kassenwart Wolfgang Wersig der SV Lokomotive Kamenz mit der Begründung, dass er von 2000 – 2016 Vorsitzender des Sportvereins war und mit seinem Engagement den Verein zu einem regional und überregional anerkannten Sportverein weiterentwickelte. Sein Schwerpunkt war die Kinder- und Jugendarbeit (Badminton und Tischtennis) und er achtete auf eine faire Finanzordnung, die der Region entspricht.

Günter Thus

Vorgeschlagen vom Vorstandsvorsitzender des Autorenkreises „Lausitzer Almanach“ e.V., Dr. phil. Dieter Rostowski, mit Begründung, dass er seit fast 10 Jahren im Autorenkreis aktiv ist, wovon er vier Jahre im Vorstand mitwirkte und außerdem seit drei Jahren als stellvertretender Vorsitzender fungiert. Er verfasste vielfältige und interessante Beiträge im Lausitzer Almanach und hat sich damit bei den Lesern bleibende Erinnerung verschafft, indem er seine Gedanken und Lebenserinnerungen kundtat.

Manfred Vogel

Vorgeschlagen von der Vorstandsvorsitzenden Diana Karbe des OSSV Kamenz e.V. mit der Begründung, dass er seit über 20 Jahren zuverlässig als Kassenwart beim OSSV arbeitet, die jährlichen Veranstaltungen, wie das Sprintmeeting, das Swim & Run, den Kindertriathlon und das Neujahrsschwimmen organisiert und aktiv bei der Organisation des Blütenlaufes mitwirkt.

René Wagner

Vorgeschlagen vom Vorstand des SV Einheit Kamenz über Frau Maria Schneider (Mitarbeiterin der Geschäftsstelle) mit der Begründung, dass er seit 1999 Mitglied in der Abteilung Kegeln ist, sich um die Unterhaltung und Pflege der Kegelbahn kümmert und dafür im großen Umfang für die Erbringung von Eigenleistungen seine Freizeit und sogar seinen Urlaub zur Verfügung stellt. So hat er außerordentlich aktiv beim Umbau der Kegelhalle mitgewirkt.

als Gruppe: Alexander Käppler im Zusammenwirken mit Manfred Delitzscher und Peter Müller

Vorgeschlagen von der Vorsitzenden des Kamenzer Geschichtsvereins e.V., Marion Kutter, mit der Begründung, dass unter Federführung von Alexander Käppler gemeinsam dafür gesorgt wurde, dass viele Objekte und Anlagen zur Wasserversorgung um und in Kamenz erhalten und restauriert werden konnten. Des Weiteren wurde das „Wanderheft Wasser“ entwickelt und damit das touristische Angebot der Stadt erweitert. In diesem Zusammenhang wurde ein besonderes Vorhaben 2016 realisiert der „Wanderweg Wasser“. Hinzu kam umfangsreiche Aktivitäten anlässlich 550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz 2016 (u.a. Ausstellung/Festveranstaltung).

09.02.2017 - 16.03.2017

31.01.2017: Verwaltung sucht Dezernent (m/w)

Für die Leitung des Dezernates Stadtentwicklung und Soziales suchen wir zum 1.10.2017 eine erfahrene und regional verwurzelte Führungspersönlichkeit.

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17.10.2016: Leitbilddiskussion - Infos von der Einwohnerversammlung vom 11.10.2016

Kamenz - die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

wenn wir die letzten Wochen anschauen, dann haben wir viele stimmungsvolle Höhepunkte in unserer Stadt erleben dürfen. Ich denke da an die Fête de la Musique, die wirklich ein Fest sowohl für die Ohren als auch für die Augen war. Das Straßenfest am Klostertor zog ebenfalls Tausende in seinen Bann. Dazu kamen vielfältige und interessante Ausstellungsprojekte, sportliche Höhepunkte und vieles mehr.

Gerade in diesem Jahr ist es uns gelungen, im infrastrukturellen Bereich einige bedeutsame Meilensteine zu setzen. Der Wirtschaftsstandort Kamenz wächst dank eines starken Mittelstandes und auch natürlich durch die Ansiedlung der Daimler AG.

Wir werden bis 2020 mit dem Landkreis ca. 34 Mio. EUR in Bildung investieren und Kamenz wird –neben Bautzen größter Verwaltungsstandort im Landkreis Bautzen – weiter wachsen.

Es gibt demnach viele Gründe, sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen, wohin wollen wir gemeinsam. Und welche Schwerpunkte sehen wir für die Entwicklung unserer Stadt weit über das Jahr 2020 hinaus? Demografisch kann man Bevölkerungsentwicklungen berechnen und sie bringen zum Ausdruck, was eintreten kann, wenn es so eintreten sollte. Im weitest gehenden Sinne ist in unserer Stadt in den letzten Jahren viel Gutes geschehen und es geht jetzt darum, auf dieser Basis neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt hervorzubringen.

Kamenz kann sich und wird sich weiter als wirtschaftliches Mittelzentrum zwischen Dresden und Bautzen etablieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Beziehungen zur Metropole Dresden ausbauen und von den damit verbundenen Wachstumstriebkräften partizipieren.

Wir können damit – da sind viele mit mir sicher einig – in zunehmendem Maße von der Strahlkraft der Landeshauptstadt profitieren. Insofern liegt es wirklich nahe, die Diskussion zu grundsätzlichen Fragen der Stadtentwicklung in einem starken Maße zu führen, weil wir der Überzeugung sind, dass, wenn wir dies tun, auch in einem sehr weiten Feld diese Gespräche die Identität unserer Menschen mit ihrer Stadt stärken. Wir können damit ebenfalls Kräfte freisetzen und Engagement befördern. In diesem Sinne ist die vorliegende Ausarbeitung als Impuls zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Arbeitspapier, das mit unterschiedlichsten Ideen angereichert werden kann. Verstehen Sie daher das Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen" als Angebot zum Mitdenken, Mitreden und Mittun!

Vorgesehen ist, dass wir in der 2. Hälfte des Jahres in Vereinen und in kleinen oder größeren Zusammenkünften die Überlegungen gemeinsam vorantreiben.

Dafür wünsche ich uns allen Freude und Ideenreichtum!

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Link zum Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen"

Link zur Präsentation der Einwohnerversammlung vom 11.10.2016

17.10.2016

28.01.2017: 27. Januar 2017 - Kranzniederlegung an der Gedenkstätte am Gedenk- und Ehrenmal am Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße
Kranzniederlegung am Mahn- und Ehrenmal Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße
Kranzniederlegung am Mahn- und Ehrenmal Robert-Koch-Platz/Bahnhofstraße

Nach dem Niederlegen von Kränzen und Blumengebinden sprach als erster der Oberbürgermeister Roland Dantz. Er legte neben dem Gedenken an die Opfer dieses Mal mehr den Schwerpunkt auf die Gegenwart: „Wichtiger scheint uns das Innehalten an diesem Tag (…), um nachzudenken und auch miteinander zu reden, wie Toleranz und damit die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Gedanken des Anderen eine Rolle im täglichen Leben spielen können. Es ist auch Gelegenheit, weiter darüber nachzudenken, wie wir im Rahmen der europäischen Gemeinschaft und wie wir selbst miteinander – durchaus mit berechtigtem Stolz auf unsere Heimat – unsere eigene Geschichte verstehen.“ Zum Abschluss seiner Rede erinnerte er an den kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten Roman Herzog, der maßgeblich den 27. Januar als Gedenktages 1996 initiierte und dessen Worte anlässlich des Gedenktages nach wie vor aktuell sind: „„Deshalb geht es darum, aus der Erinnerung immer wieder lebendige Zukunft werden zu lassen. Wir wollen nicht unser Entsetzen konservieren. Wir wollen Lehren ziehen, die auch künftigen Generationen Orientierung sind. Dieses Gedenken ist nicht als ein in die Zukunft wirkendes Schuldbekenntnis gemeint. Schuld ist immer höchstpersönlich, ebenso wie Vergebung. (…) Es ist wahr, daß sich Geschichte nicht wiederholt. Aber ebenso wahr ist, daß Geschichte die Voraussetzung der Gegenwart ist und daß der Umgang mit der Geschichte damit auch zum Fundament der Zukunft wird. Deshalb meine Mahnung zum Erinnern und zur Weitergabe der Erinnerung. Nicht nur am 27. Januar. Aber vielleicht kann dieser Gedenktag uns dabei helfen.“

Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister
Dr. Hermann Drum spricht zu den Anwesenden, links neben ihm der Oberbürgermeister

Danach sprach Dr. Hermann Drumm für den Förderverein „Gedenkstätte KZ-Außenlager Kamenz-Herrental“ e.V. und die Initiative „Zur Bewahrung des Gedenkens an die Opfer faschistischer Gewaltherrschaft in Kamenz“. Er erinnerte an die Toten, die schon im Vorfeld des Krieges mit seinen Millionen Opfern, durch das Außerkraftsetzen demokratischer Institutionen zu verzeichnen waren. Dr. Drumm sah den Verwendung des Begriffs „Nationalsozialismus“ als äußerst problematisch an. Für ihn sei diese Bewegung weder national noch sozial noch gar sozialistisch gewesen. Im Weiteren forderte er die Anwesenden dazu auf, gegen nationale Überheblichkeit, Fremdenhass und Rassismus einzutreten, um mit dem Aufruf „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!“ zu enden.

Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde mit nachdenklichen Worten
Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde mit nachdenklichen Worten

Der sich anschließende Wortbeitrag von Pfarrer Michael Gärtner von der luth.-ev. Kirchgemeinde, der stellvertretend für die röm.-kath. Kirchgemeinde in Kamenz und Siebenten-Tage-Adventisten fragte nach der Verdrängung von Schuld derjenigen, die damals lebten und konkret schuldig geworden sind. Er schlug den Bogen zur Gegenwart, um nachzufragen „Hätten wir es besser gemacht damals? Machen wir es heute besser?“ Ein Beispiel der Hoffnung war für ihn, dass seit vielen Jahren Konfirmanden aus Kamenz und aus anderen Kirchgemeinden der Region in das ehemalige KZ Theresienstadt fahren, um sich auch mit diesem Teil der deutschen Geschichte zu beschäftigen. Und resümierend für unsere Gegenwart, so Pfarrer Gärtner, hieße das: „Eigene Fehler eingestehen, Schuld bekennen, Verantwortung übernehmen, das müssen wir lernen, dazu müssen wir uns gegenseitig ermutigen, solch eine Kultur müssen wir fördern. Damit wir in Frieden miteinander leben können.“

Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas zur Verfolgung seiner Glaubensgemeinschaft
Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas zur Verfolgung seiner Glaubensgemeinschaft

Holger Scheffler von den Zeugen Jehovas hob die Stärke der Opfergruppe der Zeugen Jehovas hervor, obwohl sie zu einer der ersten Glaubensgemeinschaften gehörte, die verboten wurde, hätten Mitglieder der Zeugen Jehova ein Konzentrationslager wieder verlassen können, wenn Sie ihrem Glauben abgeschworen hätten. „Doch“, so Scheffler, „sie weigerten sich standhaft, dem Regime die Treue zu schwören und nahmen dafür auch den gewaltsamen Tod in Kauf. Wie seine Vorredner auch lenkte er seinen Blick auf die gegenwärtige Welt. Aus seinem Glaubensverständnis heraus weist die Bibel einen Weg der Nächstenliebe, der Toleranz und des friedlichen Miteinanders. Die damit verbundenen Charakterstärken und Handlungsmöglichkeiten, sicherlich auch -notwendigkeiten sind unabdingbar für ein humanes Zusammenleben.

Pastor i.R. Wilfried Krause mit einer starken symbolischen Geste
Pastor i.R. Wilfried Krause mit einer starken symbolischen Geste

Als letzter Redner auf der Gedenkveranstaltung ergriff Pastor i.R. Wilfried Krause von Siebenten-Tage-Adventisten das Wort. Symbolisiert durch das Aufstellen dreier Gedenk-Kerzen erinnerte er daran, dass zwar der Name des Terroristen von Berlin in aller Munde sei, aber seine Opfer dahinter „verblassen“. Ihnen und den Opfern des islamistischen Terrors im Jahr 2016 widmete er die erste Kerze. Mit der zweiten Gedenk-Kerze gedachte er 5.000 Flüchtlingen, die bei dem Versuch Europa zu erreichen 2016 im Mittelmeer ertranken, um gleichzeitig auf die Notlagen von Flüchtlingen überhaupt und hier nicht nur auf die physischen Probleme aufmerksam zu machen. Die letzte der drei Gedenk-Kerzen stellte Pastor i.R. Kraus in Erinnerung an die in der Welt verfolgte Gruppe der Christen auf. Hier nannte er neben islamisch geprägten Ländern, vor allem auch Nordkorea. Mit der sehr emotionalen Geste des Aufstellens dreier brennenden Kerzen endete die diesjährige Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus, die wieder einmal zeigte, dass bei allen Unterschieden in den Positionen und Auffassungen, die Erinnerung an die Opfer von damals eint und auch mit dem Blick auf die Gegenwart das Gemeinsame für Demokratie und gegen Unmenschlichkeit betont wird.

28.01.2017 - 10.02.2017

23.01.2017: Lessingpreis in Kamenz verliehen
Lessing-Preis in Kamenz verliehen
Autor Kurt Drawert (rechts) erhält den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen

 

Kurt Drawert

Die Aufklärung der Aufklärung

Rede zur Verleihung des Lessingpreises des Freistaates Sachsen

Kamenz, 21. Januar 2017

 

Ich bin in einer Verlegenheit, denn einerseits möchte ich meinen Dank für die Ehre bekunden, heute hier sein und den Lessingpreis entgegennehmen zu dürfen, kann aber andererseits keine passenden Worte dafür finden, die von einer angemessen positiven Grundstimmung wären, und enden mit einem obligaten: Alles wird gut. Denn nichts, gar nichts wird gut, was wir selber nicht tun, und dass alles gut sei, kann nur sagen, wer mit einer Denkstörung bevorzugt worden ist und sowieso nichts mehr merkt. Oder, mit Lessing gesprochen: "Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren." Würde ich jetzt aufzählen wollen, wegen welcher kollektiver Verbrechen, politischer Ausfälle, wirtschaftlicher Entgleisungen oder gruppensozialer Psychosen man auf der Stelle, sofern man gesund ist, verrückt werden müsste, säßen wir bis zur nächsten Lessingpreisfeier hier fest. Also kürzen wir ab und fassen zusammen: Die Welt ist merkwürdig dunkel geworden, obgleich sie doch hell ist. Sie ist sogar heller als jemals zuvor, und lauter, und höher, und schneller sowieso. Es hat noch nie so viel Glanz und Gloria gegeben, so viel Suchtstoff und Blendwerk, wohlgemerkt hier, in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft. Weil der Schein aber trügt, lügt auch das Bild. Und wir spüren es auch - etwas stimmt daran nicht. Der Vorhang der Illusion, alles sei geordnet und für die Ewigkeit verpackt, reißt auf von Stunde zu Stunde, von Nachricht zu Nachricht, von Kriegsschauplatz zu Kriegsschauplatz. Unsere Welt verändert sich in einer Geschwindigkeit und Radikalität, für die es noch keine Sprache und keine Vorstellung gibt. Es ist ein Paradigmenwechsel, der sich vollzieht und der wirkt, nicht aber gedacht werden kann, weil er die Bibliotheken des Wissens verlässt, ohne neue zu gründen. In diese Risse hinein formiert sich das Absurde, das Irrationale, das Magische anstelle des Rationalen. Oder wie soll man verstehen, dass eine Globalisierung in allen Bereichen des wirtschaftlichen und politischen Lebens vorangetrieben wird, eine Entgrenzung der Märkte von gigantischer Dimension stattfindet, gleichzeitig aber, während der Mehrwert abgeschöpft und die Profite einkassiert werden, eine Architektur der Nationalstaatlichkeit heraufbeschworen wird wie im 19. Jahrhundert? Hat nicht alles seinen Preis, und erst recht im Kapitalismus? Was ist das für ein Anspruch, die Geschichte sich vorzustellen wie einen Schnittmusterbogen, den man sich selber nach Belieben zurechtschneidern kann? Hier profitieren und dort nichts einbüßen wollen? So sehen wir einer narzisstischen Generierung des Eigenen zu, die undurchlässig wird für das Andere und für die Welt. Das Eigene aber kommt im Eigenen nie zu sich selbst, es braucht immer das Andere, um selbst sein zu können. Auch Identität, sofern es sie überhaupt gibt, ist ein Produkt der Differenz und nicht der Selbstverliebtheit. Alles das sind Symptome einer Angstgesellschaft, die zunehmend hysterisch und diffus reagiert. Angst ist immer auch Angst vor dem Tod, und der Tod meldet sich zur Stelle, wo die Sprache eine Lücke lässt, einen Platz nicht besetzt, eine Leerstelle bildet Die Rückseite der Herrlichkeiten, sie hat uns erreicht - die Kontingenz, die von den Rändern heraufzieht, auch in Form der Flüchtenden dieser Welt. Schon das Wort Flüchtlingskrise ist eine Zumutung, denn die Krise liegt ja nicht bei den Flüchtenden selbst, sondern am Ort ihrer Ankunft und bei denen, die sie abschieben und ausgrenzen wollen. Das nun ist auch der Moment, in dem die Aufklärung in die Tiefe ihrer Irrtümer fällt und damit hinter sich selber zurück. Sie wird zu ihrem eigenen Fall, zu einem Objekt ihrer Unmöglichkeit. In dieser Stunde, in der das Reale erscheint und die Bücher keine Antwort mehr geben, macht auch ein Wort von sich reden, das uns alle Abgründe gleichzeitig öffnet: postfaktisch. Dieses Wort, dieser Neologismus, umschreibt das Gegenteil dessen, weswegen wir hier zusammengekommen sind: um der Aufklärung zu gedenken, ihrer Ideale und Vorstellungen von einer humanen Gesellschaft. Gemeint nämlich ist etwas völlig Amorphes, das in die symbolische Ordnung der Sprache schon gar nicht mehr überführt werden kann - ein dumpfes, grummelndes Bauchgefühl nämlich, eine Art animalischer Spürsinn, wie man Massen affektiv beeindrucken und zweckgerichtet verführen kann, etwas in jeder Hinsicht Ungeformtes, Rohes und Performatives. Wo dieser Sturz der faktischen Welt in die Senkgruben einer grandiosen Verwerfung zur politischen Option wird - und von Wahrheit ist dabei noch nicht einmal die Rede, sondern lediglich von Repräsentanz, jenseits aller Grammatik und geschlossener Sätze, intermedial am besten getwittert, was sich seinem informativen Effekt nach von den Rauchzeichen der Wilden nur dadurch unterscheidet, schon mit kleinen Apparaturen zu funktionieren, die jeder in seiner Hosentasche griffbereit hat, da nun beschütze uns Gott. Aber er wird es nicht tun, weil er mit dem Szientismus des 19. Jahrhunderts gestorben ist, und Nietzsche hat ihn beerdigt. Ich weiß nicht, ob es stimmt, was der Medientheoretiker Friedrich A. Kittler einmal sagte, dass nämlich die Technologien für die Inhalte sorgen und letzthin auch das Subjekt der Geschichte bestimmen, denn das wäre tatsächlich verheerend. Klar aber scheint zu sein, dass zivile Mündigkeit in einer demokratisch verfassten Gemeinschaft noch nicht allein von den Potentialen rationaler Aufgeklärtheit abhängt und immerwährend neu begründet und verteidigt werden muss. Hegel nannte es "das stumme Fortweben des Geistes im einfachen Innern seiner Substanz", und auch Kant, der so gern mit seiner Standardformel zitiert wird: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit", hält sich eine Hintertür offen, eine Gegenfigur höchst aporetischer Art, wenn er seine "Kritik der reinen Vernunft" beginnen lässt, ich zitiere: "Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft." Was ist das anderes als ein Eingeständnis in die Fehlbarkeit von Vernunft und ihre verzweifelte Ohnmacht. Vielleicht ist das der Ort unserer Zeit, über keinen Ort mehr zu verfügen, von dem ausgedacht und gesprochen werden kann, und der archimedische Punkt, er war nur ein Irrlicht. Etwas davon hat Lessing vielleicht auch geahnt, denn das Letzte, was er getan haben soll, ehe er starb, war, einen Lottoschein zu erwerben. Ob er etwas eingebracht hätte, ist leider nicht überliefert. Ich denke mal, nein. Aber vielleicht ist auch alles ganz anders und ich weiß es nicht besser. Eines aber ist sicher: Wenn wir unsere Sprache verlieren, unsere Worte, die zu einer Realität sich verdichten, von der aus wir denken, dann ist wahrlich nichts mehr zu retten. Hier können wir wirklich und augenblicklich etwas tun.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Es gilt das gesprochene Wort!

 23.01.2017 - 09.02.2017

16.01.2017: Es lohnt sich, Haltung zu zeigen ...

Das Jahr 2017 begann mit einem „Paukenschlag“. Die Meldung, die über den Ticker kam und aus eine gemeinsame Pressekonferenz mit Vertretern des Freistaates, des Landkreises, der Stadt und des Landtagsabgeordneten Aloisius Mikwauschk am 4. Januar 2017 entsprang, hatte es im besten Sinne des Wortes in sich. Es ist gelungen, für den gymnasialen Standort an der Macherstraße eine Nachnutzung zu finden. Der Freistaat kauft das „Alber-Schweitzer-Haus“ und es werden mehrere hundert Arbeitsplätze im Verwaltungsstandort Kamenz neu geschaffen.

Was zeigt uns diese Entwicklung?

Es lohnt sich, zu kämpfen, wenn man von der Richtigkeit einer Lösung überzeugt ist. Dazu braucht es viele Mitmacher, wenn es sein musste auch Mitstreiter, aber vor allem Unterstützer. Und die haben wir gefunden!

Wir bemerken in den letzten Jahren, dass um uns herum, in Sachsen, in Deutschland und in vielen Orten Europas die Fliehkräfte, die das Auseinanderdriften der Menschen bewirken, zunehmen.

Da gibt es hier bei uns auch eine Vielzahl von Menschen, die, auch wenn sie vor mehr als 25 Jahren positiv in die Zukunft der deutschen Wiedervereinigung geblickt haben, feststellen, dass sie mit ihren Anliegen, mit ihren Empfindungen, was gerecht ist und im Sinne ihrer Vorstellungen, auch gerecht sein kann, allein gelassen und manchmal sogar „liegengelassen“ werden. Das Ringen um die Schulstandortlösung macht vieles deutlich. Natürlich geht es zunächst um die Frage der Lern- und Lehrbedingungen und es geht dabei natürlich auch um die Frage der damit verbundenen Kosten, aber – und das ist hier wichtig – es geht immer auch um die Frage, was Menschen empfinden, was sie fühlen und wo sie sich in ihrem eigenen Heimatgefühl, in ihrer eigenen Tradition verankert sehen. Und das Beispiel der Lessingschule zeigt sehr deutlich, dass man schon die Kraft haben muss, die Frage oder Aufforderung „Suchet der Stadt Bestes …“ zu beantworten. Die Antwort haben wir gemeinsam nach mehr als sechs Jahren gefunden und wir sind der Überzeugung, dass es in dem Fall nicht nur eine Antwort ist, sondern eine gute Antwort war.

Die Geschichte um den damit verbundenen Streit, um die damit verbundene Auseinandersetzung zeigt auch, dass wir im siebenundzwanzigsten Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung meiner Ansicht nach ein Problem lösen mussten und müssen, das auch da seine Wurzeln hat.

Wollen wir uns erinnern.

Mit der Bildung des Freistaates im Ergebnis der deutschen Wiedervereinigung wurde das Schulsystem, das bis dahin galt, völlig verändert. Mit einem Mal war für eine Vielzahl potentieller Gymnasiasten im wahrsten Sinne des Wortes Raum zu schaffen. Nachdem die Entscheidung mehr als 20 Jahre zurückliegt, die zum Ausbau des Gebäudes an der Macherstraße führte, will ich für die, die jünger sind, gern einige Umstände in Erinnerung bringen. Diese Entscheidung musste schnell und sie musste –neben vielen Grundsatzfragen, die zu klären waren – vom Landkreis Kamenz und den damaligen Verantwortungsträgern im Stadtrat herbeigeführt werden. Es war damals anders als heute und es war mit Sicherheit schwerer. Es gab eben keine Ministerien, wie wir sie heute kennen, keine funktionierenden Landkreis- und Stadtverwaltungen, wie wir sie heute gewohnt sind – alles war im Umbruch. Was geleistet werden musste, war Aufbauarbeit. Insofern sitzen alle oder die meisten, die jetzt Verantwortung übernehmen, im gewissen Sinn in einem „gemachten Nest“.

Was hat das mit unserem Schulstandort zu tun?

Es war auch seinerzeit eine verständliche Entscheidung, das Gymnasium an der Macherstraße zu errichten in der Annahme, dass die Stadt Kamenz zukünftig auf über 20.000 Einwohner wächst und dass es zwei gymnasiale Standorte gibt, das Traditionshaus „Lesingschule“ an der Henselstraße und das Albert-Schweitzer-Haus.

Glaubwürdigkeit heißt, Wort halten

Wenn ich anfangs über Fliehkräfte und über zum Teil enttäuschte Menschen sprach, dann will ich zum Abschluss meiner Gedanken Zuversicht und Hoffnung zum Ausdruck bringen, denn bei der Suche, bei dem Kampf um den Erhalt der 100jährigen Tradition des Lessinggymnasiums ging es für unsere Gemeinschaft und für das Verständnis von Politik um etwas ganz Entscheidendes. Und dies lässt sich in einem Satz ausdrücken. Es ging um das „Wort halten“ und das Einhalten geschlossener Verträge.

Wir können alle froh sein, dass uns dies gelungen ist und ich bin nicht nur allein überzeugt davon, dass sich der jetzt gefundene Weg für den Zusammenhalt, für den Gemeinsinn in unserer Stadt, für das Ansehen des Landkreises und des Freistaates positiv auswirken wird.

Allen, die an dieser Lösung mitgewirkt haben, dürfen stolz darauf sein und vor allem dürfen sie sich darüber freuen, etwas für den Zusammenhalt unserer Menschen getan und sie nicht auseinander gebracht zu haben.

 

Roland Dantz
Oberbürgermeister
der Lessingstadt Kamenz

16.01.2017 - 01.02.2017

07.12.2016: Neujahrsempfang der Stadt Kamenz im Jahr 2017

Auszeichnung ehrenamtlich Tätiger

In Anknüpfung an die vergangenen Jahre findet auch im Jahr 2017 der Neujahrsempfang der Stadt Kamenz statt. Vorgesehen ist dafür Freitag, der 3. Februar 2017.

Es ist eine schöne Tradition, die seit Jahren in Kamenz gepflegt wird, dass alljährlich zum  Neujahrsempfang, ehrenamtlich tätige Einwohner für ihren Einsatz sowie Personen, die sich Verdienste um die Stadt Kamenz erworben haben, gewürdigt werden. Aus diesem Grund rufen wir alle Vereine, Verbände, Interessengruppen und Bürger auf, Einwohner von Kamenz, einschließlich der Ortsteile, bzw. andere Personen zu benennen, die durch ihr verdienstvolles oder ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise das Leben in der Stadt bereichern oder anderen Einwohnern in unserer Stadt in den verschiedensten Dingen behilflich waren und sind.

Diese Form der Ehrung hat in den letzten Jahren immer Resonanz gefunden, worüber wir uns sehr freuen. Die Anzahl der Auszuzeichnenden ist auf 20 Personen begrenzt. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir je Vorschlag nur eine Person auszeichnen können. Bei der Benennung mehrerer Personen werden wir die erstgenannte auf dem jeweiligen Vorschlag auswählen. Für die anderen müsste dann im nächsten Jahr erneut ein entsprechender Vorschlag erfolgen, es sei denn, es gehen weniger als 20 Vorschläge (gleich Personen) ein, so dass Vorschläge mit mehreren Personen einbezogen werden könnten. Die Vorschläge selbst werden in der Reihenfolge des Einganges in der Stadtverwaltung berücksichtigt. Einwohner/Personen, die in den letzten drei Jahren bereits ausgezeichnet wurden, finden, wie schon in der Vergangenheit gehandhabt, zur Auszeichnung im Jahr 2017 keine Berücksichtigung.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge und Anregungen – bitte immer auch den Vor- und Zunamen und die Anschrift des Vorgeschlagenen angeben – mit einer kurzen und nachvollziehbaren Begründung bis zum

2. Dezember 2016

an die Stadtverwaltung Kamenz, Referent des Oberbürgermeisters, Markt 1, 01917 Kamenz. Rückfragen sind unter den Telefonnummern 03578/379101 und 379102 möglich.

 

Thomas Käppler
Referent des Oberbürgermeisters

02.11.2016 - 07.12.2016

27.10.2016: Flashmob 1. November 2016

Anlässlich der Eröffnung der Klosterbäckerei St. Marienstern wird es am Dienstag, dem 1. November 2016, 9.00 Uhr von der Bautzner Str. 41 zum Markt einen Flashmob „Wartekollektiv" geben. Die Kamenzerinnen und Kamenzer sind zu dieser von der Klosterbäckerei und dem City-Management initiierten Aktion herzlich eingeladen. Und zur zusätzlichen Motivation gibt es von der Klosterbäckerei Kaffee und Kekse frei. Wenn das die Motivation zur Teilnahme nicht erhöht, was dann?

Wikipedia führt zum Flachmob aus: "Der Begriff Flashmob (englisch: Flash mob; flash = Blitz; mob [von mobilis beweglich] = aufgewiegelte Volksmenge) bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun." Also lasst und ungewöhnliche Dinge tun am Dienstag!

Offizielle Eröffnung der Klosterbäckerei ist - wie schon gesagt - am Mittwoch, dem 2. November 2016, 11.00 Uhr. Dabei wird die Äbtissin der Abtei St. Marienstern die Räumlichkeiten weihen. Die Bäckerei hält dann neben ihrem umfangreichen Brotangeboten täglich Kaffee und Frühstücksbrötchen bereit

Hier der Flyer zur Eröffnung, die im Rahmen des Testshop-Gedankens erfolgt!

27.10.2016 - 01.11.2016

24.10.2016: Spatenstich für Werk II der Dt. ACCUmotive

Ein Paukenschlag für die Region- Ein Signal für die Menschen in und um Kamenz

Am Montag, dem 24. Oktober 2016 wurde der Spatenstich für eine Zukunftsinvestition in Sachsen, in der Lessingstadt Kamenz vollzogen. Wir freuen uns, dass dieses denkwürdige Ereignis des Spatenstiches für das Werk II der Deutschen ACCUmotive im Beisein der Vertreter des Vorstandes der Daimler AG, Prof. Dr. Thomas Weber sowie Markus Schäfer, und des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und auch in Anwesenheit des Landrates des Landkreises Bautzen, Michael Harig, begangen wurde.

Der Wind dreht sich Gerade im 26. Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung ist diese Wirtschaftsinvestition für uns außerordentlich bedeutsam. Viele Menschen haben unmittelbar nach der Wende erleben müssen, wie durchaus auch konkurrenzfähige Industriearbeitsplätze wegfielen, wie die eigene Existenz durch Arbeitslosigkeit und Zukunftsangst bedroht wurde. Familien wurden auseinandergerissen und viele haben ihre persönliche Zukunft zwangsläufig in den westlichen Bundesländern Deutschlands gesucht. Mit der Entscheidung der Daimler AG, hier in Kamenz zu investieren, dreht sich der Wind, haben wir die Chance, die gegenwärtige demografische Entwicklung zu stoppen und umzukehren. Wir haben die Chance, aus diesem Schritt eines der größten Automobilherstellers den Menschen in unserer Region Hoffnung zu geben und vor allem eine Zukunft zu ermöglichen. Wenn an einem Industriearbeitsplatz bis zu drei – manchen sagen auch mehr – Arbeitsplätze hängen, dann wird auch sichtbar, dass von dieser Entscheidung der Daimler AG der Mittelstand, der Dienstleistungssektor und auch das Handwerk profitieren werden. Mit der kraftvollen Entwicklung der Deutschen ACCUmotive – einer 100%igen Tochter der Daimler AG – wird in der Lessingstadt Kamenz für den Standort Deutschland das Zeitalter der Elektromobilität weiter zukunftsträchtig ausgestaltet. Seit 2008 ist der Standort Kamenz für die Entwicklung der Elektromobilität ein guter Name. Mit der Entscheidung der Daimler AG, den vorhandenen Standort in Kamenz auszubauen, wird ein technologischer Meilenstein, aber vor allem ein Meilenstein für den Ausbau des Wirtschaftsraums der Landeshauptstadt und der Oberlausitz gesetzt.

Engagement für den Standort – für die Region – für den Freistaat zahlt sich aus Die Stadt Kamenz hat auf der Grundlage der von der Daimler AG getroffenen Entscheidung sowohl im Jahr 2009 als auch mit der Investitionsentscheidung zu der bedeutsamen Standorterweiterung 2016 wesentlich beigetragen. Wir haben am heutigen Tage allen Grund Dank zu sagen. Wir bedanken uns in besonderer Weise bei den Entscheidern und damit den Vorständen der Daimler AG und der Mannschaft der Deutschen ACCUmotive vor Ort für ihr Engagement und ihre Leistungsbereitschaft. Ich will an dieser Stelle persönlich all jenen danken, die mich 2011 unterstützt und den Vorschlag, 52 ha beplante und teilerschlossene Industriefläche zu erwerben, mitgetragen haben. Die Stadt Kamenz war bereit, für diesen Schritt auf vieles zu verzichten. Sie war bereit, das bis dahin durchschnittliche jährliche Investitionsvolumen in Wirtschaftsförderung zu investieren. Ich will mich persönlich auch bedanken für die Unterstützung des Landkreises, insbesondere der Genehmigungsbehörden, die bereit waren, mit uns die sich aufzeigenden, zum Teil „aufbäumenden“ Probleme schnell und im Interesse der Standortentwicklung zu lösen. Gemeinsam mit allen Beteiligten – den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der ewag kamenz, dem Kommunalen Versorgungsunternehmen – sowie dem hohen Engagement des Vorstandes der ewag kamenz war es möglich, die Erschließungsfragen zu lösen und die zugesicherten Erschließungs-leistungen zu erbringen.

Die Daimler AG investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Standort Kamenz Auch ein weiteres neues Unternehmen entsteht in Kamenz – die Mercedes-Benz Energy GmbH

Die Gründung der Mercedes-Benz Energy GmbH mit Sitz in Kamenz war ein weiterer Schritt in der Profilierung des stationären Speichergeschäfts. Mit dem vorangegangenen Erwerb einer Teilfläche von mehr als 18 ha von der Stadt Kamenz, im Industriegebiet Kamenz/Bernbruch Nord wird gegenwärtig eine der größten Industrieinvestitionen in Sachsen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 500 Mio EUR durch die Deutsche ACCUmotive GmbH und Co. KG realisiert.

Wir freuen uns außerordentlich, dass es dem führenden Automobilhersteller Deutschlands gelungen ist, auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2016 die Zukunft der Elektromobilität aufzuzeigen. Mit den innovativen Konzepten ist es dem Unternehmen gelungen, zukunftweisende Akzente zu setzen.

Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG Dr. Dieter Zetsche: „Das Auto der Zukunft wird elektrisch und emissionsfrei sein.“ (Laut (Berlin/Stuttgart (dpa-AFX)) Und das Vorstandsmitglied, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung, Prof. Dr. Thomas Weber, informierte: „Bis 2020 wird Elektromobilität bei Daimler sechsstellig.“ (Laut Berlin/Stuttgart (dpa-AFX))

Mit dieser strategischen Ausrichtung des Konzerns und der Standortentwicklung der Deutschen ACCUmotive in der Lessingstadt Kamenz werden für die Region entscheidende Impulse gesetzt. Dies war möglich, weil es bis hin zur Konzernspitze sowie bei den Entscheidern vor Ort von Anfang an eine vertrauensvolle und außerordentlich konstruktive Zusammenarbeit gab.

Die Standortentwicklung des Wirtschaftsraumes Kamenz wird erfolgreich fortgesetzt Die Investition der Daimler AG unterstützt die nachhaltige Fortentwicklung des Wirtschaftsraumes der Lessingstadt. Die bereits ansässigen mittelständischen Unternehmen werden dabei in der unterschiedlichsten Weise von dieser Entwicklung partizipieren. Damit wird auch das Schaffen von „Leitmarken“ – für die u.a. die Ansiedlung der jetzigen Mast-Jägermeister SE sowie das Entstehen und Wachsen der Sachsen Fahnen GmbH & Co. KG stehen – am Standort fortgesetzt.

Das Entstehen von Industriearbeitsplätzen ist ein Signal für junge Menschen in der Region zu bleiben und auch in die Wachstumsregion Dresden zurückzukehren. Nur mit der Schaffung gut bezahlter Jobs können die Erwartungen unser Menschen an unser Gemeinwesen, an das Versprechen einer sozialen Marktwirtschaft erfüllt werden. Die wirtschaftliche Entwicklung ist die Basis für eine Zufriedenheit und damit für das Lebensgefühl der Menschen. Sie ist auch der Grundstein für die Bereitschaft, offen zu sein, sich dem Schwächeren zuzuwenden, vor allem dann, wenn selbst ein hohes Maß an Sicherheit für die Entwicklung der eigenen persönlichen Lebensvorstellungen für das gemeinsame Leben im familiären Bereich besteht und nicht – wie in den letzten Jahrzehnten – Familien aus wirtschaftlichen Gründen auseinandergerissen wurden. 

Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kamenz und die Menschen in der  Region, diejenigen  die auf diese Arbeitsplätze hoffen und jene die schon jetzt im Unternehmen tätig sind, sind dankbar für diese Entwicklung,  insbesondere für die Entscheidung der Daimler AG dieses Zeichen im Wirtschaftsraum Sachsen der Oberlausitz gesetzt zu haben.

Roland Dantz Oberbürgermeister der Lessingstadt Kamenz

24.10.2016 - 15.11.2016

17.10.2016: Kamenz - die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

wenn wir die letzten Wochen anschauen, dann haben wir viele stimmungsvolle Höhepunkte in unserer Stadt erleben dürfen. Ich denke da an die Fête de la Musique, die wirklich ein Fest sowohl für die Ohren als auch für die Augen war. Das Straßenfest am Klostertor zog ebenfalls Tausende in seinen Bann. Dazu kamen vielfältige und interessante Ausstellungsprojekte, sportliche Höhepunkte und vieles mehr.

Gerade in diesem Jahr ist es uns gelungen, im infrastrukturellen Bereich einige bedeutsame Meilensteine zu setzen. Der Wirtschaftsstandort Kamenz wächst dank eines starken Mittelstandes und auch natürlich durch die Ansiedlung der Daimler AG.

Wir werden bis 2020 mit dem Landkreis ca. 34 Mio. EUR in Bildung investieren und Kamenz wird –neben Bautzen größter Verwaltungsstandort im Landkreis Bautzen – weiter wachsen.

Es gibt demnach viele Gründe, sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen, wohin wollen wir gemeinsam. Und welche Schwerpunkte sehen wir für die Entwicklung unserer Stadt weit über das Jahr 2020 hinaus? Demografisch kann man Bevölkerungsentwicklungen berechnen und sie bringen zum Ausdruck, was eintreten kann, wenn es so eintreten sollte. Im weitest gehenden Sinne ist in unserer Stadt in den letzten Jahren viel Gutes geschehen und es geht jetzt darum, auf dieser Basis neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt hervorzubringen.

Kamenz kann sich und wird sich weiter als wirtschaftliches Mittelzentrum zwischen Dresden und Bautzen etablieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Beziehungen zur Metropole Dresden ausbauen und von den damit verbundenen Wachstumstriebkräften partizipieren.

Wir können damit – da sind viele mit mir sicher einig – in zunehmendem Maße von der Strahlkraft der Landeshauptstadt profitieren. Insofern liegt es wirklich nahe, die Diskussion zu grundsätzlichen Fragen der Stadtentwicklung in einem starken Maße zu führen, weil wir der Überzeugung sind, dass, wenn wir dies tun, auch in einem sehr weiten Feld diese Gespräche die Identität unserer Menschen mit ihrer Stadt stärken. Wir können damit ebenfalls Kräfte freisetzen und Engagement befördern. In diesem Sinne ist die vorliegende Ausarbeitung als Impuls zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Arbeitspapier, das mit unterschiedlichsten Ideen angereichert werden kann. Verstehen Sie daher das Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen" als Angebot zum Mitdenken, Mitreden und Mittun!

Vorgesehen ist, dass wir in der 2. Hälfte des Jahres in Vereinen und in kleinen oder größeren Zusammenkünften die Überlegungen gemeinsam vorantreiben.

Dafür wünsche ich uns allen Freude und Ideenreichtum!

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Link zum Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen"

26.05.2016 - 17.10.2016 

12.10.2016: Das „Ufo“ ist auf dem Marktplatz gelandet

Sind sie uns feindlich gesonnen oder kommen sie in guter Absicht? Ganz so dramatisch geht es letztendlich dann zum Glück nicht zu.

Aber es ist schon interessant zu sehen wie neugierig, aber auch mit einer gehörigen Skepsis die Besucher des Kamenzer Marktes auf das großdimensionierte, eiförmige Kunstobjekt reagieren. Oder wie Eltern ihren Kindern Rede und Antwort stehen müssen, was das denn sei. „Wo kommt das her?“, „Was soll das überhaupt?“ oder „Sieht doch eigentlich ganz interessant aus, oder?“, so oder ähnlich lauten vielleicht die Fragen, die man sich stellt. Und mit Fragen beginnt bekanntlich auch die Suche nach Antworten. Erfolgt dies durch ein attraktives, sinnlich wahrnehmbares Objekt – umso besser. Kunst, die diese Bezeichnung verdient, sollte Fragen stellen oder in Frage stellen. Ob die Antworten dann alle so ausfallen, wie es der Künstler möchte oder die Initiatoren es wollten, sei dabei dahingestellt.

Georg Mann der schon mit ähnlichen Arbeiten an die Öffentlichkeit getreten ist, bezeichnet sein Kunstobjekt mit dem Titel „Kommen in Frieden“. Er selbst charakterisiert es so: „Schaubilder eines nachhaltigen Prozesses. Alles wird und alles vergeht. Wichtig ist, was wir heute säen. Das Anliegen dieser Arbeit besteht darin, eindrucksvoll auf diesen Prozess hinzuweisen und gleichzeitig der Natur einen großen Freiraum in der Gestaltung des Werkes zu erhalten.  Die für diese Arbeit verwendeten Materialien sind zum Teil über ein Jahrhundert in der Gemeinde Nebelschütz genutzte Bretter. Diese tragen zweifelsfrei einiges an Geschichte. Wenn dieses Holz erzählen könnte … Des Weiteren ist das Objekt so konzipiert, dass es von Pflanzen, Tieren und Menschen  Stück um Stück als Lebensraum erschlossen werden kann und seine Wirkung besonders in den kommenden 100 Jahren entfalten wird. Gutes kann nur wachsen. Meine Arbeit versteht sich als Initialzündung für das eigentlich entstehende Kunstwerk. Den wunderbaren Hauptteil dieser Arbeit leistet die Natur.“

Wem das zu abstrakt ist, der schaue einfach mal unter folgendem Link nach: http://www.georgmann.com/mediapool/101/1016947/data/eieilandportf_10_13.pdf. Hier findet man anhand von Skizzen sehr anschaulich, worum es Georg Mann originär oder zumindest auch geht.

 

27.09.2016: Einladung zur Einwohnerversammlung

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
werte Einwohnerinnen und Einwohner,

wir sind in den letzten Jahrzehnten gemeinsam durch die Anstrengungen vieler Bürger und Bürgerinnen, Gewerbetreibenden sowie durch den Landkreis Bautzen und den Freistaat Sachsen gut vorangekommen. Wir konnten vieles, wovon wir in der Vergangenheit „träumten“, erreichen. Gerade in den letzten Jahren haben wir einen wirtschaftlichen Schub, der sich in den gut ausgelasteten Gewerbegebieten, mit der Entwicklung von Unternehmen und auch in der Ansiedlung der Deutschen ACCUmotive zeigt, hervorrufen können. Viele freuen sich über die Entwicklung des Schulstandortes und über vieles mehr.

Gerade diese erfreuliche Perspektive und die Teilhabe an der Entwicklung der Wachstumsregion Dresden zieht folgerichtig nach sich, dass wir die Potenziale, die zum Teil in der Zukunft liegen, nutzen. Wir wollen dazu mit vielen Menschen in Gespräch kommen, um gemeinsam an einem Leitbild für unsere Stadt für die nächsten Jahre erneut zu arbeiten bzw. das vorhandene fortzuschreiben. Dabei spielen Schwerpunkte in der Finanzplanung der nächsten Jahre eine große Rolle.

Anknüpfend an die Beratungen des Stadtrates und die öffentlichen Diskussionen der letzten Monaten sowie unter Berücksichtigung von Entscheidungen, die wir in der nächsten Zeit zu treffen haben hinsichtlich der Haushaltsplanung 2017 ff. und der Änderung der Straßenbaubeitragssatzung möchten wir Sie herzlich zur Einwohnerversammlung am

11.10.2016, 19:00 Uhr
in den Ratssaal des Kamenzer Rathauses

ein.

Tagesordnung:
1. Diskussion zur Haushaltsplanung 2017 und mittelfristigen Finanzplanung bis 2020
2. Diskussion zur Änderung der Straßenbaubeitragssatzung
3. Leitbilddebatte zur Entwicklung der Stadt Kamenz für den Zeitraum bis 2025 mit Ausblick bis 2030 – Einleitung der Bürgerbeteiligung


Ich freue mich auf Ihr Kommen.


Roland Dantz
Oberbürgermeister

27.09.2016 - 12.10.2016

26.09.2016: 3. Kamenzer Rede in St. Annen am 07.09.2016

Viele haben den Ausführungen des Redners aufmerksam zugehört.

Jörg Bernig bezeichnet seine Rede als Einmischung. Schon dies macht es spannend, seinen Gedankengängen zu folgen. Schon am Abend war zu beobachten, dass ein aufmerksames Zuhören bei der Gedankenentwicklung des Redners nicht automatisch bedeutete, jeder seiner Überlegungen zu folgen.

Das ist schon deswegen bedeutsam, weil Jörg Bernig die Kant'sche Maxime „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ in sehr nachdrücklicher Form den Zuhörern in Erinnerung bringt. Und dies geschieht in einer Zeit, in der wenige Tage später nach Jörg Bernigs Rede Jean Asselborn, der Außenminister des (Zwerg)Staates Luxemburg, verkündete, dass er der Meinung sei, dass Ungarn und vielleicht noch andere osteuropäische Mitgliedsländer aus der Europäischen Union ausgeschlossen werden sollten. Um die osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten weiter zu  stigmatisieren und zu isolieren und um die europäische Union noch weiter zu spalten, tritt an die Stelle des Dialoges die Konfrontation.

Wenn man dann Jörg Bernigs Anregung aufnimmt und an so einem Punkt der Aufforderung Immanuel Kants folgt, selbst nachzudenken,  und dem eigenen Gespür vertraut, dann kommt man zu dem Ergebnis:

1. Luxemburg ist der zweitkleinste Staat nach Malta in der Europäischen Union
2. Luxemburg hat nicht mehr Einwohner wie die Landeshauptstadt Dresden –  nur ca. 580 000.

Und dann kann man, wenn man weiter „nachgräbt“, nachdenkt und nachliest, dass im Jahr 2015 Luxemburg nur ca. 175 Asylbewerber/Flüchtlinge aufgenommen hat, Deutschland aber mehr als eine Million, sich seine eigene Meinung bilden.

Dies ist das eine Geschehen, welches mich beim Lesen der Rede von Jörg Bernig bewegte. Das andere: Am Tag nach der Rede betrat ich frühmorgens unser Verwaltungszentrum, den faktischen Hauptsitz, in dem sich das Ausländeramt befindet. Wenn man einen solchen „Amtsbereich“, das Ausländeramt, betritt, dann trifft man natürlich auf Ausländer. Alles andere wäre auch verwunderlich. Es war eine Vielzahl von Männern und Frauen da. Ich grüßte, so wie es meine Gewohnheit ist, blickte in freundliche Gesichter und bekam immer wieder ein freundliches „Hallo“ oder ein freundliches „Guten Tag“ zurück.

Auch dies gehört zu den vielen Wahrheiten, wenn es um die Einmischung, das Hinterfragen und das couragierte Vertreten von Meinungen in unserem Land geht.

Natürlich kann es sein, dass derjenige, der Kritik übt und dies im öffentlichen Raum tut, auch selbst Kritik „erntet“. Das ist aber ein völlig normaler Zustand.

Es gibt in der Hinsicht aber auch eine Beobachtung, die ich voranstellen will. Nachdem die Sächsische Zeitung über die Rede in St. Annen zunächst berichtet hatte, wurde dann Jörg Bernigs Rede zumindest in Auszügen – wie es in einer Zeitung auch möglich ist – abgedruckt.

Die Medienkritik, die zu Recht in der Vergangenheit geübt wurde, die Jörg Bernig auch selbst in seiner Rede zum Ausdruck bringt, hat Folgen, und das ist gut so. Denn es wäre die schlechteste Möglichkeit, welche unserem Gemeinwesen passieren kann, wenn berechtigte Kritik geübt wird und sich nichts ändert.

Was unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel in jenem Augenblick bewegt hat, als sie im vergangenen Jahr die Entscheidung traf, vorübergehend die Grenze zu öffnen, das wissen möglicherweise nur sehr wenige. Ich weiß es nicht. Es kann aber auch sein, dass sie in diesem Augenblick so emotional berührt war vom Schicksal der Flüchtlinge und deren Not, dass sie sich zu diesem Handeln entschloss. Möglich ist aber auch, dass sie in diesem Moment sah, dass Menschen, wenn sie ohne Aussicht auf Zukunft sind, ohne Aussicht auf ein gutes Leben, sich auf den Weg machen. Und möglich ist auch, dass sie in diesem Moment spürte, dass sie an diesem Zustand schon sehr lange auch eine Mitverantwortung trägt.

Daraus danach, in den ersten 14 Tagen nach der Entscheidung der „Öffnung der Grenzen“, einen gewollten im gewissen Sinne dauerhaften Zustand zu  machen, auf den sich ein ganzes Land einzurichten habe – mit der Begründung Deutschland sei ein Einwanderungsland – zumindest diesen Eindruck zu erwecken, war nicht nur aus meiner Sicht, ein sehr großer Fehler.

Letztendlich sehe ich Jörg Bernigs Kamenzer Rede auch als kontroverses Gesprächsangebot an, das nicht automatisch vorbehaltlose Zustimmung erwarten kann, das aber vielleicht auch dazu dient, sowohl die eigene Position zu hinterfragen als auch zu schärfen. Und da ist diese Kamenzer Rede auch nah bei Lessing.  Die Aufforderung zu denken von Jörg Bernig, können wir annehmen und über das Vorgetragene NACH, also im eigentlichen Sinne HINTERHER denken. VORDENKEN, neu zu überlegen, zu suchen, was noch nicht gedacht wurde, ist zugleich immer am schwersten.

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Die Redebeiträge (nachfolgend einsehbar) werden im dritten Heft der Reihe „Kamenzer Reden in St. Annen“, herausgegeben von der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption“, veröffentlicht. Das Heft erscheint voraussichtlich im Oktober dieses Jahres.

Grußwort des Oberbürgermeisters anlässlich der 3. Kamenzer Rede in St. Annen

Einleitetende Worte von Michael Hametner

Rede von Jörg Bernig

26.09.2016

26.09.2016: Kamenzer Projekt „Stadt–Raum–Kunst“

Kamenzer Projekt „Stadt - Raum – Kunst“

Sinnlos – niemals! Umstritten – warum nicht?

Für knapp eine Woche hatte der Verein „Metamorphose – Kunst in Kamenz“ gemeinsam mit den Künstlern Katharina Forster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten eingeladen. Neben der Stadt Kamenz beförderten und unterstützen dieses Projekt u.a. die Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Thomas Neumann Ingenieurgesellschaft mbH, der Verein "Bautzen rollt", SEC Veranstaltungstechnik, der FEWA-Club e.V., das Frisör-Atelier Romy Bieger sowie die GB Buch GmbH & Co. KG.

Wer ausschließlich Kunstwerke in materieller Form für die „Ewigkeit“ erwartet hatte, musste vielleicht enttäuscht gewesen sein. Vielmehr ging es darum, die Kunsthaftigkeit in den durch diese Künstlergruppe angeschobenen Aktionsprozessen zu sehen. Darüber hinaus sollte Kunst  als Vehikel des Austausches gesehen werden, über Stadt, über deren Wahrnehmung, aber auch Veränderbarkeit. Und da gab es für jeden etwas, der bereit war sich darauf einzulassen und der sich nicht, weil seine Erwartungen nicht erfüllt wurden, mit einem „Was soll das?“ oder „Die (vermeintlichen) Steuergelder hätten besser eingesetzt werden können“ rigoros dagegen sperrte.

„Temporär“, also „eine gewisse Zeit dauernd“, „vorübergehend“ oder „zeitweise“ war der Leitgedanke dieses Kunstprojekts zur Kommunikation über das Werden der Stadt Kamenz, das Jetzt und die Zukunft – und dies in vielerlei Hinsicht. Selbst die Kritiker brachten sich – mit ihren z.T. sehr ablehnenden Ansichten – in die initiierten Dialoge ein, wenn auch vielleicht ungewollt. Denn in den Diskussionen „mussten“ sie sich auch die Argumente der Befürworter dieser Kunstaktion anhören.

Was bleibt von dem nur auf Zeit angelegten Projekt? Die Erinnerung z.B. an das im wahrsten Sinne des Wortes „Einstehen“ für Kamenz auf dem Marktplatz, die von Harald Hoppe initiiert wurde, und bei dem für zehn Minuten freiwillig-erzwungenen Stillstehen und damit Sinnieren eine besondere Stimmung erreicht wurde. Oder die „Flamme für Kamenz“, welche sicher auch ein „Brennen für die Stadt“, ein für sie da sein assoziieren sollte.

Harald Hoppe ist auch das Vorhaben der „Temporären Kunsthalle“ zu verdanken. Hierbei waren Kamenzer aufgefordert worden, Drucke, echte Bilder, Malerei, Grafik, Druckgrafik, Holzschnitt, Fotografien von Bildern, Fotografien, Internetfunde, Ausdrucke, selbstgemalte Bilder, Poster u.a. „herzugeben“, um z.B. zeigen, Kamenzer so unter Kunst verstehen. Einzige Voraussetzung: Die Besitzer mussten es für Kunst halten. In der  „Temporären Kunsthalle“ am Klostertor (ehemals Telefonladen) konnte man dann vom Freitag bis zum Sonntag, dass „Sammelsurium“ betrachten. Ob ein in Aquatinta ausgeführtes Werk von Georg Baselitz, das mit Feder in Kohle/Tusche erstellte Bild von Egbert Kasper oder die Fotografien von Reinhard Kärbsch, um nur einiges zu nennen, zeigen einen Reichtum und eine Vielfalt von Kunstwerken, die die Kamenzer ihr Eigen nennen.  

Die „Einrahmung“ des Schwedenfeuers in der Mitte des Marktplatzes durch einen mit rot gestrichenen Kanten geschaffenen Kubus (Rainer Düvell) schuf einen besonderen Raum, dessen Faszination für jeden greifbar war. An diesem Abend wurde auch die Idee geboren, diesen Kubus an einen anderen Ort zu versetzen, was dann mit Tatkraft am Sonnabend geschah. Nun umgrenzt dieser Kubus die „einsame“ Sonnenblume auf dem vormaligen Gelände der Kleingartenanlage an der Lessingschule und erhöht auf ganz spezifische Weise die Wirkung dieser Blume.

Aber auch die ästhetische Präsentation von ausrangiertem Spielzeug und eigentlich weggeworfenen Plastikgegenständen durch Katharina Forster, zuvor Schülerinnen und Schüler gesammelt, hatte ihren Reiz, stellte sie doch in farbenfroher Weise die Fragen nach der Materialität oder dem Zustand der Dinge nach Ende des praktischen Gebrauchs.   

Michael Melerski, der vierte im Bunde, versuchte anhand  von Fotografien und Dingen, die er von Kamenzern bekam, archäologisch Verlorengegangenes ins Heute zu bringen. So war es eine alte Fotografie, die Frisieren im Freien zeigte, dem am Montag- und Donnerstagvormittag das Freiluftfrisieren, u.a.  der amtierenden Blütenkönigin Julia Petzold, folgte. Verbunden war damit u.a. das Staunen, was es früher alles so gab, verbunden mit der Frage, ob das heute auch noch Sinn macht. Im gewissen Sinne wurde diese Frage auch beantwortet.

Ganz anders gelagert war der vergangene Freitag (16.09.). Hier gab die Jugend den Ton auf dem Schulplatz an und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Bei lauter, ja das muss sein, elektronischer Musik zeigten Skateboarder ihr Können. Andere wiederum versuchten sich in Graffiti-Kunst, welche in keinem Fall mit Schmierereien oder vermeintlichen Tags gleichsetzen ist, die Hauseigentümern mitunter das Leben schwer machen.

Insgesamt war es das Projekt „Stadt – Raum – Kunst“, dass auf das Mittun der Kamenzerinnen und Kamenzer abstellte, sie, ob als Ausgangspunkt und direkte Akteure, einbezog in künstlerische Schaffensprozesse im Kontext eine (klein)städtischen Landschaft. Das mag gewöhnungsbedürftig sein, zeigte aber Facette eines erweiterten Kunstbegriffs auf, der sich absetzt vom herkömmlichen, wenn auch nach wie vor gültigen, Kunstverständnis, bei der Künstler oder die Künstlerin ein Kunstwerk dem Publikum offeriert, was sich dann dazu verhält.

Dem Metamorphose-Verein ist es mit dieser Kunstaktion gelungen, die Innenstadt von Kamenz in eine gewisse Aufregung zu versetzen sowie auf den unterschiedlichsten Ebenen Dialoge über Kamenz und seine Menschen anzustoßen. Das war es wert und ist, ob in dieser oder anderer Form, sicherlich wiederholenswert.   

26.09.2016 - 07.10.2016

20.09.2016: Ein ereignisreicher Sonntag bei strahlendem Sonnenschein

Die Sonne meinte es an diesem Tag sehr gut mit Kamenz. Bis in die Abendstunden zeigte sie sich von ihrer besten Seite. Hinzu kam ein Veranstaltungsangebot für die Kamenzer und ihre Gäste, dass eigentlich keine Wünsche offen ließ.

Begonnen hatte der Tag mit der Eröffnung der Ausstellung „550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz“ (siehe auch Beitrag „Ohne Wasser …“) im Lichthof des Rathauses. Eingebettet war sie in den „Tag des offenen Denkmals“, der – wie in der Vergangenheit auch – mit vielfältigen Angeboten – Sonderausstellung, Führungen und diversen Besichtigungsmöglichkeiten – lockte. Hinzu kamen auf dem Markt, passend zur Wasser-Thematik, die ewag kamenz und der Kamenzer Geschichtsverein, die mit Infoständen, einer Wasserbar, die an diesem Tag hervorragend ankam, sowie einer Hüpfburg und einem Glücksrad auf sich aufmerksam machten.

Doch dies war nicht der einzige Höhepunkt, der an diesem Tag in die Innenstadt zog. Die City-Initiative „köderte“ mit Herbstmarkt und Trödelmeile sowie darin einbezogenen Angeboten und Aktionen.

Und als ob das nicht schon genug wäre, luden, initiiert und getragen vom Verein "Metamorphose - Kunst in Kamenz“ die Künstler Katharina Förster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten ein. Der Titel des Projekts. „Stadt – Raum – Kunst“. Dabei ging es um ein Neusehen und Neuwahrnehmen von städtischen Gegebenheiten, dem Suchen nach Möglichkeiten einer lebenswerten Stadt ganz konkret vor Ort.

Für das Gewimmel in der Innenstadt sei allen Machern, Helfern und Beförderern gedankt. Die Impressionen sprechen für sich.

 

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Gewimmel

Schon Goethe schrieb, zugegebenermaßen in einem etwas anderen Zusammenhang, in seinem Faust: „Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn, …“

Ein "Arbeitskreis" im Rahmen der Wahrnehmungswerkstatt von Rainer Düvell. Das Interesse war groß.
Ein Blick in die Kirchstraße: Gewimmel
Nein, kein Bild vom Tag der Sachsen 2011, sondern die Bautzner Straße an einem herrlichen Septembersonntag.
Besonders lecker ging es beim Kuchenbasar (hier auf dem Markt) zu. Die Klassen 7a und 9a der 1. Oberschule hatten sich ins Zeug gelegt, um die Gaumen zu verwöhnen.
Das Highlight für die Kleinen - die Hüpfburg der ewag kamenz. Hier konnte man für kurze Zeit einfach abheben.

Die Macher

Natürlich eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ragnit Michalicka bei der Eröffnung der Ausstellung "550 Jahre Zentrale Wasserversorgung in Kamenz" im Lichthof des Rathauses
Armin Burkhardt von der Cityinitiative Kamenz und Matthias Tietz mit seiner Grillfabrik 2.4.(u.a. Bratwurststand auf dem Kamenzer Markt) haben gut lachen.
Ebenfalls zufriedene Gesichter machten Rainer Düvell (li) und Harald Hoppe (re), die gemeinsam mit ihren Mitstreitern ungewohnte Sichten auf die Stadt und damit auch neue Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln.
Vielleicht etwas geschafft, aber zufrieden: Grafikdesignerin und City-Managerin Anne Hasselbach (rechts).
Wasser pumpen ohne Strom: Die Fa. Norbert Samweber zeigt das funktionierende Modell eines hydraulischen Widders. Links neben Norbert Samweber stehend: Mario Kröger, Meisterbereichsleiter Trinkwasser bei der ewag kamenz.

Impressionen

Leider natürlich nur eine Auswahl:

Fahrräder soweit man schaut. Es geht auch ohne Benzin!
Wie immer gut in Anspruch genommen - der Elster-Express. Den Lokführer Frank Pietzsch scheint´s zu freuen.
Der 11. September in Kamenz - ein Tag für die ganze Familie.
Da scheinen wohl alle Bänke auf dem Markt besetzt gewesen zu sein.
Ein guter Spruch für die Stadt!

19.09.2016 - 27.09.2016

24.09.2016: Tag der offenen Tür im Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz

Am 24. September 2016 lädt das Malteser Krankenhaus St. Johannes in Kamenz zum Tag der offenen Tür mit vielen medizinischen Informationen, mit Vorträgen, Mitmachaktionen und Angeboten für die ganze Familie ein.

Medizinische Vorträge

Herr Dr. Matthias Eckert, Facharzt für Innere Medizin, klärt über endoskopische Verfahren bei der Untersuchung von Magen und Darm auf. Herr Alexander Wagner, der neue Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe, spricht in seinem Vortrag über schonende Operationsverfahren bei Frauen mit Gebärmutterleiden. Herr Yousif Faddah, der neue Chefarzt der Abteilung Chirurgie, und die Oberärzte Herr Dr. Blasius Büttner und Herr Dr. Toralph Zirnstein informieren über die chirurgische Versorgung von Darmkrebs, Erkrankungen der Gallenblase und der Gelenke. An einem Übungsmodell können Besucher zusehen, wie eine Darmspiegelung abläuft, sie können beim Herzultraschall mit Dipl.-Psych. Dr. Rüdiger Soukup, dem neuen Chefarzt Innere Medizin I, dabei sein und an einem Simulator eigenhändig minimalinvasives Operieren ausprobieren.


Mehr Sicherheit bei Notfällen
Um Laien mehr Sicherheit im Umgang mit Notfällen zu ermöglichten, wird Herr Dr. Tilo Driesnack einen Vortrag dazu halten und den Besuchern in Übungen praktische Tipps zur Reanimation geben. Der Malteser Hilfsdienst ist mit Informationen zur Ersten Hilfe und Rettungsfahrzeugen, die Sächsische Polizei mit Funkstreifenwagen und Infomobil vor Ort.


Führungen, Mitmachaktionen, Ausbildung
Zahlreiche Mitarbeiter des Malteser Krankenhauses helfen mit, den Tag zu gestalten. Sie bieten Führungen an (Kreißsaal und Palliativstation), sie laden zum Ausprobieren ein (Atemphysiotherapie, Meditation, Rückenschule, Pinselmassage), sie bieten Gesundheits- und Hygiene-Checks an (Vitalwertemessung, Händehygiene) und informieren gemeinsam mit Partnerschulen über die Ausbildungsangebote des Malteser Krankenhauses Kamenz. Für junge Eltern kann die Anleitung zur Nutzung von Tragetuch und Tragehilfen hilfreich sein.
Interessierte können auch die internistisch-onkologische Praxis von Dr. Michael Haack im benachbarten Ärztehaus und die Tagesklinik des Krankenhauses Arnsdorf im Untergeschoss besuchen.


Hüpfburg, Teddysprechstunde & Co.
Für Kinder hält das Malteser Krankenhaus jede Menge Bewegung, Spiel und Spaß bereit. Auf der Hüpfburg, bei verschiedenen Bewegungsparcours, beim Kinderschminken und Basteln werden sie jede Menge Freude haben. Beim Teddy- und Puppendoktor können sie erfahren, was ein Patient im Krankenhaus erlebt – von der Untersuchung über das Röntgen bis zur Versorgung mit Medikamenten. Wichtig dabei: Kinder sollten ihre eigenen Kuscheltiere, Puppen und Teddys mitbringen, um sie in dieser besonderen Sprechstunde vorstellen zu können.


Für Musikbegeisterte ist der Auftritt der Kamenzer Red Tower Bigband am Nachmittag ein besonderer Höhepunkt.


Programm


Eröffnung
10:00 Uhr, Haupteingang Begrüßung


Vorträge
10:30 Uhr, Foyer Blick ins Innere – Endoskopie von Magen und Darm (Oberarzt Dr. med. Matthias Eckert, Facharzt für Innere Medizin)
11:30 Uhr, Foyer Leben retten, wiederbeleben – Vortrag und Übungen (Oberarzt Dr. med. Tilo Driesnack, Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmedizin)
12:30 Uhr, Kapelle Ruhe für die Seele – Vortrag und Meditation (Vincenc Böhmer, Krankenhausseelsorger)
13:30 Uhr, Foyer Frauen schonend operieren – endoskopische Verfahren in der Gynäkologie (Chefarzt Alexander Wagner, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe)
14:30 Uhr, Foyer Vielfalt der Chirurgie: Arthroskopie der Gelenke, Erkrankungen der Gallenblase, Darmkrebs (Chefarzt Yousif Faddah, Oberarzt Dr. Blasius Büttner, Oberarzt Dr. Toralph Zirnstein, Fachärzte für Chirurgie)


Führungen/Aktionen
10:30 Uhr Atemphysiotherapie (Physiotherapie, UG)
11:00 Uhr, 13:00 Uhr Herzultraschall live (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)

11:00, 13:00, 15:00 Uhr Erlebnis Geburt – Blick in die Kreißsäle (Treff im Foyer, Fahrstühle)
11:30, 13:30 Uhr Tuch oder Tragehilfe – Anleitung für junge Eltern (Station Gynäkologie, im Anschluss an die Kreißsaalführungen)
11:30, 13:30, 15:30 Uhr Pinselmassagen – Entspannen Sie sich (Aufenthaltsraum Geburtshilfe, 1. OG, im Anschluss an die Kreißsaalführungen)
11:30, 13:30 Uhr Darmspiegelung am Modell (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)
11:30, 14:00 Uhr Führung über die Palliativstation (Treff im Foyer, Fahrstühle, EG)
12:00, 12:30 Uhr Ein Leben retten – Reanimationstechnik richtig anwenden (Wartebereich links des Foyers, EG)
14:00 Uhr Rückenschule (Physiotherapie, UG)

Mitmachen, zuschauen, ausprobieren
„Schlüsselloch-Chirurgie“ – Testen Sie Ihr Fingerspitzengefühl (rechts der Fahrstühle, EG)
Präventionsdiagnostik – Lassen Sie Ihre Vitalwerte messen (Foyer, EG)
Gesundheits-Check – Lungenaltermessung (Apotheke am Forst, Foyer, EG)
Hygiene-Check mit UV-Licht – Ist sauber wirklich sauber? (Foyer, EG)
Erste Hilfe – Frischen Sie Ihre Kenntnisse auf (Malteser Hilfsdienst Bautzen, Außengelände)


Informieren
Ausbildungsangebote – Wisst Ihr schon, was Ihr werden wollt? (Außengelände)
- Gesundheits- und Krankenpflege - Hebamme/Entbindungspfleger - Krankenpflegehilfe - BA-Studium - Freiwilliges Soziales Jahr - Bundesfreiwilligendienst - Praktika
Sozialdienst – Haben Sie schon eine Patientenverfügung? (Außengelände)
Ehrenamt – Möchten Sie Patienten besuchen und begleiten? (Außengelände)

Malteser Altenhilfe – In guten Händen beim Ambulanten Pflegedienst Räckelwitz und im Malteserstift St. Monika (Außengelände)
Malteser Hausnotruf (Außengelände)
Sanitätshaus Adermann (Foyer, EG)
Klosterladen – Kloster Marienstern präsentiert seine Produkte (Außengelände)
Praxis für Lungenheilkunde und Innere Medizin (Ärztehaus)
Tagesklinik des Sächsischen Krankenhauses Arnsdorf (UG)

„Mit Blaulicht unterwegs“
Malteser Katastrophenschutz (Außengelände) Malteser Rettungsdienst (Außengelände) Polizei – Interaktiver Funkstreifenwagen + Beratungsmobil (Außengelände)


Kinderprogramm
Puppen- und Teddyklinik – Bringt Eure kranken Puppen und Kuscheltiere mit! (Außengelände) Hüpfburg, Glücksrad, Kinderschminken, Sportstrecke für Kinder, Basteln (Außengelände) Klänge des Anfangs – Erinnert Euch an die Zeit in Mamas Bauch (Aufenthaltsraum Geburtshilfe, 1. OG) Bewegungsparcours (Physiotherapie, UG)


Musik
Red Tower Big Band 13:30, 14:30 Uhr im Zelt

Das Programm in kompakter Flyer-Form hier.

20.09.2016 - 26.09.2016

26.09.2016: Projekt "Stadt - Raum - Kunst"
Zeig, was Du für Kunst hältst – Temporäre Kunsthalle Kamenz

Im Rahmen der Projektwoche "Stadt - Raum - Kunst" hatte der Künstler Harald Hoppe gemeinsam mit dem Verein Metamorphose die Kamenzer aufgefordert, oder besser gebeten, Kunstwerke aus ihrem privaten Besitz für eine öffentliche Ausstellung zur Verfügung zustellen.

Alle Kamenzer und solche, die es werden wollen, waren gefragt gewesen, alles, was sie für Kunst halten, bis zum Donnerstag in die Temporäre Kunsthalle Kamenz zu bringen. Alles zählt: Drucke, echte Bilder, Malerei, Grafik, Druckgrafik, Holzschnitt, Fotografien von Bildern, Fotografien, Internetfunde, Ausdrucke, selbstgemalte Bilder, Poster. Einzige Voraussetzung: Die Besitzer müssen es für Kunst halten.

Das Bild über dem Sofa bekommt Ausgang, das schöne Bild vom Dachboden, das keinen Platz in der Wohnung findet, darf einmal gezeigt werden, der Picasso braucht Galerieluft…

Der Künster rief und die Kamenzer kamen. So konnte schon Freitag, dem 23.09.2016 in einer Vernissage das "Sammlungsergebnis" betrachtet werden.

Ob ein in Aquatinta ausgeführtes Werk von Georg Baselitz, das von Egbert Kasper erschaffene Bild "Liegegrund" oder die Fotografien von Reinhard Kärbsch, um nur einiges zu nennen, zeigen einen Reichtum und eine Vielfalt von Kunstwerken, die die Kamenzer ihr Eigen nennen. 

Wer dieses Sammelsurium - der Baselitz ist leider nicht mehr dabei - noch einmal betrachten möchte, der sei rechtherzlich für Sonntag, dem 25.09.2016 in die "Temporäre Kunsthalle" am Klostertor (ehemaliges Handy-Geschäft) eingeladen.

 

13.09.2016 - 26.09.2016

19.09.2016: Bitte bei E-Mail-Kommunikation mit der Stadt Kamenz beachten!

Der Austausch von Informationen über E-Mail ist heute selbstverständlich, geht schnell und ist kostengünstig. Leider birgt dieser Kommunikationsweg auch Risiken, z.B. durch Computerviren. Es kommen vermehrt Viren zum Einsatz, welche in Microsoft-Office-Dokumenten (z. B. Word- oder Excel-Dateien) enthalten sind. Da derzeit solche Viren im Anhang von herkömmlicher Antivirensoftware kaum erkennbar sind und der Schaden, den diese Viren anrichten können, für die Verwaltung erheblich sein kann, wird  der E-Mail-Server der Stadtverwaltung Kamenz bis auf weiteres sämtliche E-Mails von externen Absendern zurückweisen, die einen Dateianhang im Microsoft Word- oder Excel-Format enthalten.

Bitte übermitteln Sie E-Mail-Anhänge vorzugsweise im pfd-Format oder setzen Sie sich mit Ihrem Ansprechpartner in der Stadtverwaltung in Verbindung, wenn die Übermittlung eines Office-Dokumentes dennoch erforderlich sein sollte.

16.09.2016 - 19.09.2016

14.09.2016: Stadtkörper - Kamenzer stehen für ihre Stadt

Der Stadtkünstler Harald Hoppe lädt alle Kamenzerinnen und Kamenzer die sich in irgendeiner Weise für ihre Stadt engagieren ein, am Donnerstag, dem 15.09.201, 19 Uhr zum Markt zu kommen.

Es gibt so viele Fragen!

Wer sind eigentlich DIE Kamenzer?
Möchte nur ICH allein etwas ändern?
Wie entsteht ein WIR?
ICH DU WIR?
Wie ändert sich überhaupt etwas?
Wer ist daran beteiligt?

Beantwortet wird an diesem Abend nichts, aber möglicherweise kann das entstehende Bild einen Impuls geben.

14.09.2016 - 16.09.2016

13.09.2016: 11. September Tag des offenen Denkmals - Gemeinsam Denkmale erhalten
Vorderseite des Flyers für den Tag des offenen Denkmals

Das Motto des Tages des offenen Denkmals in diesem Jahr!

Der Herbst kündigt sich an und damit der alljährliche Tag des offenen Denkmals. In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“. Am Sonntag, dem 11. September, ist es so weit. Auch in Kamenz gibt es an diesem Entdeckertag wieder ein vielfältiges Programm. Aus der Übersicht können Sie Ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen. Die Kamenzer Museen können ganztägig bei freiem Eintritt besichtigt werden.

Geben Sie Ihrer Neugierde ein Ziel und kommen Sie zum Tag des offenen Denkmals!

13.09.2016 - 30.08.2016

07.09.2016: Aus Vergangenheit heraus - Neue Zukunft gestalten
Oberbürgermeister Dantz und Landrad Harig halten stolz das unterzeichnete Exemplar des Rahmenvertrages in die Kamera

Am Dienstag, dem 16. August 2016 war es soweit. Der Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, und der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz, Roland Dantz, hatten zusammen gefunden, um höchstoffiziell ihre Unterschriften unter den „Rahmenvertrag über die räumliche und städtebauliche Organisation der Sekundarstufenbeschulung in Kamenz“ zusetzen. Neben Vertretern der Presse und Mitarbeitern der jeweiligen Verwaltung waren auch die Leiter der „betroffenen“ Schulen – Herr Wolfgang Rafelt (G. E. Lessinggymnasium), Frau Ilona Träber (1. Oberschule) und Herr Stefan Cyriax (2. Oberschule) anwesend.

Dass die beiden ersten Vertreter der Landkreis- und Stadtkommune damit nur entsprechende Beschlüsse im Kreistag – am 13. Juni 2016 – und im Stadtrat – am 15. Juni 2016 – vollziehen, wäre sicherlich zu kurzgegriffen, waren es doch gerade sie die mit ihren Verwaltungen, und in der Endphase besonders auch der 1. Beigeordnete des Landkreises, Udo Witschas, in Verhandlungen über die Inhalte des Vertrages gestanden haben.

Zuversichtlich kann man feststellen: Was lange währt, wird gut! Denn immerhin begannen die Debatten schon 2010 zum Schulstandort, was schon in diesem Jahr am 17. März 2010 zu der „Erklärung des Stadtrates zum Erhalt der Lessingschule als gymnasialen Standort in Kamenz“ führte. In der Folgezeit gab es Höhen und Tiefen – letztendlich steht nun das Resultat fest:

1. Altbausanierung Henselstraße 14
2. Umzug 2. Oberschule Kamenz in das Altbaugebäude Henselstraße 14
3. Rekonstruktion Saarstraße 18 mit Außenanlagen und Ausstattung
4. Umzug 2. Oberschule Kamenz zurück an den Standort Saarstraße 18
5. Fertigstellung der Rekonstruktion Gebäude Henselstraße 14 und Errichtung des Ergänzungsbaues einschließlich Ausstattung und nutzungsfähiger Außenanlagen
6. Umzug Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Kamenz aus dem Objekt Macherstraße 146 in die Henselstraße 14

In seiner kurzen Ansprache führte Landrat Harig aus, dass, obwohl es – verständlicherweise – unterschiedliche Sichten des Landkreises und der Stadt auf die Schulstandortfrage gab, letztendlich – besonders durch den Lösungsansatz zur Nachnutzung des Gebäudes an der Macherstraße – eine Lösung gefunden werden konnte, die dem Mittelzentrum Kamenz gerecht wird. Daran haben, so der Landrat, viele mitgewirkt, neben dem Landkreis und der Stadt eben auch der Kreistags- und Landtagsabgeordnete Mikwauschk sowie die beteiligten Ministerien.

Auch der Oberbürgermeister bedankte sich bei allen Beteiligten und erwähnte in diesem Zusammenhang u.a. die Vereinigung Ehemaliger Lessingschüler, die sich engagiert eingesetzt haben. Im Grundsätzlichen sah er in der jetzigen Entscheidung neben der „schultechnischen Lösung“ – Sanierung von jetzt zwei Schulen (Henselstraße 14 + Anbau - damit Rückkehr des Gymnasiums an seinen angestammten Platz sowie in den innerstädtischen Bereich- und Saarstraße) – ein Bekenntnis zur Heimat, zur Tradition und zur Bildung, also alles Werte, die heute wieder eine große Rolle spielen. Insofern, so der Oberbürgermeister, wird heute „aus der Vergangenheit heraus eine neue Zukunft gestaltet.“

17.08.2016 - 07.09.2016

07.09.2016: Kunstwoche "Stadt-Raum-Kunst-Kamenz"

Eine interessante Woche erwartet die Kamenzerinnen und Kamenzer vom 11. bis zum 16. September 2016. Initiiert und getragen vom Verein "Metamorphose - Kunst in Kamenz"  laden die Künstler Katharina Förster, Rainer Düvell, Harald Hoppe und Michael Melerski zum Sinnieren, Forschen, Bauen und Gestalten ein. Neben der Stadt Kamenz befördern und unterstützen dieses Projekt u.a. die Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Thomas Neumann Ingenieurgesellschaft mbH, der Verein "Bautzen rollt", SEC Veranstaltungstechnik, der FEWA-Club e.V., das Frisör-Atelier Romy Bieger sowie die GB Buch GmbH & Co. KG. 

 

Das geplante Programm finden Sie hier. Dabei ist zu beachten, dass es für die Veranstaltung am Freitag, dem 16.09.2016 auf dem Schulplatz eine Präzisierung gibt: Das Skateborden beginnt erst 18.30 Uhr. Dies trifft ebenfalls auf die DJs zu, die - entgegen der urspünglichen Planung und Ankündigung - erst ab 18.30 Uhr auflegen. 

 

07.09.2016 - 19.09.2016

19.08.2016: Ein ereignisreiches Wochenende und mehr

Ein Herz für den Tuchmacherteich

Das zeigten viele Kamenzer am Sonntag, dem 14. August. Der Heimatverein Wiesa e.V. hatte zu einem Benefiz - Frühschoppen eingeladen. Die „Weggefährten“ deklarierten ihren gelungen Auftritt als „öffentliche“ Probe und steckten das Publikum mit ihrer Spielfreude an.

Es gab Gyrossuppe aus dem Kessel, Steak und Bratwurst vom Grill und selbst gebackenen Kuchen. Eine Ponykutsche war unterwegs und die Kähne ruderten ständig über den Teich. 

Der Anlass des Frühschoppens war etwas ernster. Leider dezimieren Wildtiere immer wieder den Bestand der Enten, besonders der Jungtiere auf dem Teich. Um dies zu verhindern, hat der Heimatverein Wiesa den Bau eine Voliere beschlossen. Das ist natürlich teuer. Aber viele Sponsoren stellten für dieses Vorhaben unentgeltlich Ausstattungen, Preise für die Tombola oder Dienstleistungen bereit.

Der Heimatverein Wiesa bedankt sich von ganzem Herzen bei den vielen Besuchern und für die großzügige Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer. Am Ende konnten die Veranstalter einen Erlös von ca. 2500 Euro verbuchen. Das Schönste aber ist: Auch in Zukunft können wir alle an unserem Tuchmacherteich entspannen, Enten füttern, Küken beobachten und Schwäne bestaunen.

Heimatverein Wiesa e.V.

19.08.2016 - 14.09.2016

Volksfest in Zschornau-Schiedel

Die Eröffnung des Radwegs wurde zünftig gefeiert

Am Abend des 15. August trafen sich froh gelaunte und glückliche Menschen, die dankbar waren, dass nach nunmehr fast 20 Jahren die Radwegverbindung zwischen Kamenz - Zschornau-Schiedel und letztendlich über Oßling bis Wittichenau und damit auch bis Hoyerswerda fertiggestellt wurde.

Um die 130 radfahrende Enthusiasten feierten im wahrsten Sinne des Wortes die Fertigstellung des Radweges zwischen Zschornau und Schiedel. Wer hätte das gedacht?! Mit einem Fahrradcorso wurde der Radweg auf originelle Weise „eingeweiht“. Mit blumen-geschmückten Rädern wurde der Corso eröffnet. Das Bild der Radfahrer glich fast einer Prozession.

Margot Hörold hatte es sich mit ihrem Ehemann nicht nehmen lassen, die Traditionsfahne des „Radfahrverein Edelweiß Zschornau 1928“ vorneweg zu tragen – oder eigentlich besser – zu fahren.

Dass Radwege Menschen verbinden, konnte an diesem Abend eindrucksvoll erlebt werden. Kamenzer, darunter u.a. Wiesaer und Bernbrucher, Milstricher, aber vor allem viele „Zschornau-Schiedeler“  waren bei diesem Ereignis anwesend, ja mit dem Herzen dabei. Liebevoll war durch den Dorfverein ein anliegendes Stoppelfeld zum „Festplatz“ umgestaltet worden.

Wir sind froh und dankbar zugleich, dass mit der finanziellen Unterstützung des Freistaates, aber vor allem auch durch die Hartnäckigkeit des Ortschaftsrates und dem fachlichen Verständnis des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr für viele knifflige Fragen eine Lösung gefunden wurde. Und aus den frohen Gesichtern heraus sowie an den stolzen und glücklichen Blicken und letztendlich auch aus dem Beifall, der gezollt wurde, konnten der Planer, die Vertreter der Bauunternehmen, insbesondere der Richard Schulz Tiefbau GmbH, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbauverwaltung zurecht den Lohn für ihre Mühen ablesen und ihn letztendlich auch „ernten“.

Mit knapp zwei Kilometern wurde die Lücke bis zur Gemarkungsgrenze Milstrich geschlossen und immerhin ca. 500 TEUR investiert. Neben Eigenmitteln der Stadt Kamenz und der Unterstützung des Freistaates flossen in dieses Vorhaben auch Fördermittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE IV).

Natürlich ist das Bauvorhaben dieser Radwegverbindung noch nicht ganz fertiggestellt. Aber im kommenden Jahr wird auch die Anbindung vom Ortseingang Schiedel zum Krabat-Radweg realisiert werden und somit – neben mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger – ein weiterer Schritt für den Ausbau der touristischen Infrastruktur in Kamenz getan.

Bedanken möchte ich mich im Namen aller, die diesen wunderbaren Eröffnungstag miterleben konnten, bei den fleißigen Helfern aus Zschornau-Schiedel, insbesondere bei  Marion Lesche und ihrer „Mannschaft“.

Roland Dantz
Oberbürgermeister
19.08.2016 - 14.09.2016
19.08.2016: Das Forstfest ist ein Bürgerfest im wahrsten Sinne des Wortes
OB Dantz begrüßt die fleißige Helferinnen und Helfer

Ca. 300 lfd. Meter Ranke und …. Kränze wurden im Eiltempo gewunden

Das 12. Rankewinden war ein herausragendes Ereignis – Teilnahmerekord

Auf dem Markt und im Schulhof der 1. Oberschule wurde fleißig gearbeitet. Schon früh am Vormittag ab 9.00 Uhr waren mehr als 50 Kamenzerinnen und Kamenzer dabei, die ersten Ranken und Kränze zu winden. Ab 14.00 Uhr ging es  auf dem Schulhof der 1. Oberschule mit ca. 40 fleißigen Rankewindern kräftig los. Wir schätzen, dass weit über 200 Helfer in einer sagenhaft kurzen Zeit die rund 300m Ranke und mehr als ein Dutzend Kränze gewunden haben. Offensichtlich ist, dass das Winden des Forstfestschmucks von Jahr zu Jahr immer mehr begeisterte Mitmacher findet.

Es kommen jüngere und ältere gerade in diesem Jahr. Wir haben wir viele neue „Gesichter“ bemerkt. Um den Nachwuchs brauchen wir uns also keine Sorgen machen, denn auch junge Leute packten kräftig mit an. Selbst ein Pärchen aus Oßling, dessen Mutter in Kamenz wohnt, war angereist, um zu helfen. Ebenso beeindruckend war, dass eine Neukamenzerin, die aus Magdeburg stammt und seit einem Jahr in Kamenz wohnt, sofort mitgemacht hat.

Wir können sagen, beinahe traditionell waren Vertreter der Ortsteile Zschornau-Schiedel, Jesau und Wiesa – eben Kamenzer – mit viel Freude und Fleiß bei der Gestaltung des Forstfestschmucks mit dabei. Die Städtische Wohnungsgesellschaft hat neben dem Schmücken der eigenen Objekte dafür gesorgt, dass auch Mieter angeregt wurden, auf dem Markt oder im Schulhof der 1. Oberschule mitzuhelfen.

Warum ging es diesmal so schnell?

Es waren mehr Männer zur Hand, die das Zuschneiden der Äste schnell erledigten, so dass es an Material zum Winden der Ranke nicht mangelte.

Ute Kutsche, Sachgebietsleiterin für Jugend und Soziales bei der Stadtverwaltung Kamenz, war an dieser Stelle das erste Mal der „Rankenkalfaktor“. Diese Ehre gebührte sonst Günther Fanselow, der leider kurzfristig erkrankt war. Wir wünschen ihm im Namen aller Rankewinder schnellste Genesung.

Die rückwärtigen Dienste – so wurden sie bezeichnet – wurden durch Ramona Neubauer, Janet Schäfer, Marie-Luise Semmer, Katja Plotteck, Heiko Petzold, Andreas Heiduschke, allesamt Mitarbeiter der Stadtverwaltung, gebildet. Somit waren die Verpflegung und die Versorgung mit Getränken gesichert. Natürlich waren wir erfreut, dass – wie in den vergangenen Jahren auch – über die Kindereinrichtungen der Stadt Kuchen gebacken und damit rundherum für das leibliche Wohl gesorgt wurde. In diesem Jahr waren es die städtischen Kindereinrichtungen „Käferland“, „Hasenberg“, „Kunterbunt“, „Löwenzahn“ und „Hasenberg“ sowie das katholische Kinderhaus „Sankt Bernhard", die AWO-Einrichtung „Anne Frank“ und das DRK Kinderhaus „Regenbogen“. Aber auch die der Hort der Grundschule „Am Forst“ sowie der Hort in Wiesa beteiligte sich an dieser Aktion.

Jetzt freuen wir uns auf den Festumzug am Montag mit 1276 Schülerinnen und Schüler. Das ist auch ein Rekord - nämlich seit 2010 ist es die größte Anzahl von Schülerinnen und Schülern bei den Festumzügen.

Roland Dantz
Oberbürgermeister

19.08.2016 - 30.08.2016

20.07.2016: 100. Todestag Wilhelm Weisses begangen

„Öffne Auge und Herz und vernimm dankbar des Schöpfers gewaltige Sprache, die in Natur und Pflanzenleben zu dir redet.“

(Wilhelm Weisse)

100. Todestag Wilhelm Weisses würdig begangen

Der 9. Juli 2016 stand ganz im Zeichen der Ehrung Wilhelm Weisses. An diesem Tag beging die Stadt Kamenz auf vielfältigste Art seinen 100. Todestag.

Das Jubiläum  bietet auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Warum gelang es damals diese Leistungen zu vollbringen?  Wer war daran beteiligt?

Offensichtlich ist, dass unsere Vorfahren, besonders der damalige Stadtrat mit Weitsicht und auch geradezu mit visionärem Blick , z. B. durch den zielgerichteten Ankauf von Flächen im Bereich des Hutberges, die Ideen von Wilhelm Weisse beförderten und unterstützten.

Bürgermeister Dr. Julius Feig ( geb. 05.12.1853- gest. 12.10.1914) hatte in seiner Amtszeit von  1886 bis 1914 neben vielen anderen  Dingen, maßgeblich auch zur Entwicklung der der Parkanlagen in unserer Stadt beigetragen.

Beim Eintauchen in die Geschichte ist auch zu spüren, dass „ Gleichgesinnte „ zusammentrafen und mit ihrem Können und Engagement für einen Entwicklungsschub in unserer Stadt  sorgten. Noch heute bestaunen tausende Besucher alljährlich im Mai und Juni die Blütenpracht auf unserem Hutberg.

Wilhelm Weisse – Ehrenbürger der Stadt

Wilhelm Weisse wurde am 25. August 1846 als drittes Kind des Kamenzer Obsthändlers Ferdinand Wilhelm Weisse und seiner Ehefrau  Johanna Eleonore geboren.

17 Jahre später kehrte er nach Lehr – und Wanderjahren wieder in seine Geburtsstadt zurück.

Der leidenschaftliche und hochbegabte Gärtner gründete hier eine „Kunst- und Handelsgärtnerei“, in der durch die spätere Spezialisierung auf Nadelgehölze, die damals bedeutendste und größte Koniferenanzucht Deutschlands besucht werden konnte.

1873 wurde dann die „Kunst und Handelsgärtnerei“ als „gemischter Betrieb mit angeschlossenen Gartencenter“ gegründet, wo man Blatt-und Blütenpflanzen, Kübelpflanzen, Rosen, Laub- und Nadelgehölze, Stauden sowie Bindereien erwerben konnte. Kurze Zeit später kam eine Baumschule dazu.

Durch sein rastloses Schaffen, seinen Geschäftssinn, aber auch dem ungebrochenen Interesse an pflanzlichen Züchtungen ist die Weiss`sche Baumschule gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland führend und europaweit bekannt.   Darüber hinaus war Wilhelm Weisse Mitglied der „Flora“,  der   Königlich-Sächsischen Gesellschaft für Botanik und Gartenbau sowie der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Und gewiss war es ein Höhepunkt in seiner beruflichen Laufbahn, dass er 1896 zum Königlich-Sächsischen Hoflieferanten ernannt wurde.

Weisse wurde mit einem Dutzend Medaillen und Ehrenpreisen ausgezeichnet, so mit Anerkennungen auf internationalen Gartenbauausstellungen in Berlin, Dresden und St. Petersburg.

In Kamenz ist sein Einsatz bis heute stadtbildprägend, und so nahm die Stadt seinen 100. Todestag zum Anlass, mit mehreren Veranstaltungen an das Lebenswerk dieses verdienten Bürgers zu erinnern.

Ehrung am Grab Wilhelm Weisses

Bereits 9.00 Uhr legten der Oberbürgermeister der Stadt Kamenz Roland Dantz, die Vorsitzende des Hutbergvereins e. V., Frau Heidrun Pallmann und Bürger der Stadt Blumengebinde am Grab Wilhelm Weisses nieder.

Oberbürgermeister begrüßte Teilnehmer des Symposiums in der Hutberggaststätte

Während des Symposiums ehrte die Stadt Kamenz  Wilhelm Weisse als Begründer der Hutberganlage, der Schillerpromenade, des Robert-Koch-Platzes, des Lessingparks, des Volksparks und des Wilhelm-Weisse-Gartens.  Seinen Züchtungen entsprangen die Blaufichten  „König Albert“ und „Fürst Bismarck“, die teilweise heute noch in den Anlagen zu sehen sind. Weisses  Wirken trug wesentlich zu der heutigen reichen Vielfalt an Kamenzer Parks und Gärten mit ihren dendrologischen Besonderheiten bei. Er selbst bekannte einst:  „Gibt es doch kaum ein dankbareres Gebiet, welches so nachhaltende Freude macht, als die Einführung und Anpflanzung seltener Koniferen und Laubgehölze, die neben ihrem Nutzwert durch dekorative Form und Farbe die ganze Landschaft verschönern und ihr ein exotisches Gepräge verleihen.“

 

Der Präsident der Dentrologischen Gesellschaft Prof. Dr.  Peter Schmidt gedachte in seinem Grußwort an das Wirken von W. Weisse zu seiner „Hochzeit“ als Koniferenzüchter um 1885 bis 1916. In Anerkennung der Leistungen Weisses übergab er dem Oberbürgermeister das Jahrbuch von 1925 mit der Veröffentlichung der von W. Weisse gezüchteten Koniferen „König Albert“ und „Fürst Bismarck“.

 

 

Dr. habil. Clemens Alexander Wimmer (Bücherei des Deutschen Gartenbaues e.V., Berlin) sprach zum Thema „Die Koniferenmode des 19. JH. – Einführung, Verbreitung und Züchtung“.

Dipl.- Ing. Christine Tenne (Büro für Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung Kamenz) bei ihren Ausführungen zum  Thema:  Die Rhododendronparkanlage „Hutberg Kamenz“ im Kontext von Raum, Zeit und Wachstum

Führungen und Freiraumausstellung

Am Nachmittag schlossen sich Führungen zu den botanischen Kostbarkeiten der Hutberganlage an.

Dieses Angebot wurde von den Besuchern und Interessierten rege genutzt.

Begleitend zu der Ehrung wurde eine  Ausstellung zum Leben und Wirken von Wilhelm Weisse konzipiert, die den Kamenzern und Besuchern der Stadt auf dem Marktplatz ab dieser Woche bis zum 01.08.2016 und danach auf dem Schulplatz gezeigt wird. 

20.07.2016 - 28.07.2016

20.07.2016: Kamenz - die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

wenn wir die letzten Wochen anschauen, dann haben wir viele stimmungsvolle Höhepunkte in unserer Stadt erleben dürfen. Ich denke da an die Fête de la Musique, die wirklich ein Fest sowohl für die Ohren als auch für die Augen war. Das Straßenfest am Klostertor zog ebenfalls Tausende in seinen Bann. Dazu kamen vielfältige und interessante Ausstellungsprojekte, sportliche Höhepunkte und vieles mehr.

Gerade in diesem Jahr ist es uns gelungen, im infrastrukturellen Bereich einige bedeutsame Meilensteine zu setzen. Der Wirtschaftsstandort Kamenz wächst dank eines starken Mittelstandes und auch natürlich durch die Ansiedlung der Daimler AG.

Wir werden bis 2020 mit dem Landkreis ca. 34 Mio. EUR in Bildung investieren und Kamenz wird –neben Bautzen größter Verwaltungsstandort im Landkreis Bautzen – weiter wachsen.

Es gibt demnach viele Gründe, sich von Zeit zu Zeit die Frage zu stellen, wohin wollen wir gemeinsam. Und welche Schwerpunkte sehen wir für die Entwicklung unserer Stadt weit über das Jahr 2020 hinaus? Demografisch kann man Bevölkerungsentwicklungen berechnen und sie bringen zum Ausdruck, was eintreten kann, wenn es so eintreten sollte. Im weitest gehenden Sinne ist in unserer Stadt in den letzten Jahren viel Gutes geschehen und es geht jetzt darum, auf dieser Basis neue Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt hervorzubringen.

Kamenz kann sich und wird sich weiter als wirtschaftliches Mittelzentrum zwischen Dresden und Bautzen etablieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Beziehungen zur Metropole Dresden ausbauen und von den damit verbundenen Wachstumstriebkräften partizipieren.

Wir können damit – da sind viele mit mir sicher einig – in zunehmendem Maße von der Strahlkraft der Landeshauptstadt profitieren. Insofern liegt es wirklich nahe, die Diskussion zu grundsätzlichen Fragen der Stadtentwicklung in einem starken Maße zu führen, weil wir der Überzeugung sind, dass, wenn wir dies tun, auch in einem sehr weiten Feld diese Gespräche die Identität unserer Menschen mit ihrer Stadt stärken. Wir können damit ebenfalls Kräfte freisetzen und Engagement befördern. In diesem Sinne ist die vorliegende Ausarbeitung als Impuls zu verstehen und im wahrsten Sinne des Wortes ein Arbeitspapier, das mit unterschiedlichsten Ideen angereichert werden kann. Verstehen Sie daher das Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen" als Angebot zum Mitdenken, Mitreden und Mittun!

Vorgesehen ist, dass wir in der 2. Hälfte des Jahres in Vereinen und in kleinen oder größeren Zusammenkünften die Überlegungen gemeinsam vorantreiben.

Dafür wünsche ich uns allen Freude und Ideenreichtum!

Ihr

Roland Dantz
Oberbürgermeister

Link zum Arbeitspapier "Kamenz - Die lebenswerte Stadt zwischen Dresden und Bautzen"

15.07.2016: Stärkung der Region durch Neugründung der Mercedes-Benz Energy GmbH in Kamenz
Serienproduktion der Mercedes-Benz Energiespeicher bei der ACCUMOTIVE im sächsischen Kamenz

Anfang Juni informierte die Daimler AG über die Neugründung der Mercedes-Benz Energy GmbH am Standort Kamenz. Die GmbH ist Schwester der Deutsche ACCUmotive GmbH & Co.KG, einer hundertprozentigen Tochter  der Daimler AG, die bereits seit 2010 in Kamenz aktiv ist.  Insgesamt sind derzeit 330 Mitarbeiter am Batteriestandort Kamenz beschäftigt. Die Mercedes-Benz Energy GmbH startete mit 50 Mitarbeitern. Bis Ende 2016 soll die Zahl auf 100 erhöht und bis Ende 2017 noch einmal auf 200 Beschäftigte verdoppelt werden. Durch die Erweiterung des Geschäftsfeldes um stationäre Batteriespeicher für private und industrielle Anwendungen erschloss  die Daimler AG mit der Deutsche ACCUmotive GmbH & Co.KG bereits im vergangenen Jahr zusätzliche Wachstumspotenziale. Mit der Neugründung der Mercedes-Benz Energy GmbH baut das Unternehmen das stationäre Speichergeschäft weiter aus und nimmt besonders die internationale Ausweitung in den Fokus. Während die Produktion sowohl der stationären als auch der automobilen Speichersysteme durch die Deutsche ACCUmotive GmbH & Co.KG erfolgt, übernimmt die Mercedes-Benz Energy GmbH die Entwicklung, den Vertrieb und die Installation der stationären Anwendungen. „Die Stadt Kamenz freut sich sehr über die Neugründung des Industrieunternehmens und das von der Daimler AG entgegengebrachte Vertrauen“, so der Oberbürgermeister Roland Dantz. Erst im Frühjahr 2016 hatte die Daimler AG eine  500-Millionen-Euro-Investition zur Verdopplung der Produktionsfläche  in Kamenz angekündigt  und trägt damit maßgeblich zur Stärkung der Gesamtregion bei.

 

 

 

08.07.2016: Neue Impulse für die Kamenzer Innenstadt
v.links: Jan Kubasch, Friederike Bobke,Doreen-Charlotte Hantschke, Olaf Böttcher

Aus alt mach neu oder aus eins mach zwei, dachten sich zwei Unternehmerpersönlichkeiten nachdem sie miteinander bekannt gemacht wurden. Einer von ihnen, Olaf Böttcher aus Kamenz, im Volksmund auch Fernseh-Radio Böttcher genannt. Der zweite im Bunde, Jan Kubasch aus Bautzen, Geschäftsführer von „Fuss und Schuh“.

Olaf Böttcher übernahm 1987 das Geschäft seines Vaters, das bereits seit 1919 als Elektronikgeschäft bestand und blickt selbst auf eine 37-jährige Unternehmertätigkeit zurück. An den Ruhestand denkt der rührige Unternehmer mit seinen 67 Jahren noch lange nicht. Im Gegenteil, er ist für Neues offen und hatte vielleicht gerade deshalb ein offenes Ohr, als die Wirtschaftsreferentin Doreen-Charlotte Hantschke ihn mit Herrn Kubasch bekannt machte.                        

Der Kontakt zu Jan Kubasch kam bereits Mitte 2015 über die Stadtplanerin Friederike Bobke zustande. Im engen Zusammenspiel mit der Stadtplanerin stellte die Wirtschafsreferentin dem Investor eine Reihe leerstehender Ladeneinheiten u.a. am Markt, in der Bautzner Straße oder auch der Klosterstraße vor. Auch Objekte wie das Winzereck und die Immobilie Ecke Pulsnitzer/Zwingerstraße wurden ins Kalkül gezogen. Auf die Frage, weshalb „Fuss und Schuh“ nicht in eines der zahlreichen leerstehenden Geschäfte einzieht, antwortet die Wirtschaftsreferentin: „Es war nicht ganz einfach, das passende Objekt für „Fuss und Schuh“ zu finden. Bei den vom Unternehmen ins Auge gefassten leerstehenden Ladeneinheiten spielten die Interessenlagen von Mieter und Vermieter leider nicht zusammen. Das ist allerdings zwingend erforderlich, damit im wahrsten Sinne des Wortes ein Schuh draus wird.“

Mit zwei Filialen in Bautzen und weiteren Geschäften in Neukirch, Bischofswerda und Löbau ist „Fuss und Schuh“ bereits heute eine feste Größe in der Region. Nun plant „Fuss und Schuh“ den umfangreichen Service rund um gesunde und kranke Füße auch am Kamenzer Markt zu etablieren.

Deshalb wird die Gewerbeeinheit im Erdgeschoss des Wohn-und Geschäftshauses von Olaf Böttcher flächenmäßig neu geordnet. Künftig wird sie Platz für zwei große Ladeneinheiten bieten. Schon Mitte September sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Eröffnung ist für den 01.November 2016 geplant. Das Sortiment des Elektronikfachgeschäftes wird künftig im oberen Teil der Gewerbeeinheit zu finden sein. Der ehemalige Zugang auf der Marktseite wird reaktiviert und das Sortiment verbreitert. „Fuss und Schuh“ wird den unteren Teil der Erdgeschosszone im Objekt Markt/Ecke Kurze Straße nutzen.

Bis dahin sind noch einige Aufgaben zu lösen, die neben der Wirtschaftsförderung und dem Bauamt,  Bereiche wie Ordnung & Sicherheit oder auch das Citymanagement berühren. Damit sich das Unternehmen von vorn herein in der Unternehmenslandschaft der Stadt wohl fühlt und Aktionen wie die Einkaufsnacht oder die verkaufsoffenen Sonntage mit seinem Angebot bereichern kann, wird die Citymanagerin Jan Kubasch frühzeitig mit den Akteuren des Cityinitiative e.V. in Kontakt bringen.

Teamarbeit ist eben erfolgreich, wenn das Ergebnis stimmt und darauf können wir uns bereits heute freuen.

 

 

28.06.2016: Sommerferien(s)pass 2016 - Ferienbroschüre

Liebe Kinder, liebe Eltern,

die erste Ferienbroschüre ist da. In der Broschüre sind alle Ferienangebote enthalten. Wie die  Anmeldung erfolgt ist ebenfalls ausführlich beschrieben. Die Broschüren sind bereits an die Grundschulen, der 1. und 2. Oberschule und am Gymnasium verteilt worden. Wir hoffen, es ist das eine oder andere interessante Angebot dabei, bei dem Ihr gern mitmachen wollt. Solltet Ihr dazu noch Fragen haben, dann stehen Euch Marita Lehmann (Deutscher Kinderschutzbund) unter der Tel.-Nr. 0174/9663695 und Beate Jannasch (Stadtverwaltung Kamenz) Tel.-Nr. 03578/379232 zur Verfügung.

Liebe Kinder, denkt bitte daran, dass die volle Stempelkarte bis zum 19. August 2016 bei der Stadtverwaltung Kamenz abzugeben ist. Alle Kinder werden dann am 27. September 2016 zu einem Überraschungsbesuch ins Kamenzer Rathaus eingeladen.

 

Wir möchten Sie auf folgende Änderungen auf den Seiten 23 und 27 hinweisen:

Seite 23: www.kurzwaren-handarbeiten.de    mail: B.Niethammer.Naehstuebchen@t-online.de

Seite 27:Katja Morenz, Telefon: 0174/7349932        mail: dieknopf@gmx.de

Wer noch Interesse hat kann bei der Stadtverwaltung Kamenz im Bürgerservice eine Broschüre erhalten oder einfach online lesen.

Broschüre Sommerferein(s)pass hier lesen

25.06.2016: Sachsen füreinander: Alltagsbegleiter für Senioren und Nachbarschaftshelfer

 

Die Koordinierungsstelle für „Alltagsbegleitung, Nachbarschaftshilfe und niedrigschwellige Angebote“ in Sachsen macht auf zwei durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz initiierte Maßnahmen „Alltagsbegleiter für Senioren“ und „Nachbarschaftshelfer“ aufmerksam.

 

Aktiv im Alter: Alltagsbegleiter machen’s möglich

Über 1000 Alltagsbegleiter betreuen und begleiten auch in diesem Jahr betagte Menschen und verbringen Zeit miteinander.

 

Chemnitz. Soziale Teilhabe und zwischenmenschlicher Kontakt sind im Alter leider nicht selbstverständlich. Einkaufen, Haushalt, Gartenarbeit – all das geht älteren Menschen nicht mehr so leicht von der Hand wie früher. Sich über die neusten Geschehnisse austauschen, in Erinnerungen schwelgen – auch das kann man nicht allein. Hier setzt seit 2014 das vom Freistaat Sachsen geförderte Programm „Alltagsbegleiter für Senioren“ an. Ziel ist es, betagte und hochbetagte Senioren zu unterstützen und so den Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu verlängern. Das gelingt, indem von Projektträgern akquirierte und geeignete Alltagsbegleiter unterstützend an die Seite der Senioren gestellt werden. Die Projektträger und Alltagsbegleiter erhalten hierfür eine Aufwandsentschädigung. Aktuell werden im Freistaat Sachsen 80 Programme durchgeführt.

Voraussetzung für die Teilnahme am Programm „Alltagsbegleiter für Senioren“ ist, dass der zu begleitende Senior keine Leistungen aus der Pflegeversicherung bezieht. Zudem darf er mit dem Alltagsbegleiter bis zum zweiten Grad nicht verwandt oder verschwägert sein und nicht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben. Der Wohnort muss im Freistaat Sachsen liegen.

Der Alltagsbegleiter kann seinen Senior beim gemeinsamen Einkauf unterstützen, mit ihm gemeinsam Termine wahrnehmen oder beim Spaziergang die Natur genießen. Auch Spielnachmittage, Kaffeerunden oder das Vorlesen von Büchern sind sehr beliebt. Erlaubt ist, was geistig fit und körperlich aktiv hält sowie dem Alltagsbegleiter und dem Senior gemeinsame Aktivität verschafft. 

Förderfähige Projektträger können Kommunen, Kirchgemeinden, gemeinnützige Vereine, Genossenschaften und Stiftungen sein, die mindestens fünf Alltagsbegleiter engagieren und an zu Begleitende vermitteln. 

Unter der Webseite http://www.alltagsbegleitung-sachsen.de/ stehen alle Informationen detailliert für Interessierte zum Nachlesen bereit. 

Für die Beratung und Unterstützung aller beteiligten Akteure, interessierten Bürger und möglichen Projektträgern sowie die Umsetzung der Projekte ist die Koordinierungsstelle für Alltagsbegleitung zuständig. Die Koordinierungsstelle ist im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz tätig. Als Ansprechpartnerinnen stehen Frau Bianka Linz und Frau Kerstin Hunger von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Rufnummer 0371/91 89 84 619 zur Verfügung.

 

Alles machbar, lieber Nachbar!

Derzeit engagieren sich in Sachsen 592 Nachbarschaftshelfer, denen das Wohlergehen pflegebedürftiger Menschen und Personen mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung am Herzen liegt. 

Chemnitz. Das vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Kooperation mit den Pflegekassen initiierte niedrigschwellige Angebot der Nachbarschaftshilfe setzt da an, wo Angehörige oder vergleichbar nahestehende Personen an ihre Grenzen kommen. Die Grundidee ist, dass geschulte und anerkannte Nachbarschaftshelfer Betreuungs- und Entlastungsangebote gegenüber Pflegebedürftigen sowie Personen mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung erbringen. Sie unterstützen die zu betreuenden Personen im Alltag und ermöglichen so deren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit. Gleichzeitig entlasten Nachbarschaftshelfer pflegende Angehörige. 

Nachbarschaftshelfer kann jede volljährige natürliche Person werden, welche mit dem zu Betreuenden bis zum zweiten Grad weder verwandt noch verschwägert oder bereits als dessen Pflegeperson tätig ist. Der Nachbarschaftshelfer und der Betroffene dürfen nicht in derselben Häuslichkeit leben. Die nötige Anerkennung erhält der Nachbarschaftshelfer von seiner eigenen Pflegekasse, indem er an einem 4 x 90 minütigen Pflegegrundkurs teilnimmt oder einen Nachweis über gleichwertige Erfahrungen und Kenntnisse in der Versorgung Pflegebedürftiger und Personen mit einem erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung erbringt.

Der Nachbarschaftshelfer darf bis zu maximal 40 Stunden monatlich Betroffene betreuen und entlasten. Für seine Tätigkeit erhält der Nachbarschaftshelfer eine Aufwandsentschädigung, die mit dem zu Betreuenden vereinbart wird und 10 EUR pro Stunde nicht übersteigen darf. Die Kostenerstattung für die Inanspruchnahme eines Nachbarschaftshelfers erfolgt auf Antrag über die Pflegekasse des Betroffenen. Zudem ist es möglich, 40 % des nicht ausgeschöpften Sachleistungsbudgets für die Nachbarschaftshilfe aufzuwenden.

Unter der Internetadresse http://www.alltagsbegleitung-sachsen.de/ gibt es alle Informationen detailliert zum Nachlesen. Nachbarschaftshelfer und zu Betreuende können über ein integriertes Portal auf dieser Webseite in Kontakt treten.

Für die Beratung und Unterstützung aller beteiligten Akteure und Interessierten sowie die Implementierung und Umsetzung des niedrigschwelligen Angebotes ist die Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe zuständig. Die Koordinierungsstelle ist im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz tätig. Als Ansprechpartnerinnen stehen Frau Bianka Linz und Frau Kerstin Hunger von Montag bis Freitag von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Rufnummer 0371/ 91 89 84 619 zur Verfügung.

 

 

 

26.05.2016: Marktplatz im Mittelpunkt der Bürgerbeteiligung

Einladung für den 30. Juni 2016 um 18.30 Uhr in den Ratssaal Kamenz

Info-Veranstaltung zu

„Der Markt – Mittelpunkt des Stadtlebens und Ort der Begegnung und Kommunikation“

 

In dieser Veranstaltung geht es um die gemeinsame Erörterung von Leitgedanken zur Marktplatzgestaltung. Das neue Verkehrskonzept sieht die Abgrenzung der Nutzungs-bereiche, die Trennung zwischen Verkehrs- und Ruhebereichen und eine Markierung der Parkplätze vor. Für den Besucher soll die Einfahrt zum Markt vor dem Winzer-Eck (Bautzner Str. 1) hergestellt werden. Am nördlichen Ende (gegenüber Rossmann) und am südlichen Ende (Andreasbrunnen) ist geplant, zwei verkehrsberuhigte Zonen auszubilden. Ein Blindenleitsystem mit Leitplatten an den Übergängen wird integriert.

 

Kamenz als Standort der Batteriefabrik will zukunftsweisend Elektromobilität präsentieren. Dies geschieht durch E-Bike-Ladestationen am Markt und Ladestationen für Elektroautos am Buttermarkt. Eine flexible Marktmöblierung unter Berücksichtigung der Markt- bewirtschaftung und des Forstfestes zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität wird angestrebt. Durch die Begrünung des Marktes mit Baumpflanzung entstehen halbschattige Bereiche, die zum Verweilen einladen. Die mögliche Etablierung von gastronomischen Freisitzen mit flexiblem Sonnenschutz wird damit gefördert. Ein Wasserstrahl in der Wasserrinne vom Andreasbrunnen belebt den Platz auch außerhalb der Marktzeiten. All dies sind Vorstellungen, um den Marktplatz – auch im Rahmen denkmalschützerischer Vorgaben – attraktiver zu gestalten. Es lohnt sich mitzudiskutieren, denn es geht um unseren Marktplatz!

 

 

 

 

18.05.2016: Statement des Oberbürgermeisters Roland Dantz zur Millionen-Investition der Daimler AG

Ich denke, es ist ein Tag, an dem wir uns besonders freuen, dass nach einer langjährigen Arbeit, die natürlich im Stillen stattfindet, ein solcher Schritt für Kamenz, für die Region, für Sachsen ermöglicht wurde.

Wir haben mit der Ansiedlung der Evonik Industies und der Daimler AG uns von der besten Seite her auf die Entwicklung eines Technologiestandortes vorbereitet. 2011 haben wir von einem Schweitzer Eigentümer unmittelbar angrenzend an den jetzigen Standort 52 ha Industriefläche erworben. Mit der Entscheidung der Daimler AG kommt zum Ausdruck, dass sie sich hier um eine kompetente Mannschaft und letztendlich auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Kamenz stützen können. Mit der heute bekannt gegebenen Entscheidung werden Arbeitsplätze geschaffen und es werden Zeichen weit über die Stadtgrenzen hinaus, in die Region und letztendlich in den Freistaat versandt. Die bedeutsame Erweiterung eines der größten deutschen Automobilherstellers in Kamenz wird dazu beitragen, dass die Menschen in unserer Region die berechtigte Hoffnung haben können, dass es vorwärts geht und dass sich ihre Lebensperspektiven deutlich verbessern. Kamenz wird damit als Standort der Elektromobilität weiter gestärkt und ausgebaut.

 

Presse-Information der Daimler AG

Daimler investiert 500 Millionen Euro in neue Batteriefabrik in Deutschland

Daimler-Tochter Deutsche ACCUMOTIVE verdreifacht Produktionsfläche.

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Eine leistungsstarke Batterie ist die Schlüssel- komponente für das emissionsfreie Fahren. Wir investieren deshalb 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik in Deutschland."

Neue Batteriefabrik fertigt Lithium-Ionen-Batterien für Hybrid- und Elektro-fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart.

Stuttgart/Kamenz - Daimler baut seine Aktivitäten rund um die Elektromobilität konsequent aus und investiert rund 500 Millionen Euro in den Bau einer neuen Batteriefabrik. Die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien der Deutschen ACCUMOTIVE im sächsischen Kamenz werden dadurch deutlich erweitert. In der neuen Fabrik sollen Batterien für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart produziert werden. Im ersten Schritt hat die hundertprozentige Daimler-Tochtergesellschaft ein Grundstück von rund 20 Hektar erworben, das an die bestehende Batteriefabrik angrenzt.

„Eine leistungsstarke Batterie ist die Schlüsselkomponente für das emissionsfreie Fahren. Wir investieren deshalb 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik in Deutschland. Damit unterstreichen wir unser Engagement für den konsequenten Ausbau der Elektromobilität", so Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Mit der zunehmenden automobilen Elektrifizierung steigt die Nachfrage nach hocheffizienten Lithium-Ionen-Batterien stetig an. Durch den Einstieg in das neue Geschäftsfeld mit stationären Batteriespeichern für private und industrielle Anwendungen erschließt sich die ACCUMOTIVE zusätzliche Wachstumschancen.

Bereits Ende 2014 hatte die Daimler-Tochtergesellschaft die deutliche Aufstockung ihrer Produktionskapazitäten und eine Investition von rund 100 Millionen Euro in den Ausbau der bestehenden Batteriefabrik angekündigt. „Durch den Erwerb des neuen Grundstücks wird sich unsere Produktions- und Logistikfläche hier am Standort verdreifachen. Zu den bisherigen 20.000 Quadratmetern kommen 40.000 Quadratmeter hinzu. Wir werden die Kapazität in der Produktion in den kommenden Jahren konsequent ausweiten", so Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und e-Drive Mercedes-Benz Cars.

Der Spatenstich der neuen Fabrik ist für Herbst 2016 geplant, das Richtfest wird im Frühling 2017 folgen. Das neue Produktionswerk soll im Sommer 2017 in Betrieb genommen werden.

Im vergangenen Jahr ist Daimler mit der ACCUMOTIVE in das Geschäft mit stationären Batteriespeichern eingestiegen. Durch die Skalierbarkeit der Systeme können die Lithium-Ionen-Batterien sowohl in der Großindustrie zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen (Peakshaving), etwa bei Energieerzeugern, als auch in Haushalten, zum Beispiel in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen, eingesetzt werden. Mercedes-Benz Energiespeicher für Privathaushalte sind bereits bestellbar und werden in Kürze in Zusammenarbeit mit ausgewählten Vertriebspartnern beim Kunden installiert. Im Bereich der industriellen Anwendungen werden gemeinsam mit verschiedenen Partnern perspektivisch insgesamt rund 29 Megawatt am Netz sein.

Über die Deutsche ACCUMOTIVE

Die im Jahr 2009 gegründete Deutsche ACCUMOTIVE ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt hochkomplexe Antriebsbatterien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie für Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart. Die Deutsche ACCUMOTIVE hat ihren Sitz in Nabern im Großraum Stuttgart, wo Forschung und Entwicklung angesiedelt sind. Die Fertigung erfolgt im sächsischen Kamenz. Die Daimler-Tochter beschäftigt über 380 Mitarbeiter – davon 260 in Kamenz und rund 120 in Nabern. Seit Beginn der Serienfertigung im Jahr 2012 wurden mehr als 70.000 Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert.

 

Ansprechpartner:

Matthias Krust, +49 711 174198, matthias.krust@daimler.com

Sofia Stauber, +49 711 1740598 sofia.stauber@daimler.com

Madeleine Herdlitschka, +49 711 1776409, madeleine.herdlitschka@daimler.com

Weitere Informationen von Daimler sind im Internet verfügbar: www.media.daimler.com und www.daimler.com